Bari – Tremiti & zurück Juli

Windkapriole ohne Ende, das Finale zum Schluss

Segel-Etappen im Überblick

Gerne hätte ich AS ein unvergessliches Segelerlebnis mit gemütlichen Etmalen und idyllischen Anker-Buchten ermög-lichen wollen. Die Küste Apuliens ent-puppte sich in dieser Hinsicht als unat-traktiv und für eine Umplanung war es zu spät. Die langen Etmale, zwischen den möglichen Anlegestellen wie Häfen und Marinas,  war eine Herausforde-rung. Leider hat der Schöpfer die vor-teilhaften Eigenschaften von segel-freundlichen Küsten, fast gänzlich vergessen. Der ganze Küsten-abschnitt von Apulien ist mit relativ geringer Wassertiefe geseg-net, so dass bei entsprechender Witterung eine Leger-Wall-Situa-tion entstehen kann. Unter dem Slogan „Machen wir das Beste daraus!“ begaben wir uns auf den Törn.
Wie schon die ganze Saison hindurch war kein Verlass aufs Wetter. Dies sollte sich auch während dieses Törns nicht ändern.  Das Em-pfinden bei 35°C und 80% r.F. ist nur schwer zu beschreiben. Ge-fühlt eine wahre Qual! Mit den Worten „Nass im Trockenen sitzen“ trifft den Zustand resp. den Nagel auf den Kopf (Schwüle).

AS sucht den Horizont

Ohne sich zu bewe-gen, lief uns der Schweiss in Bächen runter. Am schlimm-sten fühlte es sich während eines Bier-genusses an. Wir hatten das Gefühl, dass das Getränk nie im Magen ankam und  nach jedem  Schluck einen Mega-Schweißanfall erzeu-gte. Wir überlegten ernsthaft,den direkten Weg zu wählen und uns das Bier über den Kopf zu schütten! Das Resultat wäre in etwa das Gleiche gewesen.
Ähnliche Probleme hatten wir mit den Wetterprognosen. Die sonst verlässlichen Apps wie Windfinder und Windy hatten eine erbärm-liche Trefferquote. Sogar lokale Wetterdienste wurden vom Phäno-men  „Klimaerwärmung“ überrumpelt.  So mussten  wir uns, mit zum Teil widerlichen Verhältnissen, abfinden. Das hatte zur Folge, dass auf den Motorantrieb nicht verzichtet werden konnte und wir quasi einem Gegen-Windstress ausgesetzt waren. Deprimierend war das Paradoxon,
dass auf dem Hinweg  vorwiegend nördliche und auf dem Rückweg südliche Winde wehten. Alles hatte sich gegen uns verschworen.

Trani sonnt sich in den letzten Strahlen des Tages

Das Finale dieses Wahnsinns war ein echter „Tusch„! Sturmböen von 30 bis 40kn, Hagelkörner fast so groß wie Eier und sintflut-artige Regenfälle. Wir machten am Nachmittag ein Rennen mit den Wetterumschwung und erreichten die Marina von Bari im letzten Augenblick. Das Anlegen bei Windstille verlief einwandfrei und dann war der Teufel los. Uns flogen die Hagelbälle nur so um die Ohren. Wir waren in Sicherheit und fühlten uns wie Glückspilze. Alle vorherigen Widrigkeiten waren schnell vergessen!

San Domino mit der Festungsanlage ein Highlight der Tremiti Inseln

Noch eine Bemerkung zum Tremiti Archipel. Mit dem Schnellboot war es ein Erlebnis ohne Risiko, aber mit Blue Whale hätten wir Minimum drei Tage einrechnen müssen. Weil wir diese schon an andere Stelle verloren hatten mussten wir mit dem Schnellboot vorlieb nehmen. Das Wetter hat sich am Ausflugstag von der be-sten Seite präsentiert.

AS machte eine gute Figur und entfaltete verlässliche Seebeine. Wegen der guten Bordküche brach auch keine Meuterei an Bord aus und so endete der Törn zu aller Zufriedenheit. Ich freue mich schon jetzt, AS als erfahrenen Seebär, zum nächsten Törn begrüs-sen zu dürfen.

