Pegelalarm Bodensee

(publ. 14.06.2026)

BODENSEE (bald) ein BODEN ohne SEE?
Das Kunstwerk „El Nino“ des Bildhauers Ubbo Enninga steht an der Radolfzeller Hafenmole normalerweise im Wasser. El Nino wird von vielen Einheimischen und Besuchern auch zur Optischen Wasserspiegel Anzeige genutzt, denn je nach Wasserstand, sieht man mal mehr und mal weniger von der Statue.
Kaum haben wir unser Heim Revier am Bodensee bezogen, häufen sich schon die negati-ven Schlagzeilen über besorg-niserregende Wasserstände. Schon öfters der vergangenen Jahren schmückten Pegel Nachrichten die Headlines. Dieses Mal aber steht «El-Nino» troc-kenen Fusses am Ufer. Besser so, denn Wassertemperaturen von über 23°C (zuz. Rekordniveau) würden ihm im Sommer «harte Eier» bescheren. Die bis zur Unkenntlichkeit abgetauten Alpen Gletscher, nur noch Rinnsale und keine Zuflüsse mehr, prophezeien Ungemach. Obschon Zur Zeit der Pegel verharrt, resp leicht steigt stellt sich die Frage: Wann erfolgt der PEGELALARM?
Bild Erklärung: >>
Beschönigte, als Durch-schnittswert ausgewiesene Wasserbilanz der letzten 20 Jahre führen zu Irrglau-ben, alles sei im Lot. Gefehlt, denn die inten-siven Niederschläge der letzten Jahrtausendwende verfälschen die Statistik. Auch beruht die Verdunstung auf eher tiefere Durchschnittstemperaturen. Diesen Mai registrierten wir Temperaturen um 30°C.
Global liegt das aktuelle Klimamittel bereits über 1,3 °C, in der Schweiz sogar 3,0 °C über dem vorindustriellen Durchschnitt der Jahre 1871-1900.
Blue Whale rät: «Lass uns den Kiel vorsorglich um min. 50cm stutzen, sonst stecken wir in Kressbronn fest!» Ich beschwichtige sie: «Wir wollen nicht den Teufel an die Wand malen und werden noch vor der trockenen Sommerzeit nach Romanshorn übersetzten. Den Göttern haben wir den Obolus zeitig gespendet!

Der nachfolgender Spoiler-Rückblick soll die Vorkommnisse der letzten Dürre am Bodensee des Jahres 2025 in Erinnerung rufen:

BODENSEEDRAMA SPITZTE SICH SCHON 2025 ZU
Bodenseeschifffahrtsbetriebe befördern Passagiere nur noch, wenn sie Eimer mit Wasser mitbringen
Lindau (dpo) 11.04.2025
Aufgrund des Niedrigwassers im Bodensee greifen die dort ansässigen Schifffahrtsbetriebe seit dieser Woche zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Nur Fahrgäste, die mindestens einen Eimer Wasser von zu Hause mitbringen, werden noch befördert.Auch das noch! Durstige Kuh säuft Bodensee leer
Radolfzell (dpo) 08.05.2025
Drama um den schwer von Niedrigwasser gebeutelten Bodensee! Eine durstige Kuh hat heute bei Radolfzell den ehemals größten See Deutschlands leergetrunken. Die An-wohner stehen vor dem Zusammenbruch des Tourismus Geschäfts. Wie die Behörden in Radolfzell mitteilten, lief das Tier – eine vierjährige Kuh namens Elsa – heute gegen 14 Uhr zum bereits schwer ausgetrockneten Ufer des Sees hinab, um zu trinken.
Augenzeugen berichten, wie daraufhin innerhalb von Minuten die letzten Reste des einst stolzen Bodensees im Inneren der Kuh verschwanden.
Elsas Besitzer gibt sich zerknirscht, weist aber jede Schuld von sich. „Ich lass meine Viecher schon seit Jahrzehnten aus dem Bodensee saufen, das war noch nie ein Problem„, erklärt er. „Okay, die Elsa hat vielleicht heute ein bisschen mehr ge-soffen als sonst, aber dass der See das nicht aushält, konnte ich nicht ahnen.
Sämtliche Schifffahrt auf dem See ist 2025 völlig zum Erlie-gen gekommen – wo einst die Autofähre Meersburg-Konstanz verkehrte, rollt seit dem frühen Nachmittag ein Konvoi von Autos über den trockenen Seegrund. Bayern und Baden-Würt-temberg rechnen mit astronomischen Einbußen beim Touris-mus. Anrainer bemerken: „Niemand fährt hierher, um zu Fuß durch eine Steppe zu spazieren„.
Eine Hoffnung gibt es aller-dings noch: Die Seepolizei hat den Kuhbesitzer ange-wiesen, seine Elsa vorerst am Seeufer an Ort und Stel-le anzubinden.
Die Hoffnung: Sobald die Kuh uriniert, könnte sich der See zumindest zu einem Teil wieder füllen und eine partielle Nutzung für Wassersport und Transport erlauben.
(Wenn wir «Freund, Helfer & Retter» auf dem Boden-see nicht hätten, wo wären wir?)

