Seefahrt und Philatelie

(rev. 14.05.2026)

SYMBOLE SEEFAHRT & PHILATELIE
Nach Entdeckung und Kolonialisierung der «Neuen Welt» wurde
die Kommunikation zwischen Heimat und Ferne essenziell. Die grossen Seefahrer Nationen legten ihr Schwergewicht auf Kriegsschiffe, Transporter und Postschiffe.
So konnte der rege Handel- und Infor-mationsfluss zwischen Nation und Kolonie aufrecht erhalten werden. Dies soll keine Geschichtsstunde der Philatelie werden, sondern ein nostalgischer Nachruf auf das «lange 19. Jahrhundert», die eine Epoche kurz vor der franzö-sischen Revolution bis zum 1.Weltkrieg beinhaltet.
Bild rechts, die seltenste & teuerste Marke der Welt, die       «Blaue Mauritius»      >>>>>
Das System der Frankierung mit Briefmarken wurde auch auf die Seesendungen übernom-men und so ist es nicht verwunderlich, dass die (Brief)-Marken vorwiegend mit Symbolen der Schifffahrt geschmückt wurden.
Die gleiche Zeitspanne wurde auch von etlichen literarischen Pro-tagonisten geprägt, welche Seefahrt und Epoche stilisierten. Die Philatelie würdigte auf eindrucksvollste Weise «Seefahrt & Post-wesen». Aktuelles und wichtige Persönlichkeiten, wie Prominenz und Adel, wurden auf den Marken abgebildet.
Nachstehend haben Blue Whale und ich eine kleine Auswahl selek-tioniert, wo Themen der damaligen zeitgenössisch maritimen Lite-ratur und der Schifffahrt durch das Postwesen gewürdigt wurden.
Die Hürden einer Würdigung durch einen Nobelpreis resp. einer Pulitzer-Auszeichnung sind sehr hoch und begehrt. Die Philatelie hat sich nicht «Lumpen» lassen und das gleichen Fahrwasser ge-wählt. So stellt die Auswahl «Literatur & Seefahrt» eine äusserst beeindruckende und gelungene Kombination dar, man könnte sogar von „kleinen Kunstwerken“ sprechen!

HOMER & ODYSSEUS
Der griechische Dichter Homer lebte im achten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Er schrieb die Epen ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘. Die ‚Odyssee‘ beschreibt die zehnjährige Irrfahrt und Heimkehr des Odysseus nach dem Fall von Troja.
Auf der Marke rechts sehen wir Odysseus, der sich selbst an den Mast hat binden lassen um den betörenden Gesang der Sirenen zu hören, ihren Verlockungen aber nicht zu verfallen.
Seiner Mannschaft wurden die Ohren mit Wachs verstopft. So konnten sie die Sirenen sicher passieren.
Sirenen waren in der griechischen Mythologie Vögel mit Frauenköpfen (Marke links oben), die mit ihrem be-zaubernden Gesang vorübersegelnde Seeleute auf die Insel lockten, um sie dann dort zu töten (oben hat man die Sirenen anschaulicher gestaltet). Auf der oberen Marke links erschiesst Odysseus alle Freier seiner ihm treu gebliebenen Penelope.
VICTOR HUGO & GUERNSEY INSELN
Der französische Schriftsteller Victor Hugo lebte von 1802 bis 1885. Er war ein erbitterter Gegner von Napoleon III. und musste daher von 1851 bis 1870 in der Verbannung auf der Insel Guernsey leben. Hugo schrieb Gedichte, Dramen und
Romane, unter de-nen ‚Notre Dame de Paris‘ (Der Glöckner von Notre Dame), ‚Les Miserables‘ (Die Elenden) und ‚Les Travailleurs de la Mer‘ (Die Arbeiter des Meeres) am bekanntesten sind.
Bei den Arbeitern des Meeres leistet Gilliatt eine unglaubliche
Aufgabe bei der Bergung einer Dampfmaschine, kämpft gegen Sturm und den Kraken und scheitert dennoch an der Sprach-losigkeit, Deruchette seine Liebe zu erklären. Während sie mit einem anderen auf dem Schiff am Horizont davonsegelt, lässt Gilliatt sich von der Flut, dem Meer überspülen.
JULES VERNE & DIE NAUTILUS
Der französische Schriftsteller Jules Verne lebte von 1828 bis 1905. Er ist Begründer des uto-pisch-technischen Abenteuer Romans. Viele seiner phantas-tischen Schilderungen wurden später wahr. Rechts Jules Verne mit seinem U-Boot „Nautilus“, dass von einem Riesenkraken angegriffen wird.
Eines seiner bekanntesten Werke, ‚20000 Meilen unter dem Meer‘ sehen wir auf der linken Marke oben. Rechts oben, das Uboot ‚Nautilus‘ wo Kapitän Nemo die Unterwasserwelt beo-bachtet. Der Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ wurde schon mehrfach verfilmt.
ROBERT LOUIS STEVENSON - DIE SCHATZINSEL

