Medizin an Bord

(rev. 21.05.2020)

Vorwort Skipper

Als Vorbereitung auf meinen Mittelmeer Segeltörn habe ich mich entschieden, den Kurs „Medizin an Bord“ nochmals zu besuchen.
Begründung;
– Lebenswichtige Details könnten in Ver-gessenheit geraten und im Ernstfall nicht mehr abrufbar sein.
– auf dem neuesten Stand zu sein kann nie verkehrt sein.
– als Skipper muss man Verantwortung tragen.

Die Schweizerische Segelschule (SSS) bietet solche Kurse in Zu-sammenarbeit mit den „SeaDoc“ an. Die Medizintafeln „Erste Hilfe an Bord“ sind im Ernstfall wirklich eine grosse Hilfe und laden auch sonst ein, darin herum zu stöbern. Leider sind die Tafeln mit vielen praktischen Hinweisen und Zeichnungen urheberrechtlich ge-schützt,  weil heute nur noch der kom-merzielle Aspekt zählt. Gerne hätte ich die Tafeln anhand von Beispielen im Be-richt eingebunden, muss mich aber auf Hinweise beschränken. Das Dokument ist in jeden Fall an Bord jedes See gän-gigen Schiffes unerlässlich und sollte griffbereit sein.
An dieser Stelle möchte ich nicht ver-säumen, auf die Sorgfalt im Umgang mit Medikamenten, hinzuweisen. Es ist zwingend, die Packungsbeilagen der Medikamente sorgfältig zu studieren und die zu behandelnden Personen auf Verträglichkeit zu befragen. Weitere Empfehlungen für „Medikamente an Bord“ über diesen LINK.

Noch eine kleine Anmerkung auf Kurs und Inhalt der folgenden Seiten; Der zweitägige Kurs ist nicht gerade Budget freundlich aber entschädigt auch mit praktischen Beispielen und Übungen. In den zwei Tagen lernst du „fast alles“ was du im Notfall benötigst, auch für weltweite Fahrt. Ich habe die Medikamente, die für den ausgedehnten Blauwassertörn erforderlich wären, vorerst über-sprungen. Im Mittelmeer ist die medizinische Versorgungsdichte sehr gut und kann im Notfall innert nützlicher Frist angelaufen werden.
Mit „klick“ auf nachfolgende Rubriken sind die wichtigsten Medi-kamente aufgeführt, welche an Bord jedes längerfristigen Törns, z.B. im Mittelmeer, kühl aufbewahrt werden sollten.

