Aiolos in der Odyssee

(rev. 20.05.2020)

Der griechische Gott der Winde, des Seglers Achillesferse

Aiolos war nach Homers Odyssee ein Sohn des Hippotes und be-wohnte mit seiner Gattin sowie seinen sechs Söhnen und sechs Töchtern die schwimmende Insel Aiolia. Diese wurde schon in der Antike gerne mit einer der Äolischen Inseln (Namen von Aiolos abgeleitet) identifiziert.       Bild unten; Antike Aeolus Darstellung

Aiolos bewirtete Odysseus und seine Gefährten gastfreundlich für einen Monat. Vor der Heimfahrt gab er Odysseus einen Schlauch aus Rindsleder mit ungünstigen Winden, der verschlossen bleiben sollte. Gleichzeitig ließ er für Odysseus Heimfahrt günstige West-winde wehen. Der Schlauch wurde jedoch von den Gefährten des Odysseus kurz vor Erreichen Ithakas geöffnet. Infolgedessen ent-wichen alle ungünstigen Winde und die Schiffe wurden zur Aiolos-Insel zurückgetrieben. Als Odysseus Aiolos erneut um günstige Winde bat, wurde er abgewiesen.

Homers Windrose aus der Antike

Windbezeichnung in der Antike
Aiolos war der griechische Gott der Winde. Er war mit Eos, der Göttin der Morgenröte, verheiratet und wurde von Zeus als der Herrscher über die verschiedenen Winde eingesetzt. Zu den Winden gehören „Boreas“ (Nordwind), „Euros“ (Ostwind), „Zephyros“ (Westwind) und „Notos“ (Südwind).

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Schiffstyp & Besegelung

Schematische Darstellung Schifftyp (Zweimaster)
Die Ketsch-Takelage der Blue Whale ist nicht zu verwechseln mit der einer Yawl. Die Yawl wird aufgrund eines eher kleineren Be-sanmastes differenziert. Typischen Merkmale der Kuttertakelage sind auf beiden Yachttypen zu finden. Nachstehend ein schema-tischer Vergleich der beiden Schifftypen;

Die Segelbezeichnungen von vorne nach hinten;
Mausklick auf den jeweiligen Titel öffnet weitere Beschriebe und visuelle Darstellungen:

Klüver
Der Klüver ist ein dreieckig geschnittenes Stagsegel. Bei Yachten wird er vor der Fock gefahren, auf Großseglern wird er am Klü-verbaum, vor dem Bug gefahren. Sind auf Großseglern mehrere Klüver aufgezogen, nennt man den vordersten Flieger, dann kom-men Außenklüver, Klüver und dann der Binnenklüver, der auch Innenklüver genannt wird.

Genua
Als Genua (auch Kreuzballon) wird ein vergrößertes Vorsegel auf Segelyachten bezeichnet. Die Genua überlappt im Gegensatz zum Klüver den Mast, das heißt, das Schothorn befindet sich hinter dem Mast. Sie wird bei leichtem Wind oft als Ersatz für den Klüver eingesetzt.

Gennaker
Ein Gennaker ist ein großes asymmetrisches Vorsegel mit vielfältigem Einsatzbereich. Die beste Leistung wird raumschots erreicht. Für Fahrtensegler oft mit Bergesack zum Setzen, Ber-gen und Halsen, bei Blue Whale gerollt. Weitere Bezeichnungen sind Blister, Drifter oder Polean-der je nach Bootstyp und bevor-zugter Anwendung.

Spinnaker
Als Spinnaker oder kurz auch „Spi“ bezeichnet hat man ein be-sonders großes, bauchig geschnittenes Vorsegel aus leichtem Tuch, das vor dem Wind und auf Raumschotkursen eingesetzt wird. Dieses Segel ist bei Blue Whale als Parasail im Einsatz.
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Fock
1. Die Fock ist auf Rahseglern das unterste Rahsegel am vordersten Mast.
2. Auf Schonern, Kuttern und größeren Yachten mit mehreren Vorsegeln ist sie das hinterste Vorsegel.
3. Auf kleineren Yachten oder Jollen, die nur ein Vorsegel führen, ist sie ein Vorsegel, das den Mast (von der Seite betrachtet) nicht überlappt. Sie wird bei kräftigeren Winden gesetzt.

Sturmfock
Die Sturmfock ist kleines Starkwind-Vorsegel aus besonders widerstandsfähigem Material und mit hoch geschnittenem Schothorn, das bei Sturm auf Yachten anstelle der Fock gesetzt wird. Wird auch als Trysegel bezeichnet.
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Großsegel
Großsegel bezeichnet ein am Großmast gefahrenes Segel. Bei großen Schiffen wird es auch als Schratsegel bezeichnet.

Besanstagsegel
Das Besanstagsegel (auch „Aap“ Kreuzstagsegel oder Affe) ist ein kleines Stagsegel auf Segelschiffen.

Besansegel
Das Besansegel, das am hintersten Mast (dem Besanmast) eines mehrmastigen Segelschiffes oder einer Yacht gefahren wird, heißt Besansegel oder kurz Besan. Es ist ein Schratsegel.