Der englische Erzähler Robert Louis Stevenson lebte von 1850 bis 1894. Er schrieb verschiedene schottische Abenteuer Romane, Südsee-Erzäh-lungen und auch kritische Schriften. Weltruhm er-langte er durch seinen Roman ‚Treasure Island‘, die Schatz-insel. Auf den nebenstehenden Marken sind die beiden
Hauptfiguren dieses Romans zu sehen. Der als Koch getarnter, ein-beiniger Pirat Long John Silver mit seinem Papa-gei und der Schiffsjunge Jack Hawkins. Im Hin-tergrund der Schoner ‚Hispaniola‘.
Diese Marken gehören zu einem Satz von vier Marken über die Schatzinsel, British Virgin Island. Die Marshall Inseln haben einen Block mit neun Marken über die Pazifikreisen von Stevenson herausgegeben.

DANIEL DEFOE & ROBINSON CRUSOE
Der englische Schriftsteller Daniel Defoe lebte von 1660 bis
1731. Er war Import-Kaufmann und deswegen viel unterwegs. Immer mal wieder „nagte er am Hungertuch“.
Als er 1719 seinen ‚Robinson Crusoe‘ schrieb war er bereits 60 Jahre alt. 1724 erschien in London sein Werk ‚A General History of the Robberies and Murders of the most notorious Pyrates and also their …..‚ von Captain Charles Johnson, dies war sein Pseudonym. Das Buch wurde zum Standardwerk über die Piraterie. Der Erfolg war so groß, daß Defoe 1728 einen Nachfolgeband herausgab.
Ausserdem verfasste er noch verschiedenen andere Schriften über das Piratenwesen. Eine davon über den Piraten John Rackam mit Mary Read und Anne Bonny, welche auf den Marken abgebildet sind.
TEODOR JOSEF CONRAD & LORD JIM
Josef Conrad, genau Teodor Josef Conrad Nalecz Korzeniowski lebte von 1857 bis 1924. Mit 17 Jahren geht der Pole in Marseille an Bord einer Bark, erst als Passagier, dann als Schiffsjunge. 1886 bekommt er das Kapitänspatent. Schon
als Seeoffizier beginnt er zu schreiben und lebt seit 1894 nur als Schriftsteller, allerdings in materieller Not. Er ist einer der bedeu-tendsten Seefahrtsliteraten. Neben vielen Erzählungen sind folgende Werke zu nennen: Lord Jim, Sieg, Die Schattenlinie, Almayers Wahn, Der Verdammte der Inseln, Der Freibeuter, Die Rettung, …… etc.
JAMES FENIMORE COOPER’s SEEGESCHICHTEN
Der amerikanische Schriftsteller James Fenimore Cooper lebte
von 1789 bis 1851. Er war sechs Jahre
Seeoffizier. Er ver-fasste historische Romane, Seege-schichten und viele Indianererzählun-gen. Allen bekannt sind ‚Lederstrumpf‘, ‚Der letzte Mohikaner‘, ‚Die Prärie‘ und ‚Der Pfadfinder‘.
ERNEST HEMINGWAY “DER ALTE MANN & DAS MEER
Der Amerikaner Ernest Hemmingway lebte von 1899 – 1961.
Er arbeitete im Sanitätsdienst, dann bei der Infanterie und wurde schwer verwundet. Später war er Reporter und Aus-landskorrespondent an verschiedenen Kriegsfronten. Er schrieb Romane, Novellen und Kurzgeschichten.
1954 erhielt er den Nobelpreis. Seine bekanntesten Werke sind ‚Wem die Stunde schlägt‘, ‚Inseln im Strom‘, ‚Fiesta‘ und ‚Der alte Mann und das Meer‘. Für diese Novelle bekam er 1953 den Pulitzerpreis. Der Inhalt dieser Erzählung wird auch auf den Marken angedeutet: ein alter Mann in einem kleinen Fischerboot kämpft mit einem riesigen Fisch, besiegt ihn aber verliert ihn auch wieder an die Haie.
DREI DEUTSCHE SEEFAHRER & SCHRIFTSTELLER
1.) Hans Leip (Pseudonym: Li-Shan Pe, 1893 – 1983) war
ein deutscher Schriftsteller. Sein Werk besteht aus Roma-nen, Erzählungen, Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen und Filmdrehbüchern. Vorherrschende Themen sind das Meer und die Seefahrt. Unter den vielen Büchern sind hier nur genannt „Jan Himp und die kleine Brise“, das „Bordbuch des Satans“ und „Am Rande der See“. Die Illustration auf der Marke bezieht sich auf sein Gedicht „Die Brücke Tuledu“, auf der die „leichten Mäd-chen“ zu finden sind.