Wichtige Hinweise:
Die täglichen Journaleinträge und Streckenführung des Se-geltörns öffnet nachstehender Link der Travel-Map-Seite, ge-listet nach Datum (von unten nach oben).

Die Bildergalerie über diesen Eintrag  kann unter Galerie
Apulien & Tremiti mit AS, Juli
eingesehen werden.

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Teil 3 Bari nach Vieste

Erholung und Ausflüge vom Feinsten 19. – 28. Juni

Sehenswürdigkeiten in N-Apulien

Auf der Karte sieht Nord-Apulien recht klein aus, hat Landschaftlich und Kulturell einiges zu bie-ten. Auf der Hinreise be-schränkten wir uns auf kurze Fotostopps und wollten die Gegend später während den Rundreisen ausgiebiger erkunden.

Karte 3 Bari – Vieste

Nördlich von Vieste, im Resort-Camp Villagio Scialmarina, buchten wir einen kleinen Bungalow, nahe am Meeres-strand, mit Klimaanlage.So hatten wir einen idealen Ausgangspunkt für unse-re Touren. Der kurze Weg zum Strand war angesichts der brütenden Hitze auch nicht zu verachten. Das Erstere war gut gewählt aber die „spiaggia del mare“ war ein Irrenhaus. Das fanati-sche Animationsbedürfnis der Italiener kannte keine Grenzen. Riesenlautsprecher verbreiteten ohrenbe-täubenden Lärm, Tifosirap als Berieselung (Uuuhhh, va fan c…). Warum auf engsten Raum bis zu drei Anbieter zeitgleich um Ver-rückte buhlten, entzieht sich bis heute meinem Verständnis. So wurden unsere Badefreuden gewaltig vermiest. Bald kannten wir jedoch die periodischen Atempausen der Animationswütigen und nutzen diese fürs Planschen im dampfend „heißen“ Meerwasser der weitläufigen Bucht aus. Ausgedehnte Rundreisen wechselten sich mit Ruhephasen im Müßiggang ab;
Rundreise 1                             PeschiciRodi Garganico
Rundreise 2                             NP GarganoMonte San Angelo
Stadt Besichtigung                   Vieste

Unsere Badebucht bei Sonnenaufgang, wie im Paradies!

Wegen der extremen Hitze und Luftfeuchtigkeit(35°C80% rF.) ver-zichteten wir auf entlegeneren Sehenswürdigkeiten. Auch konnte ich KS nicht für einen Besuch des Tremiti-Archipels bewegen. Zwischendurch war das Meer doch etwas zu sehr bewegt, auch trieb der Wind gelegentlich den Sandstrand vor sich her und die Sonnenschirme flogen wie urzeitliche Drachen umher. Wir waren froh nicht mit Blue Whale gegenankämpfen zu müssen. Die In-selgruppe wollte ich aber als Highlight des Segeltörns mit AS un-bedingt nachholen.

Der Trip in den NP Gargano war ein Muss!

Am 18. Juni traten wir die Rückfahrt an. In Manfredonia legten wir einen längeren Sightsee-ing-Stopp ein bevor wir bis Bari durch-fuhren. Zum Crew-wechsel musste Blue Whale wieder zum Leben erweckt werden. Die übli-chen Törnvorberei-tungen wie Schiff schruppen, Waschtag und Proviant bunkern nah-men die nächsten Tage in Beschlag.

Wichtige Hinweise:
Die täglichen Journaleinträge und Übersicht der Streckenführung öffnet nachstehender Link „Travel-Map-Seite
Einträge sind nach Datum gelistet (von unten nach oben).

Weitere Landreisen sind unter nachstehenden <Link> zu finden;
– Landreisen in Apulien Teil 1 Otranto – Monopoli
– Landreisen in Apulien Teil 2 Bari und Umgebung

Die Bildergalerie ist wegen des großen Umfangs in mehrere Rub-riken aufgeteilt;
– Apulien Land & Küste  Teil 1 mit KS Juni
– Landreisen in Apulien Teil 2 Bari und Umgebung
– Landreisen in Apulien Teil 3 Bari – Vieste