BLUE WHALE SETZT ULTIMATUM
Mein treues geliebtes Schiff gibt mir unmissverständlich zu verstehen: «Wenn sich die Zustände in oder am Bodensee in diesem Jahr wiederholen und ich dies als unzumutbar erachte, werde ich emigrieren!»
Mit einem tiefen Grollen aus ihrem Inneren bekräftigt sie das Ultimatum und die Flosse geht ‘gen Himmel. OH-WEH! Sie wollte vermutlich ihren Entschluss mit gestreckten Mittelfinger untermauern.

<Back to Mainpage Trivialis>   <Back to Wissenswertes>

 

 

Walfang 2024

(publ. 12.02.2026)

Kommerz vs. Vernunft, eine leidliche Geschichte
Weil sich in der Zwischenzeit, in Bezug auf Walfang, nichts Neues zugetragen hat, greifen wir auf ältere gefestigte Publikationen zu-rück. Wir möchten mit diesem Beitrag auf eine bestehende unhaltbare Misere hinweisen!
Die NZZ hat im September 2024 einen Artikel über Walfang in Island publiziert. Für Blue Whale und mich kam der Artikel nicht überraschend da uns bekannt war, dass immer noch kein welt-weites Tabu über dieses unrühmliche Verhalten resp. Gebaren verhängt werden konnte.
Die Kehrseite der Medaille: Es ist Juni 2024, Beginn der Touris-mussaison in Island. Im Hafen von Reykjavik fahren im Stunden Takt Schiffe ein und aus. Sie steuern die Bucht von Faxafloi an, den Lebensraum für Buckel- und Zwergwale. An Bord hunderte Reisende, die ungeduldig darauf warten, einen Blick auf eine Schwanzflosse zu erhaschen. Islands Wale sind vermeintlich nicht nur eine Delikatesse sondern auch eine Touristen Attraktion.
Neben Norwegen und Japan ist Island das einzige Land weltweit, das noch kommerziel-len Walfang betreibt. Hier, Anfang August, werden zwei Finnwale Richtung Küste ge-schleppt. In Midsandur, 70 Kilometer von Reykjavik entfernt, werden die Tiere dann ge-schlachtet. Das alles läuft unter dem Deckmantel «Zu Forschungs-zwecken». Wird etwa der Gesundheitszustand der Wale resp. die Lebenserwartung der walfleischessenden Bevölkerung erforscht? Dazu drei Spoiler, der diese Thematik vertiefen und das Gebaren des ICW hinterfragen soll.
Die NZZ zitiert Gunnar Bergmann Jonsson’s Meinung: «Wale sind grosse Fische, die man fängt und in dünnen Scheiben auf den Grill legt.» Da kann man nur «Guten Appetit» wünschen.
An dieser Stelle möchte Blue Whale auf den 2024 veröffentlichten Artikel über die geschichtlich umstrittene Waljagd verweisen, unter «Blue Whale’s Verwandtschaft» letzter Spoiler «DIE GESCHICHTE DER WALJAGT» kann der Beitrag nachgelesen werden.
Nun zu den angekündigten Thema «Kontamination von Walfleisch und Auswirkungen auf die Gesundheit der Verbraucher»