2. Joachim Ringelnatz (1883 – 1934, eigentlich Hans Gustav Bötticher) war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist
und Maler. Er fuhr zur See, war bei der Marine und veröffentlichte unter verschiedenen Pseudo-nymen in der satirischen Zeitschrift Simplicissimus Gedichte. Lyrik, Prosa, Dramatik und Kinder-bücher umfassen sein Werk. Vor allem ist er für seine humo-ristischen Gedichte um den Seemann Kuttel Daddeldu bekannt.

3. Felix Graf von Luckner (1881 – 1966) war Seeoffizier, 
Kaperfahrer, Schriftsteller und ein Botschafter der „Völkerver-ständigung“ auf vielen Vortragsreisen weltweit. Im 1. Welt-krieg 1916 wurde er Kommandant des Hilfskreuzers „See Adler“, einem Segelschiff. Über diese wagemutige und später berühmte Fahrt verfasste er das Buch ‚Seeteufels Weltfahrt‘

Blue Whale’s drei Supplements als Bonmots!

MARK TWAIN & HUCKLEBERRY FINN
Der Amerikaner Samuel Langhorn Clemens lebte von 1835 bis
1910. Seit 1861 nennt er sich selber nur noch Mark Twain. Er war Jour-nalist, Reporter, Sozial-kritiker, Moralist, Silber-gräber, Reiseschriftstel-ler und Lotse.
Er hat das Lotsen-patent auf dem Mississippi erwor-ben und fuhr vier Jahre zwischen New Orleans und St. Louis. Daher kommt auch sein Name.
Wenn beim Loten der Wassertiefe der Decksmann ‚mark twain‚ ausrief (2. Mar-
kierung), dann war immer noch ausreichend Wasser unter dem Kiel. Neben den Kinderbüchern über ‚Tom Sawyer und Huckleberry Finn‘ ist sein ‚Leben auf dem Mississippi‘ als Seefahrtsliteratur zu nennen
HANS CHRISTIAN ANDERSEN & DIE KLINE MEERJUNGFRAU
Hans Christian Andersen (1805 – 1875) ist der bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Berühmt wurde er durch seine zahlreichen Märchen. Seine „kleine Meerjungfrau“ (dänisch Den lille Havfrue) ist ein Kunstmärchen das auf der Sage der Undine basiert.
Die Meerjungfrau rettet den Prinzen, als sein Schiff untergeht. Aber dann nach diversen Verwicklungen endet die große un-erfüllte Liebe der kleinen Meerjungfrau in eine unsterbliche Schaum-Seele umso an dem Glück der Menschen teilzuhaben. Marke rechts: Die kleine Meerjungfrau an der Uferpromenade Langelinie in Kopenhagen.
GORCH FOCK alias JOHANN KINAU
Bild unten: Ewer der Finkenwerder Fischer
Gorch Fock, der eigentlich Johann Kinau hieß wurde 1880 in Hamburg Finken-werder geboren. Er wollte wie sein Vater Fischer wer-den. Weil er zu schmächtig war, beschritt er die Lauf-bahn als Kaufmannsgehilfe und Buchhalter. Früh be-gann er Geschichten und Theaterstücke zu schreiben, fast alle in Niederdeutscher Sprache. 1912 erschien sein Roman ‚See-fahrt ist Not‘ der zu einem Standardwerk der Seefahrtslitera-tur wurde. In dem Roman wird das Le-ben der Nordsee-fischer von Finken-werder heldenhaft, bodenständig und mythisch beschrie-ben. Dann schien sein Seefahrtstraum in Erfüllung zu gehen. Während des ersten Weltkrieges wurde er 1916 zur Marine einberufen. Zwei Monate später starb er in der Schlacht am Skagerrak. Bei der Deutschen Marine wurden bisher zwei Segelschul-schiffe und ein Vorpostenboot nach ihm benannt.

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Extremwetter

(publ. 16.04.2025)

IN DER WETTERKÜCHE BRODELT ES BEREITS
Über Ostern zieht es in der Schweiz besonders viele Leute in den Süden. Der Grund: Während sich der Frühling bei uns noch recht wechselhaft gibt, liegen normalerweise bereits erste Sonnentage mit deutlich über 20 Grad drin. Dieses Jahr sieht das aber ganz anders aus.
Warum es im Süden zu massiven Niederschlägen kommt? Die Südströmung ist schuld:
Grund dafür ist ein weit nach Süden reichender Trog über Westeuropa und ein Hoch in der Schwarz-meerregion. Diese zwei Grosswetterlagen besche-ren dem Alpenraum eine Süd-Strömung, welche wiederum den Feuchtigkeitsstau auf der Alpensüdseite auslöst.

Südostalpen und Norditalien besonders betroffen
Ein Schwerpunkt der Niederschläge liegt entlang nordwestlich einer Linie von Mailand bis Turin. „Hier fallen auf jeden Fall über 200 Liter pro Quadratmeter“.