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Teil 2 Bari und Umgebung

Wegweisende Entscheidung & Ausflüge vom 14. – 18. Juni

Bari war etwa 28 nm entfernt. Dieses Mal kämpften wir mit Wind und Strömung, der Wellengang war nicht zu toll und so konnten wir gegen 17:00 Uhr in der Nautica Ranieri festmachen.
<< Karte 2 Monopoli – Bari & Umgebung
Gemütlich verging der Morgen des 15. Juni in der Marina. Auch wurde mit Hr. Ranieri verein-bart, die Offerte für Ar-beiten an Blue Whale zu fixieren. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus in die Stadt für Besich-tigung & Lunch.
Tags darauf standen die nächsten Landausflüge für Apuliens mittleren Teil auf dem Programm;
Rundreise 1    MolfettaBisceglieTrani
Rundreise 2    Castel de MonteGionivazzo
Mit den Rundreisen pickten wir weitere Perlen von Apulien in unser „Memory-Säckchen“. Wir erforschten die Küste mit den Örtchen und historischen Städtchen. So wurden Anlegemöglichkeiten für den anstehenden Törn mit AS immer bescheidener.

Panorama Giovinazzi Stadthafen, für Segelyachten eher ungeeignet weil voll!

Der Ausflug ins Landesinnere rundete die Eindrücke von Mittel-Apulien ab. Das Castel del Monte ist das wohl imposanteste Bau-werk in Apulien. Die mittelalterliche Burganlage war einst Jagd-schloss von Kaiser Friedrich II. Seine symmetrische achteckige Bauweise ist eindrucksvoll.
Am 17. Juni bemerkten wir, dass uns die Zeit davon lief! Diskussion und Abwägen von Ideen beschäftigte uns.Entscheidun-gen zu fällen war zwingend notwendig um alsdann in die Tat umgesetzt zu werden.
Resümee Brainrush;
Die Zeit für die Weiterfahrt mit der Blue Whale war zu knapp ge-worden. Es ergab wenig Sinn die Elemente herauszufordern um am Ende in noch mehr Zeitverzug zu kommen. Reserven für Wit-terungs-Kapriolen hatten wir keine mehr. Die Deadline, den Crew-wechsel vorzubereiten, war am 30 Juni! So entschieden wir uns zu einer radikalen Alternative. Wir wollten einen gemütlichen, ausge-dehnten Trip mit einem Mietwagen nach N-Apulien unternehmen. BW konnten wir in der Nautica Ranieri am Gästesteg schlummern lassen.

190618 Blue Whale schlummert sicher vor sich her, aber der Abschied musste sein.

Schnell waren PW und Unterkunft gebucht. Im nach herein muss ich gestehen, dass die Entscheidung trotz anfänglicher Zweifel „Gold-Richtig“ war.Wir haben nichts bereut und durften eine wohl-tuende Zeit in Nord-Apulien verbringen!

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Weitere Landreisen sind unter nachstehenden <Link> zu finden;
– Landreisen in Apulien Teil 1 Otranto – Monopoli
– Landreisen in Apulien Teil 3 Bari – Vieste

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Apuliens Küste (ITA) mit KS, Juni
– Landreisen in Apulien Teil 2 Bari und Umgebung
– Landreisen in Apulien Teil 3 Bari – Vieste

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Teil 1 Otranto nach Monopoli

Eine zeitraubende Wegstrecke vom 05. – 13. Juni

Erst gestern sind wir glücklich in Otranto angekommen und schon geht’s weiter. Nach einklarieren in Italien wollten wir noch einen Ruhetag beim Hafenmeister buchen, aber seit unserer telefoni-schen Reservation muss es einen mächtigen Inflationsschub ge-geben haben. Trotz versprochenem Gebührennachlass bei der zweiten Übernachtungen verabschieden wir uns und legen ab. Etappenziel San Foca mit der einladenden Marina liegt an.                                                                    Karte 1 Otranto – Monopoli
In San Foca waren wir gezwungen einen Tag zu pausieren. Den auffrischenden N-NE von 5–7 Bf mit entsprechendem Wel-lengang wollten wir uns nicht antun.Zum Glück dauerte das Spektakel nur einen Tag und so belegten wir am 7. Juni Blue Whale in der Brindisi Marina. Nach dem windigen Tag veränderte sich das Klima schlagartig. Es wurde im Laufe des Tages ausgesprochen heiss.so dass wir besorgt waren, nicht nur Flüssigkeit auszuschwitzen. Vor 3 Tagen waren wir noch in Pullover und Oelzeug eingewickelt! Welche Gegensätze und Torturen
Von Brindisi aus waren drei sternförmige Landausflüge in Süd-Apulien geplant
Rundreise 1          OtrantoLecceOria
Rundreise 2          TarantoAlberobelloLocorontondo
Rundreise 3          VillanovaMonopoliOstuni