 

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Das Flaggenalphabet

MODERNE TECHNIK VERDRÄNGT TRADITION

Leider haben das Flaggenalphabet und die Signalflaggen bis auf wenige Ausnahmen an Bedeutung verloren. An ihre Stelle ist der Bordfunk, üblicherweise die UKW-Funkausrüstung oder seit neuestem das Handy getreten. Schon etwas früher wurden die Morsezeichen zu Grabe getragen, das heißt, an maritimen Prüfungen nicht mehr gefragt. Mittlerweile zählt Blue Whale sich zur älteren Generation und fühlt sich eher mit der Tradition verbunden, obwohl moderne Technik auf ihr nicht fehlen durfte. Nebst Funkanlage und Handy beschränkt sich die Nutzung der kleinen bunten Fähnchen an Bord lediglich auf feierliche Anlässe im Hafen. Bis auf die wenigen traditionellen Flaggen die im Notfall im Gebrauch sind ist zu beklagen, dass auch dieses schöne Stück Schifffahrtstradition verloren gehen wird! Ausnahmen sind Regattaanlässe und Lotsenflaggen.

Der Schiffsname im Flaggenalphabet präsentiert sich etwas unbeholfen, trotzdem möchte ich dem interessierten Leser die Historie und das komplette Alphabet der Flaggensignale nicht vorenthalten.

Historisches zu Signalflaggen
Signalflaggen können einem auf See, oder sogar an Land, immer wieder begegnen. Oft sind sie schwer als solche zu erkennen. Signalflaggen dienen dem Nachrichtenaustausch und sind festen Regeln unterworfen. Die Regeln wurden im „Internationalen Signalbuch“ mit den „Internationalen Signalflaggen“ festgelegt.

Das erste Signalbuch wurde im Jahre 1817 von Kapitän Marryat herausgegeben. Seit dem ist es mehrere Male umgestaltet, ver-ändert und den  Bedürfnissen der Schifffahrt angepasst worden. Im Laufe dieser Arbeiten wurde das „Internationale Signalbuch“ sehr sorgfältig in die Sprachen der beteiligten großen Seefahrt-treibenden Nationen übersetzt. Somit war es möglich, Nachrichten auch zwischen Signalpartnern, die die Landessprache des anderen nicht verstehen konnten, ohne Schwierigkeiten und Missverständ-nisse auszutauschen.
Ein „Stell“ (Satz) Signalflaggen besteht aus 26 Buchstabenflaggen, 10 Zahlenwimpeln, 4 Hilfsständern und 1 Antwortwimpel. Die Flaggen werden in ihrer Reihenfolge untereinander gesetzt und von oben nach unten abgelesen.
Mit Mausklick öffnet sich das Set
Buchstaben-Signalflaggen    A – I
Buchstaben-Signalflaggen    J – Q
Buchstaben-Signalflaggen    R – Z
Zahlenwimpel                      0 – 9

Das Flaggenalphabet & Bedeutung
Das Flaggenalphabet mit den Zahlenwimpeln ist recht umfang-reich. Nimmt man noch die Be-deutung der kombinierten Flaggen hinzu, so wird die Sache noch umfangreicher. BW beschränkt sich auf die Links mit dem Flaggen-buchstaben wo die Bezeichnung, das Morsezeichen und die Bedeutung tabellarisch dargestellt sind.

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Lexikon Seefahrtsbegriffe

NACHSCHLAGEWERK MARITIMER BEGRIFFE

Die Seefahrtsbegriffe und Bezeich-nungen sind recht komplex und würden eine eigenständige Web Seite füllen, wollte man ihnen gerecht werden. So ist es zu ver-antworten mit Links zu bewährten Webseiten zuzugreifen die dieses Thema zu genüge abhandeln. Blue Whale beschränkt sich auf zwei ausgewählte Bereiche der Segel-schifffahrt um das wichtigste abzudecken.

Fachbegriffe der Seemannschaft
Das kleine „Lexikon der seemännischen Ausdrücke“ kann mit Maus Klick auf den Titel geöffnet werden. Seemännische Fachausdrücke, obschon im Link recht umfangreich und bis heute fester Bestand-teil der Seefahrt wird bei vielen keine Freudensprünge auslösen und auf vorbehaltloses Interesse stoßen. Könnte sich aber als recht nützlich im Umgang mit Fachzeitschriften, Seefahrtsbüchern und nautischen Beschreibungen erweisen. Das alphabetische Nachschlagewerk ermöglicht ein speditives Navigieren und die eingebauten Links sorgen für wichtige ergänzende Informationen.