Bund verhängt höchste Warnstufe
Für diese Regionen der Schweiz werden wegen der starken Nieder-schläge gar Warnstufe 5 (höchste) ausgesprochen: Der Bund warnt vor «extremem Anstieg der Wasserpegel von Flüssen und Seen und Überschwemmungen».
Und was sagen die Modelle zum Wetter über Ostern? «Für genaue Prognosen ist es noch zu früh», schreibt der Wetterdienst. Aktuell sieht es aber danach aus, als würde der Karfreitag eine kurze Ver-schnaufpause bringen. Danach dürfte sich aber laut diversen Modellen erneut eine Südstaulage entwickeln, welche noch mehr Regen in die gleichen Regionen bringen könnte. Das sind Aus-maße, die katastrophale Folgen haben können!
Auf der Apenninen-Westseite schütteln Winde von Orkanstärke die Olivenbäume kräftig durch.

Blue Whale’s Einschätzung
Das Wetter bedroht uns jedes Jahr bei der Hinreise in den Süden.
Vor 2 Jahren waren es starke Schnee-fälle, danach ein unbeständiges Jahr, aber noch nicht bedrohlich. Und Heuer? Hochwasser, Warnungen und Starkwinde! Zum Glück nicht östlich der Apenninen-Kette, wodurch der Fährbetrieb stark beeinträchtigt gewesen wäre.
Die Anek-Line verträgt nur Windstärke „Ouzo“!
Blue Whale’s Abschiedstörn scheint nichts auszulassen zu wollen. Wir können nur hoffen, dass diese Pechsträhnte bald zu ende ist.
BW meint: «Da hilft nur abtauchen!».

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Wellenberge im Pazifik

(publ. 28.03.2025)

RIESENWELLEN BEDROHEN PAZIFIK-KÜSTE
Kurz nach der Jahrestagfeier des Thailandtsunamis (26.12.2011) sorgten ungewöhnlich hohe Wellen an der südamerikanischen Westküste für Probleme und Schäden. In Peru und Chile wurden zahlreiche Häfen gesperrt. Anwohner flohen vor den bis zu vier Meter hohen Wellen in höher gelegene Regionen. (Klick auf’s Bild aktiviert das Video).

Der Bericht
Gewaltige Wellen an der Pazifikküste haben die peruanischen Be-hörden veranlasst 91 der 121 Häfen des Landes bis zum 1. Jan. zu schliessen.
Im Zentrum und im Norden der Küste wurden zudem viele Strände gesperrt. In einigen Teilen Perus wurden Anlegestellen und öffent-liche Plätze überflutet, sodass die Bewohner sich in höher gelege-nen Gebieten in Sicherheit bringen mussten. Auf einem Video aus Lobitos (Link) im Norden des Landes ist zu sehen, wie Menschen auf einer Anlegestelle in Richtung Ufer hasten, während riesige Wellen gegen die Mauern peitschten. Nach Behördenangaben wurden zahlreiche Fischerboote zerstört.
„Die Wellen sind anders als die anderen“
Der Zivilschutzbeauftragte der Gemeinde Callao, Larry Linch, sagte: „Wir erleben unnormale Wellen.“ Auch der Bürgermeister des Bezirks La Cruz, Roberto Carlo Carrillo Zavala, sprach von einem großen Problem. Die Wellen seien „anders als die anderen“. Nach Angaben der peruanischen Marine werden sie in tausenden Kilometern Entfernung an der US-Küste durch Winde an der Meeresoberfläche erzeugt. In Peru erreichten die Wellen eine Höhe von bis zu vier Metern.
Auch Chile und Ecuador sind betroffen
Auch in Ecuador trafen mehr als zwei Meter hohe Wellen auf Land, dort wurden ebenfalls zahlreiche Häfen geschlossen. Laut der Katastrophenschutzbehörde wurde in der Küstenstadt Manta eine tote Person geborgen.
An der chilenischen Küste in Vina del Mar wurden ebenfalls Wellen gesichtet. Die Behörden gaben auch dort Unwetterwarnungen heraus.
Erste Einschätzung der Behörden
Nach Angaben der peruanischen Marine werden die Wellen vor der US-Küste durch Winde an der Meeresoberfläche erzeugt. Das Wetterphänomen sei bekannt jedoch fehle es an geeigneten Mitteln für eine Vorwarnung von anomalem Seegang?!

Blue Whale’s Kommentar
Die Einschätzung der südameri-kanischen Behörden versetzte Blue Whale in Erstaunen und entlockte ihr ein schmunzeln.
«Winde resp. Luftbewegungen treffen in der Regel die See doch meist an der Oberfläche und erzeugen Wellen! Anomalen Seegang gibt es nicht, aber anomale Luftströmungen welche Naturphänomene auslösen können» moniert sie.
BW’s versuch einer Analyse:
«Grössere Wahlschulen schwimmen der südamerikanischen Küste entlang, um ihren Nachwuchs im Golf von Kalifornien zu gebären. Im Südpolarmeer hatten sie sich an Giftstoff belasteten Krill gelabt (d. Red. vollgefressen) und werden von Blähungen heimgesucht. Sie Pupsen unkontrolliert und es ist nicht ausgeschlossen, dass der Überdruck der Gastrointestinaltrakte meherer Tiere gleichzeitigen den Weg ins Freie findet. Resultat: Die übermäßigen, synchronen Herden-Flatulenzen führen zu anormalem Wellengang.»
Potz Tuusig! Ich muss BW für ihren Scharfsinn gratulieren!
Eine einleuchtende Wal-These. Nennen Matrosen dies nicht «Analen Wellengang»? Oder war das etwa die Heckwelle?
Na ja, spielt keine Rolle. Des Rätsels scharfsinnige Lösung scheint in nichts der Südamerikanischen nachzustehen.