IWC TAGUNG 2024
Am 23. September wurde die 69-ste Tagung der Internatio-nalen Walfangkommission (IWC) in Lima, Peru, abgehalten.
Einige Länder drängen dabei auf die Schaffung eines neuen Walschutzgebiets, andere auf die Rückkehr zum kommer-ziellen Walfang. Wie erwartet verlief die Tagung für den Wal-schutz «ergebnislos», ja, deprimierend. Dazu ein paar abgelehnte Traktanden:
⊗ Walfangverbotszone im Pazifik; fehlendes Interesse der Mitglieder
⊗ Eindämmung des Walfanges und deren Industrie
⊗ Der Antrag der seashepherd als IWC-Beobachter akkre-ditiert zu werden, Begründung: Keine konstruktiven Aktivi-täten des Antragstellers im Interesse des IWC.
Dafür konnten Einigung über folgende Punkte erzielt werden:
⊗ Die Statuten der IWC gelten auch für die Antarktis
⊗ Zusammenarbeit mit der Kunming-Montreal Biodiversitätsvereinbarung
⊗ «Fundraising» vermehrt aktivieren
⊗ Unzählige unwichtige (Schein)Traktanden genehmigt
Viel Tohuwabohu, vergleichbar mit dem Blue Whale Artikel IMO „Hochseeschifffahrt“ (Link) wo die Schornsteine nach wie vor ohne Resultat weiterrauchen! Die IWC scheint auch im Internet sehr zurückhaltend zu sein. Sie rangiert erst im hinteren Feld der Google-Ranking.
TOXIC MENUE
ICW Gesundheitsagenda!
Die IWC wurde 1981 von Wissenschaftlern aufgerufen, das Thema „Kontamination von Walfleisch“ auf die Agenda zu setzten und explizit auf die potenzielle Bedrohung der Wale (insbesondere Pottwale), verursacht durch Schwermetalle, PCB’s und andere Organochlor (R. 1981-App.7) hinzuweisen.
Es dauerte bis 1985, um die Resolution zu verabschieden. Die Bemühungen, halbherzig ins Szene gesetzt, zeigten jedoch wenig Konkretheit, insbesondere keine Ergeb-nisse über Aspekte der menschlichen Gesundheit. Erst Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre wurden zaghaft erste wissenschaftliche Untersuchungen veröffent-licht.
Bemerkenswert ist, dass es eine juristische Analyse von Prof. Wold (2000) bedurfte, um die Kompetenz der IWC für den Aspekt der menschlichen Gesundheit nachzuweisen. Einige IWC-Parteien hatten zuvor die Zuständigkeit der Vereinigung in Frage gestellt. Erst danach, 2012 wurde erstmals in einer Resolution gewarnt, dass Gesundheitsrisiken durch den Ver-zehr kontaminierter Walprodukte erhöht seien. Ein Meilenstein der Jahrzehnte brauchte!
EMPFEHLUNGEN DES IWC

Zwei Jahrzehnte beschäftigte sich die IWC gelegentlich mit der Frage der Gesundheitsrisiken sowohl für Wale als auch für menschliche Verbraucher durch giftige Substanzen.
Veröffentlichungen wurden aber vernachlässigt, weil die Agenda zunehmend mit Missbrauch von ICRW-Lücken durch ihre Mitglie-der beschäftigt war. Dadurch gerieten einige Walfangnationen in den Fokus der Debatten. Dennoch sind die jüngsten wissen-schaftlichen Erkenntnisse besorgniserregende Entwicklungen. Trotz dieser Entwicklung haben einige Walfangnationen ihre Walfangaktivitäten ausgeweitet und setzten die Verbraucher bewusst gesundheitlichen Risiken aus.
Ein Beispiel als Exempel für die Ignoranz der Walfangnationen:
In Japan wurde eine groß angelegte Ver-Teilung von Walpro-dukten an Schulkan-tinen und Kranken-häuser ins Leben ge-rufen, um die steigen-den Lagerbestände von Walfleisch zu reduzieren. Diese Vorräte resultierten aus der politisch motivierten Expansion der japanischen Walfang-industrie, welche mit Walforschungsprogrammen gestützt durch Sondergenehmigungen in der Antarktis und im west-lichen Nordpazifik legalisiert wurden. Die Reaktion der ICW an der Tagung 2024? Gute Miene zum Spiel und erfolgreiches Fundraising in Jen.