190610 Rundreise 2 nach Tarento, das Castello Aragonese

Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen! Architektoni-sche Werke,wunderschöne barocke Bauten und Kunstwerke säum-ten unseren Weg. Nicht zu vergessen die Hinterlassenschaften der römischen Epoche. Die zahlreichen mittelalterlichen Kirchen und historischen Plätze wechselten sich mit der üppigen Vegetation auf dem Land und Millionen von Olivenbäumen ab. Körper und Geist brauchten nach drei stressigen Rundreise-Tagen eine Pause zur Regeneration.

190613 Ein nostalgischer Sonnenuntergang im Stadthafen von Monopoli

Am 13. Juni mussten wir schon um 05:30 in der Früh ablegten, denn bis Monopoli war ein Etmal von ca. 38 nautischen Meilen (nm) zu bewältigen, bei 5 Knoten (kn) Fahrt über Grund min. 8 Stunden. Gegenwind und Welle mussten wir an diesen Tag nicht fürchten, aber die Strömung bremste uns etwas ein. Da wir Mono-poli Stadt bei unserer Rundreise bereits erkundet hatten, waren wir weniger enttäuscht, als die Hafenpolizei uns nur eine Nacht am Stadtpier gewährte.

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Weitere Landreisen sind unter nachstehenden <Link> zu finden;
Landreisen in Apulien Teil 2 Bari und Umgebung
Landreisen in Apulien Teil 3 Bari – Vieste

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GRE nach Apuliens Küste (ITA) mit KS, Juni
Apulien Land & Küste Teil 1 Otranto – Monopoli
Landreisen in Apulien Teil 2 Bari und Umgebung
Landreisen in Apulien Teil 3 Bari – Vieste

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Die Perlen Apuliens

Hauptseite Reiseberichte von Küste & Land

Wir sind wie „Perlenpicker“. Nicht auf der Suche nach Perlmutt sonder von Sehenswürdigkeiten. In den folgenden drei Reisebe-richten über Apulien arbeiten wir uns langsam von Süden nach Norden hoch. Für die Landtouren mieten wir ausnahmslos PW’s
an. In Italien ist ein individuelles Fahrzeug quasi das einzig ver-lässliche Verkehrsmittel, um Sightseeing effizient zu betreiben.
So war es uns möglich, in kurzweiligen Landrundfahrten große Landstriche zu erforschen.
Auf dem Seeweg der Küste entlang, war Blue Whale unser Transportmittel und Gefährte. Mit Rück-sicht auf das Wetter ging’s im „Känguru-Gehopse“ Richtung Norden. Längere Sprünge waren erforderlich um die „seltenen“ Anlege-möglichkeiten nutzten zu können. Apuliens Küste ist maritim etwas Unterentwickelt, was sich vermutlich herumgesprochen hatte. So ist es nicht verwunderlich, dass wir praktisch keine Blauwassersegler antrafen,und das während der eigentlichen Segelsaison. Wir haben es  „mit Abstrichen“ trotz-dem genossen und uns mit den Gegebenheiten arrangiert.

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Die drei Reisebeschriebe „der Perlen Apuliens“ können über nach-stehenden <Link> geöffnet werden;
– Teil 1 Ortanto nach Monopoli
– Teil 2 Bari und Umgebung
– Teil 3 Bari nach Vieste

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– Apulien Land & Küste Teil 1 Otranto – Monopoli
Landreisen in Apulien Teil 2 Bari und Umgebung
– Landreisen in Apulien Teil 3 Bari – Vieste

Hinweis;  Nur aktive Links enthalten Reisebeschriebe & Bilderbogen, die inaktiven sind z.Z. in Bearbeitung!

Die Bildergalerien der Landreisen können jeweils direkt über die Berichte geöffnet werden.

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