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Warum ist ein Schiff eine SIE?

NOMEN est OMEN
Eine ketzerische Frage, die in der aktuellen Genderdebatte sprich-wörtlich abgesoffen ist. Weil es nicht um männliche Namensge-bung geht brauchte die maritime Zunft nicht zu kontern, denn ihre Traditionen sind unantastbar und werden verteidigt. Die Taufe von Schiffen wird schon seit Jahrhunderten vor Christus praktiziert.
Das Sprichwort im Untertitel nimmt Bezug auf den Namen, sie ist mehr als nur ein Name. Sie weist auf die Vorsehung oder ein Omen für das getaufte Schiff hin. Natürlich im positiven Sinn. Meist wurden weibliche Namen verwen-det, aber auch geografische und astronomische Begriffe, Personen, Fabelwesen und auch Tiere fanden später Einzug. Interessant ist, dass alle Namen für Schiffe mit dem Artikel „die“ geführt werden, also weiblich sind.
So ist geklärt, dass Blue Whale eine „Sie“ ist und ihr Omen sich auf etwas Grosses resp. Gigantisches stützt, ein Synonym von Stärke. Meine Blue Whale wird sich über diese erbauenden Worte mächtig freuen und mir die nächsten Missverständnisse an Bord mit einem Schmunzeln vergeben, so hoffe ich jedenfalls.
Seefahrer sind ein abergläubi-sches Völkchen und so ist es unpopulär den Namen seiner Jacht zu wechseln oder den der Freundin oder Frau zu verwen-den. Falls das Schiff eine Havarie erleidet oder sinkt, geht mit ihr nur der Name aber nicht die Beziehung unter. Gott behüte, wenn es ein Mann ist, dies würde der Partner-(in) Unglück bringen.
Der Lock Down in Corona Zeiten treibt ungewöhnliche Triebe. So habe ich während des Surfens im Web zufällig, einen in gewohnt humorvollem Englisch abgefassten Text gefunden, der sich mit der weiblichen Namensgebung der Schiffe auseinandersetzt. Der Text hängt in einem typisch urchigen Pub im südenglischen Falmouth, „The Chain Locker“. Dieses überaus zutreffende Gedicht möchte ich euch nicht vorenthalten und habe noch (m)eine freie deutsche Übersetzung hinzugefügt.
Des engl. Seemanns Wohnzimmer, stimmungsvoll & gemütlich

Nebenbei bemerkt;
„Ist dir schon mal aufgefallen, warum grosse Schiffe immer Frauennamen tragen?“ „Das kommt daher, dass sie so schwer zu steuern sind.“


Das Gedicht in Englisch
Why a ship is called a “SHE”?
A
ship is called a she, because there is always a great deal of huzzle around her;
There is usually a gang of man about and she has waist and stays;
It takes a lot of paint to keep her good looking
and
it is not the initial expense that breaks you, it is the upkeep;
She can be all decked out and it takes an experienced man to handle her correctly;
Without a man on the helmet she is absolutely uncontrollable;
She shows her topside, hides her bottom
and
when coming into post, always heads for the buoys.
Die Deutsche Übersetzung

Warum ist ein Schiff eine “SIE”?
weil um sie immer eine grosse Aufregung herrscht
weil sie meist von Männerbanden umschwärmt wird
weil ihre Taille und Kurven keusch und rank sind
weil sie mit Farbe gut aussieht
weil dich nicht die Beschaffungs- sondern die Unterhaltskosten ruinieren
weil sie voll ausstaffiert immer noch einen erfahrenen Matrosen braucht
weil sie ohne Mann am Ruder völlig unkontrollierbar ist
weil sie nur ihre Aufbauten zeigt aber ihren Rumpf verbirgt
und weil sie beim Anlegen immer die Boys (Bojen) ansteuert.

Ich hoffe das „Gedicht“ hat auch deine Fantasie angeregt. Wenn nicht, versuche die beschriebene Eigenschaften gedanklich auf dein Schiffchen zu übertragen und du wirst erkennen, wie der Text seine tiefsinnige Bedeutung offenbart. Ich habe sogar Blue Whale mit der Anker-kette rascheln hören, aber das waren wohl die Spätfolgen des Lock Downs.