Bezeichnung von Bordfunktionen
Wer ist nicht schon über die Bezeichnung Smutje oder Kalfater gestolpert. Die aufgelisteten Bordfunktionen stützen sich auf die Epoche der grösseren Segelschiffe, können aber auch auf kleinere Besatzung von Yachten abgeleitet werden. Auf Funktionen im Regattasegelsport wird nicht eingegangen. Nachfolgend eine alphabetische Auflistung mit Erklärung:

Funktionen von A – Z
Ausguck bezeichnet man einen Matrose der als Falke im Krähen-nest, auf einer umgebauten Plattform am Masttopp resp. in einem Mastkorb, sitzt und seinen Dienst versah.
Bootsmann, mehrere Bootsmänner hatten sich um die Takelage und die Segel zu kümmern und hielten das Deck sauber.
Kalfater oder Kalfatmeister ist zuständig für die Abdichtung des Schiffsrumpfes auf Holzschiffen.
Kapitän verantwortlicher für das Führen eines Schiffes, ausge-stattet mit absoluter Befehlsgewalt über die Besatzung.
Navigator ist dafür verantwortlich, dass das Schiff auf dem richtigen Kurs gehalten wird und sein Ziel erreicht.
Proviantmeister kann gleichgesetzt werden mit dem Smutje.
Quartiermeister ist verantwortlich für Proviant, Verpflegung und die Munition an Bord. Der Kapitän kann ihm die Führung des Schiffes übergeben. Ansonsten kümmert er sich auch um alle Belange an Bord.
Rudergänger sind die eigentlichen Seeleute, welche das Schiff steuern. Bei größeren Mannschaften gibt es zudem einen Gefechtsrudergänger. Dieser ist der beste Rudergänger an Bord und übernimmt das Steuer im Gefecht, wie auch bei Hafen- und Anlegemanövern. Heute könnte eine gleichbedeutende Funktion diesem Rudergänger in einer Regatta zukommen.
Rumverwalter Verantwortlich für die Rumration auf Piratenschif-fen. Auf anderen Schiffen hatte der Zahlmeister dieses Amt inne.
Schiffsarzt war selten an Bord. Mangels Ausbildung konnte er nicht viel machen, außer Wunden nähen und nötigenfalls Glied-maßen amputieren. Schmerzmittel oder Narkosen gab es damals auch noch nicht. Die Männer tranken stattdessen Unmengen von Rum. Der Alkohol dämpfte die Schmerzen.
Schiffszimmermann war für die Instandhaltung und Reparatur des Schiffes zuständig.
Segelflicker ist für die Reparatur der Segel zuständig.
Schiffsmaat: später auch als Matrose bezeichnet war ein ausge-bildeter Seemann ohne spezielle Funktion, Allrounder.
Schiffsjunge oder auch Kombüsenjunge genannt wurde als neues Crewmitglied sofern er nicht als Pulverjunge eingesetzt wurden, als Hilfskraft wie Kapitänskajüte putzen, dem Schiffskoch helfen und alle möglichen Handlangerdienste leisten.
Smutje ist für die Zubereitung aller Speisen an Bord zuständig. Der Speiseplan wird mitverantwortlich durch den Smut erarbeitet. Ebenfalls ist der Smut in aller Regel für die Bestellung und den Einkauf der Lebensmittel zuständig.
Steuermann ist für die Navigation des Schiffes verantwortlich. Er beaufsichtigt das Steuern, die Takelung und das Ankergerät. Er kann auch die Seekarten lesen. Im Falle eines Ausfalles des Kapitäns und des Quartiermeisters, kann er das nautische Kommando übernehmen. Dem Steuermann unterstehen die Rudergänger.
Takler (auch Rigger) ist ein Berufsbild im Schiffbau. Er ist für den Bau und die Wartung der gesamten Takelage eines Segel-schiffes zuständig, also für das stehende und das laufende Gut.
Zahlmeister ist zuständig für Auszahlung der Heuer und für den Provianteinkauf hätte heute den Titel Buchhalter.

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Nautisches Lexikon

Diese Rubrik umfasst zwei Begriffe und bein-haltet unterschiedliche Erklärungen, wobei der Kontext der Begriffe fast schon selbsterklärend ist. Nautik hat mit See-fahrt und Anverwandtem zu tun, wobei die Bezei-chnung Lexikon das Nachschlagewerk ist.
Das nautische Lexikon dient in erster Linie dem Webtitel „Glossar“ untergeordnet als Ablage von Artikeln, die von Begriffen stammen welche in den Berichten auftauchen und einer zusätzlichen Betrachtungsweise resp. Erläuterung bedürfen.

Die ersten beiden Untertitel sind allgemein gehalten und könnten jede nautische Webseite schmücken. Sie wurden infolge der Neu-strukturierung des Glossars überarbeitet. Das dritte Thema befasst sich spezifisch mit Blue Whale‘s Schiffstyp und veranschaulicht unter anderem die Segelgarderobe. Die restlichen Inhalte fließen in dem zeitlichen Ablauf zu, welche in Abhängigkeit der laufend ergänzten Beiträgen im Blog ist.

Legende & Links zu Themen

  1. Lexikon Seemannsbegriffe
    (Mausklick auf Titel öffnet Beitrag)
  2. Das Flaggenalphabet
  3. Schiffstyp & Besegelung
  4. Aiolos in der Odyssee (griechische Mythologie)
  5. Schiemannsgarn (zur Zeit in Arbeit)


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