1. Magen & Darm Erkrankungen
Begriffserklärung
Entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Bei den chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verursachen die im Darm angesiedelten Bakterien aus bislang ungeklärten Grün-den eine anhaltende Entzündungsreaktion der Darmschleim-haut, die das Darmgewebe schädigt.
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Link zu Medikamentenschrank Teil 1
2. Augenentzündung & Fremdkörperentfernung
Begriffserklärung
Für rote Augen ist meistens eine Bindehautentzündung (Kon-junktivitis) verantwortlich. Ursachen für eine entzündete oder irritierte Bindehaut gibt es viele – sie reichen von Infektionen mit Bakterien oder Viren über Allergien bis hin zu Erkrankun-gen wie Rheuma.
Dass ein Fremdkörper in das Auge gelangt, ist keine Selten-heit. Meist verbleibt dieser oberflächlich und kann zu Schmer-zen, Rötung und tränendem Auge führen. Durch Entfernung des Objektes ist das Problem häufig behoben. Bei tiefem Ein-dringen in das Auge und bei starker Entzündung kann es je-doch auch zu einer Augenschädigung kommen.
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Link zu Medikamentenschrank Teil 2
3. Erkältung
Begriffserklärung
Erkältung und grippaler Infekt sind alltagssprachliche, medi-zinisch nicht scharf definierte Bezeichnungen für eine akute Infektionskrankheit der Schleimhaut von Nase (einschließlich der Nebenhöhlen), Hals oder Bronchien.
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Link zu Medikamentenschrank Teil 3
4. Schmerz
Schmerzen sind eine Sinneswahrnehmung – ähnlich wie der Mensch Hitze, Kälte oder Berührungen empfindet, nimmt er auch Schmerzen wahr. Akuter Schmerz ist ein Hinweis des Körpers, dass im Moment irgendetwas nicht stimmt.
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5. Juckreiz, Entzündung, Allergie
Juckreiz ist eine unangenehme Empfindung der Haut, die ein Kratzen, also Reiben, Scheuern usw. der Haut mit den Enden der Fingernägel oder anderen geeigneten Materialien oder mechanischen Hilfsmitteln (z. B. Rückenkratzer) provoziert.
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Link zu Medikamentenschrank Teil 5a
Entzündung ist eine körpereigene Reaktion auf schädliche Reize, die sich klassischerweise durch die Entzündungszeichen Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz und funktionelle Einschränkung äußert.
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Link zu Medikamentenschrank Teil 5b
Als Allergie wird eine überschießende krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet.
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6. Übelkeit, Erbrechen, Seekrankheit
Übelkeit ist eine Befindlichkeitsstörung, die umgangssprach-lich auch als flaues  Gefühl in der  Magengegend bezeichnet wird.  Häufig ist die Übelkeit ein  Vorbote von Erbrechen, sie kann aber auch auftreten, ohne dass der Betroffene sich über-geben muss.
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Erbrechen ist die schwallartige Entleerung des Magen- oder Speiseröhreninhaltes entgegen der natürlichen Richtung durch die Speiseröhre und den Mund. Erbrechen ist ein natürlicher Reflex zur Vermeidung von Vergiftungen bei der Nahrungsauf-nahme.
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Seekrankheit, Luftkrankheit,Raumkrankheit oder die Land-krankheit von Seeleuten auf Landgang sind bekannte Varian-ten. Passive Bewegung in Reisebussen, Autos,Zügen mit Nei-getechnik,  Flugzeugen,  Achterbahnen   kann ebenfalls  die Symptome hervorrufen.
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7. Antibiotika
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezieht sich die Bezeichnung Antibiotika meistens auf Arzneistoffe oder Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten. Nicht jede Infektion wird durch Bakterien verursacht. So können auch Pilze und Viren zu Infektionen führen. Gegen diese Erreger sind Antibiotika wirkungslos. Um einer sogenannten Antibio-tikaresistenz vorzubeugen, müssen bei der Anwendung von Antibiotika bestimmte Richtlinien eingehalten werden.
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8. Notfall Medikamente
Notfallmedikamente sind Arzneimittel, die im Rahmen eines medizinischen Notfalls zum Einsatz kommen. Sie dienen vor allem der medikamentösen Therapie akuter, lebensbedroh-licher Gesundheitsstörungen. Ein umschriebener Bestand an Notfallmedikamenten gehört zur Ausstattung eines Notfall-koffers. Art und Auswahl der Notfallmedikamente sind abhän-gig vom Einsatzgebiet z.B. Seefahrt.
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9. Sonstige Medikamente
Unter die Rubrik „sonstige Medikamente“ fallen alle Arzneimit-tel, die für die Behandlung von äusseren resp.  inneren Unan-nehmlichkeiten und Blessuren eingesetzt werden. Die Medika-mente sind meist Rezeptfrei zu beziehen. Anwendungsbereiche wie der Befall von Ungeziefer (aussen im Kopfbereich resp. innen im Darmbereich), äussere Haut-verletzungen und Schürfungen, Magen- resp. Sodbrennen, Erkältung der Atemwege zum Inhalieren und Durchblutungs-störungen wie Thrombosen.
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Link zu Medikamentenschrank Teil 9b (innere  Anwen.)

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