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Medicane

ES BRODELT IN DER WETTERKÜCHE

Im September 2020 habe ich nicht schlecht gestaunt, als die Schlagzeilen von einem Medicane im Mittelmeer berichteten.Ich will ehrlich sein, nachdem ich die Schlagzeilen verdaut habe, hat mich die Bezeichnung „Medicane“ etwas irritiert, denn ich wusste nicht wo ich den Begriff einstufen sollte. Als ich aber die verheerenden Bilder sah und die zugehörigen Berichte las, ging mir das berüchtigte Licht auf! Den Betroffenen im südionischen Griechenland hingegen gingen die Lichter sprichwörtlich aus!
Nach den Aufsätzen über den Meltemi und die Isobaren ist dieser Bericht nur eine logische Ergänzung der vorgängigen Themen.
Was war geschehen? Ein kleiner Rückblick mit recherchierten Fakten der Geschehnisse soll helfen dieses Phänomen einzuordnen und die Wassersportfreunde im Mittelmeer aufzurütteln. Nur zu leicht geraten Tragödien dieser Art in Vergessenheit und könnten nebst materiellem Schaden fürs Schiff auch grosses Leid für die Crew bedeuten.
Wie sich meteorologisch ein Medicane entwickelt kann auf dem nachstehenden <Videolink des SRF> beobachtet werden! Wichtiger Hinweis; Erst Video starten, dann Wiederholungstaste links unten drücken.
In den folgenden 4 Spoilern werden die Merkmale eines Medicane aufgearbeitet;

1.) WAS oder WER ist ein Medicane
Immer wenn die Wissenschaft oder Gelehrten ein neues Wort kreieren versucht der interessierte Leser, eine logische Erklä-rung zu finden. In diesem Fall wird es einem nicht schwer gemacht, denn der Medicane hat nichts mit Medizin zu tun sondern soll einen kleinen Hurrikan im Mittelmeer bezeichnen.
Bild unten; Die Wettersituation am 19.09.2020 über Europa!
Der Begriff „Medicane“ entstand aus einer Wort-schöpfung aus „medi-terran“ und dem engli-schen Wort „Hurricane“. Der Begriff kam schon in den 1980-er Jahren auf, als in den Herbstmonaten über dem Mittelmeer orkanartige Wolkenstrukturen auf Satellitenbildern beobachtet wurden. Ob dies frühe Anzeichen der globalen Erderwärmung und deren Folgen geschuldet waren, ist bei den Meteorologen weiterhin umstritten.
Eines aber ist gewiss, mit zunehmenden Wassertemperaturen hat ihre Stärke und Häufigkeit zugenommen. Kleinere Tornados oder Wasserhosen haben sich mittlerweile im „Mare Nostrum“ etabliert und sorgen für wenig Spektakel. Welche Mixtur die Wetterküche benötigt um solche Monster wie das Medicane zu kreieren wird im nächsten Spoiler beschrieben.
2.) Rezeptur & Auslöser eines Medicane
Medicanes, außertropische Wirbelstürme, entstehen meist nur dann, wenn in der herbstlichen Wetterküche nachstehende Zutaten bereitgestellt werden;
                         Schematische Grafik unten nach Jan Bindseil
1. Ein Kaltluft-ausbruch (Strö-mung) aus den gemäßigten Brei-ten in Richtung Äquator.
2. Ein stationäres Tief in den höhe-ren Luftschichten.
3. Eine warme Meeresoberfläche mit min. 26°C
4. Ruhige Wetterlage, so dass kondensierenden Luftmassen aufsteigen und einen Wolkenwirbel bilden können.
Nachdem mit ca. 200 km Aussendurchmesser und den Gewit-tertürmen nun alle Voraussetzungen für einen Medicane ge-schaffen sind, fehlt es an der benötigten Wasseroberfläche. Im Mittelmeer begrenzen die Landmassen die Entfaltung der Corioliskraft welche dann zu schwach ist, um die aufsteigen-den warmen Luftmassen mit dem nötigen Drehimpuls zu ver-sorgen. In der Regel zerfällt diese Konstellation bereits nach wenigen Stunden und endet als gewöhnliches Gewitter. Ein Medicane kann so nicht selbständig entstehen und braucht eine Starthilfe von aussen!
An der Vor-derseite be-sorgt dies heiße Luft aus der Sahara, die von einem Schirokko nordwärts getrieben wird. An der Rückseite wird der Wirbel von atlantischer Kaltluft (Mistral / Bora) ge-puscht, die ins westliche Mittelmeer strömt. Da Medicanes selten einen Durchmesser von mehr als 200 km erreichen und ihre Wärmezufuhr zu gering ist, fehlte es ihnen zudem an kinetischer Energie. Ein Medicane konnte sich daher (bisher!) nicht aus eigener Kraft erhalten oder gar verstärken! Bei einem Hurricane erreicht der Wind seine größte Stärke um das windstille Zentrum, bei einem Medicane entlang der Spiralarme seiner Fronten, vor allem bei deren Okklusion.
Nach der Okklusion beginnt der Motor meist zu stottern, das System zerfällt oft schon Stunden nachdem es sich gebildet hat. Bei „Udine resp. Ianos“ hingegen schien es, als würde der Wind immer enger um das Auge kreisen. Bewirkt haben könnte dies die Wassertempe-ratur im Ionischen Meer. Noch im September war sie so hoch, dass manche Prognosemodelle die Bildung eines tropischen Wirbelsturms im Mittelmeer nicht mehr ausschließen konnten. Deshalb könnte „Ianos“ der erste Medicane gewesen sein, der sich selbst über längere Zeit erhalten konnte.Sollte die Klima-erwärmung weiter so fortschreiten, wird er nicht der letzte gewesen sein.