Blue Whales Engagement:
Zum Abschluss darf Blue Whale’s Engagement nicht unerwähnt bleiben. Sie war die Initiatorin dieses Aufsatzes und hat mich lange terrorisiert aktiv zu werden. Sie rüstet sich, um an der nächs-ten ICW-Tagung, aktiv zum Wal-fleisch Boykott aufzurufen. Die letzte Information über Island und Norwegen hat sie in Rage versetzt! Diese ICW-Mitglieder und aktive Walfangnationen versuchen den geringen nationalen Konsum von Walprodukten künstlich anzukurbeln. Durch Werbung, Verbreitung von Koch-rezepten oder Bild Kampagnen wird propagiert, dass Walprodukte gesund und stilvolles Essen wären.

<Back to Mainpage Trivialis>   <Back to Wissenswertes>

 

 

Leben mit Corona

(publ. 11.09.2024)

AD ULTIMUM; flirten mit dem Virus
Die NZZ beglückte uns am 19.Juni 2024 mit folgender Headline:

Eine Sommerbekanntschaft der besonderen Art
Corona-Varianten namens «Flirt» sorgen für eine neue Welle
Wie sollen wir denn diese Schlagzeile verstehen? Regierungen & WHO haben Viren & Pandemie «ad Acta» gelegt. Sie haben erklärt, es gebe sie nicht mehr, sie seien «nur» eine Erkältungswelle! Und nun dieser Paukenschlag. Will die NZZ ihren Umsatz steigern?
Wir waren uns doch einig, dass das Virus seine Schreckensherr-schaft verloren hat. Es gibt keine Erhebung von Fallzahlen. Weil niemand interessiert ist, keine Massnahmen, keine Entschädi-gungsforderungen und auch keine neuen Verschwörungstheorien.
Ooh, wahrlich eine friedliche, sor-genfreie und «gesunde» Weltenge-meinschaft.
Nicht nur der Virus scheint zu mu-tieren, sondern auch die Namens-gebung: «FLIRT», so heisst der Er-reger, den es nicht mehr geben soll. Sind wir mit Cor…. intim ge-worden und «flirten» sie/ihn oder es?
Ob Flirt oder Affenpocken. «Der Köcher der Natur» hält immer was bereit und sie stehen in den Startlöchern. Am 15.08.24 hat die WHO eine internationale Affen-pocken-Notlage ausgerufen. Die ersten Demonstranten haben sich schon lautstark gemeldet: «Kein Affendiktat. Wir lassen uns nichts vorschreiben!» Der Erreger breitet sich z.Z. von der südlichen Hemisphäre aus. Aber wer weiss das schon. Vielleicht hatten sie Besuch aus dem «Reich der Mitte».

Versprochen, dieses Mal nehmen wir es gelassen. Wir werden uns vermutlich erst sorgen und einschüchtern lassen, wenn die Mehr-zahl der Infizierten wie Zombies unter uns herumirren. Keine Bange, Blue Whale startet keine neue virologische Aufklärungs-serie. Zum «Finalen Ultimum» zuckt es mir in den Fingern um drei letzte humoristischen Nachrichten beizulegen, die mit «klick» geöffnet werden können.

Patient N° 1

Mundschutz

Querdenker

Noch ein Newsletter der WWF als virale Empfehlung mit nachste-hendem Titel:
Was wissen Sie über das Balzverhalten von Fledermäusen? Was über…….
Dieser Newsletter hat mich wahrlich erstaunt. Ich hatte keine Ahnung, dass Fledermäuse balzen. Ich erhebe keinen Anspruch ein Profiler zu sein, aber nach etwas grübeln offenbarte sich Folgendes:
Was, wenn sie nicht Balzen, sondern nur einem Freudentanz aufführen? Die putzigen Tierchen sind nicht mehr im Focus der Wissenschaft und sollen auch auf keiner Speisekarte an-gepriesen werden. Die fliegenden Mäuschen feiern dies weltweit! Ihr Slogan kommt von Herzen: Bunga-Bunga.
Ich musste Blue Whale versprechen keine wei-teren Blogs mehr über Viren resp. Pandemien
zu posten. Im Gegenzug versprach sie mir kein
U-Boot sein zu wollen. Auch haben wir vereinbart, zu den Rost-beulen, deren Beseitigung mich fast in den Wahnsinn treiben, nicht noch Affenpocken hinzuzufügen!

