(rev. 22.01.2024)
Kurzes Resümee der 6 Wochen Auszeit
Endlich im Wasser, die frische Seeluft füllen die Lungen und die grosse Freiheit, das Seemannsleben, kann beginnen.
Die ersten Tage verbringe ich in der Preveza Marina um die wichtigen Abschluss Arbeiten auf Blue Whale zu erledigen. Das Dingi kann ich nicht aufpumpen weil ich keinen Spezialanschluss zum Aufpumpen auftreiben kann. Auch stellt sich heraus, dass das Dingi zu gross und zu schwer ist. Ärgerlich.
Obschon das Wetter keine Anstalten macht den überfälligen Sommeranfang einzuläuten, trete ich die Erste Etappe bei Gegenwind & Regen nach Nidry auf Levkada an. Am Scorpios Pier bei Conny geniesse ich gemütliche aber sehr feuchte Tage. Eigentlich wollte ich in den Süden weiter, bin jedoch froh länger bleiben zu können. Die anhaltende Südströmung transportiert weiterhin Feuchtigkeit und Saharastaub heran und lädt die Fracht auch über BW und mich ab. Nach einer Woche nutze ich ein Wetterfenster um der
Umklammerung zu entfliehen. Am Stavros Pier in Sivota werde ich freudig empfangen. Endlich ein Gast am verwaisten Pier! Unverhofft erhalte ich einen Anruf aus Nidry, jemand wolle meinen AB-Motor kaufen. Also nichts wie hin, den Honda in Preveza holen, verkaufen und im Eiltempo zurück nach Sivota. Dieser Rund Trip hat nur drei Tage beansprucht, aber die Weiterreise in den Süden ist verdorben. Das Wetter verschlechtert sich merklich und ich werde in Sivota eingeweht.
Um die Gastfreundschaft der Stavros nicht zu strapazieren überspringe ich den Südtörn mit längeren Etmalen und setzte nach Meganisi rüber. An der öffentlichen Pier der Atherinos Bucht richte ich mich für eine längere Auszeit ein. Die Zeit vergeht wie im Flug. Auch Baden kann man mittlerweile, obschon das Meer recht frisch ist. Ich treffe neue Langzeitsegler welche mir den Aufenthalt bereichern.
Schon bald steht die Reise nach Korfu mit Zwischenstopp in Preveza und Paxos an. Die Überfahrt soll ca. 2 Wochen dauern um günstiges Segelwetter nutzen zu können. In Paxos treffe ich M & B von der SY Beatrix. Wir ärgern uns über die Unfähigkeit der Charterer und der Rücksichtslosigkeit der Touristen. Bis in die frühen Morgenstunden wird gesoffen, gebrüllt und die ganze Bucht am Schlafen gehindert. Der Ballermann hat auch hier Einzug gehalten.

Ich werde den Gedanken nicht mehr los das Ionische Meer verlassen zu müssen. Aber wohin? Nach Süden in die Türkei oder zurück nach Slovenien um den Rücktransport zum Bodensee anzutreten? Die Zeit wird Rat bringen. Erst einmal ist der Törn mit AS angesagt der mein Gedanken Karussell stoppen wird.
Für die Tagesjournale möchte ich auf die Webseite „Aktueller Standort“ verweisen. Dort sind die besonderen Vorkommnisse in Tagebuchform, mit Bildern untermalt, aufgeführt. Mit diesem <Link> ist es möglich direkt auf die jeweilige Webseite zu wechseln.
Die Bildergalerie kann über diesen Link geöffnet werden:
„Bilder Solotörn Süd Mai – Juni„
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Die Hinreise nach Griechenland fügt sich dem gleichtönigen Ablauf an wie die letztjährige Hinreise. Die Bilder untermalen die nervigen Wetter Kapriolen. Mir wurde berichtet, dass der März bis zu 30°C warm war und zum Baden eingeladen hatte. Wenige Highlights unterbrechen den Müssiggang eines deprimierenden Aprils, wobei der Lift-In Termin immer näher rückt und so der Tortur ein Ende bereiten wird. Man muss schon etwas verrückt sein um dieses Schauspiel jedes Jahr über sich ergehen
zu lassen. Wir Segler sind zweifelsfrei ein sonderbares Völkchen, besonders vom Blickwinkel eines anders gepolten Erdenbewohners.





























Ich war froh den kühlen Temperaturen von zuhause zu entkommen und freute mich auf’s moderate Frühlingsklima in Griechenland. Auch war die Hoffnung berechtigt, über den Zeitraum von April alle aufgeschobenen Pendenzen auf Blue Whale zu erledigen, denn heuer habe ich dafür einen Monat reserviert.
Das südliche Europa klagte im März über zu hohe, sommerliche Temperaturen und Trockenheit. In Griechenland stöhnte die Bevölkerung unter einer Hitzeglocke von bis zu 30°C. Aber im April änderte sich das Klima schlagartig und es wurde über Nacht fast wieder Winter. Ich fror in den Nächten und musste die Heizungsanlage auf BW bemühen. Tagsüber arbeitete ich im Pullover, was ja zu verkraften gewesen wäre, aber die ständigen Regenschauer mit ihrer rötlichen Sahara Sandfracht erschwerten das Arbeiten. Aussenarbeiten am Schiff wurden fast zum täglichen Roulet und führten zu Verzögerungen.