September und Oktober gelten als gefährlichste Monate. Medicanes drehen sich, wie jedes andere Tiefdruckgebiet auf der Nordhalbkugel auch, gegen den Uhrzeigersinn. Sie errei-chen maximal die Windgeschwindigkeiten eines Klasse-Eins-Hurricanes.
Auch bei Medicanes gibt es eine Klassifizierung:
♣ Mediterranean Tropical Depression: Windgeschwindigkeiten unter 63 km/h
♣ Mediterranean Tropical Storm: Windgeschwindigkeiten von 64 bis 111 km/h
♣ Mediterranean Hurricane: Windgeschwindigkeiten ab 112 km/h (Ianos)
Bild unten: Windgrafik Medicane 17.09.20
Ebenso ge-fährlich wie der Wind sind die gro-ßen Regen-mengen, die sie mit sich führen. Die Zugrichtung von Medicanes wird von der Westwinddrift be-stimmt. Deshalb ziehen sie in östlicher Richtung und nicht wie ihre Verwandtschaft westwärts über die Ozeane.
Seit Beginn der Aufzeichnungen wurden an die zwanzig Medi-canes dokumentiert. Ähnlich wie bei Hurrikans, gab es auch Jahre in denen sie vermehrt auftraten und solche die völlig frei von diesen außertropischen Wirbelstürmen waren.