Wie in allen Märchen, ein versöhnlicher Abschluss:
Mit leichtem Herzen und frei von aller Last segelten sie nun fort,
………..und sie lebten lange, vergnügt in Harmonie zusammen,
bis sie der ………..…
»

<Back to Main Page Trivialis>       <Back to Coronapoly>

 

 

Nachtrag Bücherwurm

(publ. 30.08.2024)

LESERATTEN AN BORD
Es wurde Zeit die umfangreiche Bordbibliothek Schiffsklar zu trim-men. Seit dem Webseiteneintrag von 2020 wurde Blue Whale’s Fahrwasser durch viele Bücher bereichert. Weil Ergänzung in den vorgängigen Kapiteln als zu arbeitsintensiv erachtet wurden, ent-schieden wir uns, eine bereinigte Liste als Bibliothek anzulegen.

Wikipedia erklärt der Begriff «Leseratte» wie folgt:
Der Begriff Leseratte bezieht sich in der Umgangssprache auf Personen, die gern und viel lesen; Synonyme sind etwa „Bücher-wurm“ oder „Büchernarr“. Der Begriff ist seit dem späten 19. Jahr-hundert belegt. Es kann eine leicht negative Konnotation haben, ausgelöst durch den Wortbestandteil «Ratte».
Zu dieser Begriffserklärung möchte Blue Whale noch folgendes hinzufügen:
Wikipedia hat vermutlich vergessen, dass auf Schiffen immer schon Ratten heimisch waren und so den Globus gebührenfrei bereist haben. Folglich sind sie in beide Hemisphären vorge-drungen und haben viel Leid über die Mensch-heit gebracht (Pest).
Wer kennt nicht den Spruch «Ratten verlassen als Erste das sin-kende Schiff»! Blue Whale vermutet, dass dieser Umstand seit antiker Schifffahrt als innovative Warneinrichtung auf den Galee-ren begrüsst wurde. Heute ist es manchmal der Kapitän, der sich als erster davonmacht. Später im Mittel-alter, als die Verpflegung nicht bis zum Zielhafen reichte, wurde das Überleben dank der Nager gesichert.

Die aktuelle PDF-Bibliothek kann mit einem «Klick» aufs Symbol geöffnet werden.
Ergänzungen datiert: August 2024

Hinweis:
Die PDF-Liste enthält auch die Buchtitel der Folder Sachbücher, biografische Erzählungen, Abenteuerromane und Segelromane.

 

<Back to Trivialis>                  <Back to Schiffs-Bibliothek>

Blue Whale’s Verwandtschaft

(publ. 22.08.2024)

Eine grosse, aber bedrohte Familie
Den Namen für meine Suncoast 40“ habe ich mit dem Kauf des Schiffes übernommen und aus abergläubischen Gründen, nicht riskiert, es zu ändern. Der Name steht für etwas Mächtiges, Grosses und für mich persönlich für etwas Wunderschönes. Auf Blue Whale’s Website sind Bilder, Art Clips, Cartoons und Symbole des Wales allgegenwärtig und so ist es nicht verwunderlich, dass ich mich mit dem Thema „Wale“ etwas näher auseinander setzten möchte. Auch ich habe erfahren, dass man sich in ein Boot ver-lieben kann und so hat sich zwischen uns eine Symbiose entwic-kelt, die nur Schiffseigner nachempfinden und verstehen können.

Dieser Aufsatz ist den Walen gewidmet und spannt einen weiten Bogen von meiner Ketsch, die einen der berühmten Namen der Meeressäuger trägt, zu den Walarten, die zu den grössten und mächtigsten Lebewesen unseres Planeten zählen. Im Grössen-vergleich ist meine Blue Whale eher ein Zwerg dieser Spezies, aber nicht die Kleinste der Verwandtschaft wie der Bericht auf-zeigt.
Ihr Synonym steht für majestätische, wohlgeformte, friedliebende (natürlich mit Ausnahmen) und behäbige Tiere. Die Aufzählung könnte endlos fortgeführt werden, aber nun genug der Schwärme-rei. Der Ordnung angehören mehr als achtzig Walarten wie auch Delfine an, was aber den Umfang dieser Seite sprengen würde, also widmen wir uns der wichtigsten Verwandtschaft.
Anfangs möchte ich einen weitverbreiteten Irrtum klären. Wale sind keine Fische, sondern Säugetiere, die vor etwa 50 Millionen Jahren den Weg zurück vom Land ins Wasser nahmen. Sie sind ein echter Evolu-tionserfolg und kommen in allen Weltmeeren vor.