3.) Drehbuch des Medicane IANOS
Donnerstag 16.09.2020 UTC 08:00 (Bild lin. mit Klick öffnen) Südlich von Italien formt sich im Laufe des Mor-gens über dem warmen Mittelmeer ein subtro-pisches Sturmtief. Als sich im Sturmzentrum ein Auge ausbildet wird er zu einem außertropi-schen Wirbelsturm hoch-gestuft. Nun ist er ein Medicane mit knapp über 300 km Aussendurchmesser und heißt Udine. Er bewegt sich auf die südlichen Ionischen Inseln resp. den Peloponnes zu. Wer noch nicht nach Norden geflüchtet ist versucht eine sichere Bucht oder Anlegestelle zu erreichen.
Donnerstag 16.09.2020 UTC 14:00
Medicane-Alarm in Griechenland!
Die Griechen taufen den Wirbelsturm in „Ianos“ um. Schipper, die der Alarm erreicht, versuchen nach Norden zu entkommen. Alle anderen rüsten sich fürs Unwetter und suchen verzweifelt nach einem geeig-neten Unterschlupf.
Donnerstag 16.09.2020 UTC 18:00
Schon im Laufe des Tages setzen heftige Regenfälle ein. In der Nacht zum Freitag errei-cht der Sturm dann die Küste. Die Windspitzen erreichen bis zu 140 km/h. Die Regenmengen können, besonders auf den Inseln, bis zu 300 Liter pro Quadratmeter erreichen. Es ist mit Überschwem-mungen und Erdrutschen zu rechnen.
Donnerstag 16.09.2020 UTC 22:00
In den Fischerhäfen und Ankerbuchten ist die Hölle ausge-brochen. Die Skipper kämpfen mit Crew und Maus um die Jachten zu sichern, ja vereinzelt sogar ums Überleben.
Freitag 17.09.2020 UTC 02:00
Die Böen erreichen Windstärke 10 – 11. Langsam drehen die Winde von SE nach E. An Land werden verehrende Schäden gemeldet. Die Stromversorgung fällt vielerorts aus.
Freitag 17.09.2020 UTC 06:00
Der Wind dreht weiter nach NE und schwächt sich etwas ab.
Freitag 17.09.2020 UTC 10:00
Der Sturm wütet den ganzen Morgen weiter. Wer nicht schon vorher in Panik geriet, der hat nun auch keine Kraft mehr dazu. Etliche Jachten sinken und stranden.
Der beiliegende <Video-Link> zeigt Eindrücke aus Kefalonia!
Freitag 17.09.2020 UTC 14:00
Der Medicane schwächt sich zu einem mächtigen Sturmtief ab und zieht an der Küste des Peloponnes langsam in Richtung Libyen ab.
Freitag 16.09.2020 UTC 18:00
Wegen der drehenden Win-de kämpfen im südionischen Meer die Jachten mit dem chaotisch hohe Seegang. In den sonst so sicheren Buch-ten versuchen die Jachten den mörderischen Wellen zu ent-kommen.
Samstag 17.09.2020 UTC 04:00
Der Spuk ist vorbei, die hellenische Küstenwache gibt Ent-warnung. Alle, Anwohner und Schiffseigner sind um ein nicht zu beneidendes Abenteuer reicher geworden. 
4.) UDINE oder IANOS
Zwei Segler sitzen beim Sundowner in Gedanken versunken bis der eine Fragt: „Kannst du dich noch an Erika erinnern?“ Der andere verdreht die Augen und bemerkt: „Meinst du die, die so stürmisch geblasen hat?“.
Wäre nicht die Namensgebung von Tiefdruck- und Hoch-druckfronten alltäg-liche Routine müsste man auf unsittliche Gedanken kommen. Das Taufen von Wetterfronten ist weltweit zur Tradition ge-worden und funktioniert Länder- und Kontinent übergreifend. Auch dieser Zyklon wurde getauft, ungewöhnlich ist nur, sie oder er hatte sogar zwei Namen!
In der Namensgebung wird auf die alphabetische Reihenfolge beider Frontarten geachtet. Wer geglaubt hat, dass die Gen-derwächter schlafen, der hat sich geirrt! Weibliche und Männ-lichen Namen unterliegen einem jährlichen Turnus. In geraden Jahren hören Hochdruckgebiete auf männliche und Tiefdruck-gebiete auf weibliche Namen. In ungeraden Jahren ist es um-gekehrt. In unserem Fall ist mir aufgefallen, dass sich die Italiener wohl geirrt ha-ben, denn es war ein männ-liches Orkantief und hätte einen würdigen Namen ver-dient, wie peinlich. Die Griechen haben dies bemerkt und hielten es für erforderlich den Irrtum zu korrigieren. So ist aus der Udine der Ianos geworden, was heute im Trend liegt.
Wenigen Wetterphänomenen kann ein Sinn der Namensge-bung nachgesagt oder abgerungen werden, aber auch diesbe-züglich bin ich fündig geworden.
Warum sich die Italiener für den Namen „Udine“ entschieden haben, wird ihr Geheimnis bleiben, denn Udine, selten auch Undene, französisch OndineWassergeist“, „Nixe“) ist ein weiblicher, jungfräulicher Wassergeist (s. Bild links). Sie gehört zu den sogenannten halbgöttlichen Elementargeistern. Also ein Name, der meinem Erachten nach, bei der „jungfräu-lichen“ Entstehung des Sturmtiefs gut gepasst hat. Eine äusserst scharfsinnige Beobachtung der Italiener.
Die Griechen wollten den Italienern in keiner Weise nachstehen und suchten nach einem tiefsinnigen Namen. In der Namens-gebung verbirgt sich ver-mutlich die Mentalität der Hellenen, die schon immer den Hang zur Dramaturgie und Mythologie hatten. Mit „Ianos“, auch „Ianus“ geschrieben, haben sie sprichwörtlich „den Nagel auf den Kopf“ getroffen. Janus ist in der ursprüng-lichen römischen Mythologie beheimatet und weist mit dem Namen Janus (lateinisch Ianus) auf die römische „Gottheit des Anfangs und des Endes“ hin. Er gehört zu den ältesten römi-schen Göttern (Bild s. oben)

Nicht jede Frage gibt eine Antwort her;
Warum wurde dieser Name gewählt? Hat es etwa damit zu tun, dass der Medicane von Italien kam? Wohl kaum. Eines aber ist gewiss, „Ianos“, der außertropische Wirbelsturm, hat für viele Wassersportfreunde und nicht zu vergessen für Land-bewohner „den Anfang vom Ende“ symbolisiert! Wahrlich, wie in der antiken römischen Bestimmung der Gottheit.

Blue Whales Schlusswort
Blue Whale hatte in Bari zum Glück ca. 450 km Abstand zum Zentrum des Wirbelsturmes. Auch hier machte den Menschen heftige Windböen zu schaffen. Blue Whales Abdeckplane wurde in Mitleidenschaft gezogen und so kann man erahnen, welche Kräfte in unmittelbarer Nähe gewirkt haben müssen.
Ältere Griechen versicherten, dass es solche schweren Stürme in dieser Regelmäßigkeit früher nicht gegeben habe. „Ich stand bis zu den Hüften im Wasser“, sagte eine 86-Jährige am Samstag dem örtlichen Fernsehsender in einem stark betroffenen Dörfchen. „Wir hatten auch früher mal Stürme, aber nie so gewaltig.“
Uns Skippern könnte trotz regelmässiger Wetterbeobachtung ein solches saisonales Unwetter ereilen, denn mit der Geschwindigkeit wie sich diese Ungeheuer entwickeln und herumziehen ist atemberaubend und kein Kraut gwachsen.

Blue Whale und ich bleiben den Lesern einen „guten Ratschlag“ schuldig. Wir sind beide froh, diesem Drama dank „Corona“ entkommen und nicht ausgesetzt gewesen zu sein.

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