Etwa 90 Arten der Wale (Cetacea) gibt es, welche in zwei Haupt-gruppen unterteilt werden. Die Bartenwale (Mysticeti) und die Zahnwale (Odontoceti). Die Wale sind faszinierende Tiere und halten viele Weltrekorde. Eines halten die Grönlandwale (Balaena mysticetus) welche ein stattliches Alter von über 200 Jahren er-reichen, womit sie sogar Riesenschildkröten übertreffen und den Altersrekord der Säugetiere anführen. Ein Wal bindet im Lauf seines Lebens durchschnittlich 33 Tonnen CO₂ – das entspricht der Menge, die von mehr als 1.000 großen Bäumen gebunden wird.
Die Familie der Wale ist in den Spoilern der Grösse nach abwärts gegliedert.

BLAUWAL (Klick zum Lesen)
Der Blauwal (engl. Blue whale) ist ein Bartenwal in der Familie der Furchenwale und ist das schwerste bekannte Tier der Erd-geschichte. Als Kosmopolit ist diese Art in allen Ozeanen der Erde, ausser dem Nordpolarmeer verbreitet. Die weiblichen Blauwale waren die grössten Tiere aller Zeiten (Rekorde über 33 m). Der „homo sapiens“ hat es fertig gebracht alle derart grossen Tiere bis 1960 zu töten! Leider werden die noch heu-te lebenden Tiere nicht mehr so gross. Blauwale erscheinen als erste im abtauenden Südpolarmeer und weiden Krill am dichtesten an der Eiskante entlang bis etwa 100m tief.

MERKMALE  
Wissenschaftlicher Name; BALAENOPTERA MUSCULUS
Grösse: 24-28 m (Männchen kleiner)
Gewicht: 100 – 200 Tonnen
Nahrung: Krill (Euphausia) ausserdem Ruderfuss- (Calanus) & Zehnfusskrebse
Tauchgänge: 3-10 min, selten 20 min. Luftfontäne beim Ausatmen bis 9 m hoch
Geschwindigkeit: bis 30 km/h
Nahrungsaufnahme: im Sommer etwa 40 Mio Kleinkrebse pro Tag
FINNWAL
Die Finnwale (engl. Fin whale) leben einzeln oder in kleinen Gruppen. Sie erreichen die Geschlechtsreife nach 10 und können bis über 100 Jahre alt werden. Die schnellen Meeres-säuger konnten erst ab 1860 nach Erfindung der bis heute verwendeten Sprengsatz-Harpune gejagt werden. Kommerzielle Jagd in grossem Stil setzte erst ab 1937 nach Plünderung der Blauwalbestände ein. Weil über 30 000 Finn-wale pro Jahr von einer industriellen Maschinerie systematisch abgeschlachtet wurden verzeichnete man 1964 den Zusam-menbruch aller Populationen, folglich stiegen die Walfänger auf den Seiwal um. Den Bestand der Finnwale schätzte man um 1800 bei 490 000 Tieren wobei um 1970 bereits über 90 % getötet waren. Island tötete Finnwale noch bis 1989. Inzwischen hat sich die Population leicht erholt, aktuelle Bestandszahlen führen wieder über 50 000 Tiere, aber die Art bleibt dennoch stark gefährdet.

MERKMALE  
Wissenschaftlicher Name; BALAENOPTERA PHYSALUS
Grösse: 18-23 m (Männchen kleiner)
Gewicht: 30 – 75 Tonnen
Nahrung: Krill (Euphausia) ausserdem Ruderfuss- (Calanus) & Schwarmfische (Hering, Sardine), Tintenfische
Tauchgänge: 10-15 min, bis 300m tief
Geschwindigkeit: bis 37 km/h
POTTWAL
Der Pottwal (engl. Sperm whale) beschreibt eine eigene Art innerhalb der Zahnwale und gilt nicht nur als größter Vertreter dieser Ordnung sondern auch das weltweit größte mit Zähnen ausgestattete Säugetier. Er ist in allen Meeren und Ozeanen der Welt verbreitet. Während die Männchen bis in die Rand-meere und Polargebiete wandern, verbringen die Weibchen und Kälber den Großteil ihres Lebens in tropischen und sub-tropischen Gewässern. Das auffälligste Merkmal des strom-linienförmigen Pottwals ist sein riesiger kastenförmiger Kopf, der bis zu einem Drittel der gesamten Körperlänge ausma-chen kann. Im Kopf liegt das sogenannte Spermaceti-Organ, das dem Pottwal mit einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen in erster Linie als Tauchhilfe dient. Es ist mit Walrat, einem hellen ölhaltigen Wachs gefüllt. Sie ernähren sich hauptsäch-lich von Kraken und Riesenkraken, mit denen sie sich oft erbitterte Kämpfe liefern, bevor sie sie überwältigen können. Die Saugnäpfe der Kraken hinterlassen auf der Haut des Pottwals deutlich sichtbare Narben.

MERKMALE  
Wissenschaftlicher Name; PHYSETER MACROCEPHALUS
Grösse: 12-20 m (Weibchen kleiner)
Gewicht: 20 – 50 Tonnen
Nahrung: Kalmare, andere Tintenfische
Fische & Garnelen
Tauchgänge: 20-80 min, meist 300-600m auch 2000m tief
Geschwindigkeit: bis 20 km/h
GRINDWAL
Der Grindwal (engl. Long finned pilot whale) zählt innerhalb der Familie Delfine (Delphinidae) zur Gattung Globicephala. Der wissenschaftliche Name bedeutet übersetzt »Schwarzer Kugelkopf«. Er ist im Nordatlantik und den kalt-gemässigten Ozeane der Südhalbkugel beheimatet. Der gewöhnlich Grind-wal lebt in Schulen von bis zu 100 Tieren zusammen und wurden lange stark bejagt. Die Bestände vor Neufundland brachen nach 1970 zusammen aber bei den Faröern werden sie noch heute getötet. Ein neues größeres Problem stellt die weitreichende Meeresverschmutzung dar. Grindwale scheinen hier besonders betroffen zu sein. Über weite Verbreitungsge-biete liegen keine genauen Bestandszahlen vor aber sie gelten weiterhin als stark gefährdet.

MERKMALE  
Wissenschaftlicher Name; GLOBICEPHALA MELAS
Grösse: 3,8 – 6 m (Weibchen kleiner)
Gewicht: 1,8 – 3,5 Tonnen
Nahrung: Schwarmfische und Kalmare
Tauchgänge: Ca. 20 min, bis 800m tief
Geschwindigkeit: bis 35 km/h
SCHWERTWAL
Der Große Schwertwal (engl. Killer whale) gilt als das größte Raubtier der Welt und ist in allen Weltmeeren verbreitet. Seinen Namen verdankt er seiner großen Rückenflosse (Finne). Der mächtige Kopf des Schwertwals läuft an der Schnauze spitz zu. Der Körper ist größtenteils schwarz, Bauch und Kehle sind leuchtend weiß. Auch über den Augen befindet sich jeweils ein weißer Fleck. Anhand dieser Merkmale kann jedes Individuum eindeutig identifiziert werden. Alle Schwert-wale sind sehr gesellig und sozial. Sie leben in großen Grup-pen bis zu 40 Tiere zusammen und gelten als sehr intelligent und entwickeln gut durchdachte Jagdtechniken. Schwertwale kommunizieren äußerst intensiv mit ihren Artgenossen. Neben den für den Menschen hörbaren Lauten nutzen die Wale auch über ein sogenanntes biologisches Sonar. Mit Ultraschalllauten können sie ihre Umgebung abtasten und Artgenossen identi-fizieren. Der Orca wurde selten kommerziell gejagt, allerdings örtlich gezielt als Nahrungskonkurrent getötet, gilt aber nicht als gefährdet.

MERKMALE  
Wissenschaftlicher Name; ORCA (ORCINUS ORCA)
Grösse: 5,5 – 9,8 m (Weibchen kleiner)
Gewicht: 2,6 – 9 Tonnen
Nahrung: Fische, Tintenfische, Wale, Robben
Seekühe & Meeresvögel
Tauchgänge: bis 15 min, meist 50m tief
Geschwindigkeit: bis 55 km/h
RUNDKOPF-DELFIN
Der Rundkopfdelfin (engl. Risso’s dolphin) hat ein augenfäl-liges Rundkopfprofil welches dieser Art den Namen gab. Die Kopfform zeichnet eine voluminöse, nahezu vertikal abfallen-de Stirn mit markanter Melone aus, zudem hat der Wal eine breite, dafür sehr kurze Schnauze. Die Tiere leben gesellig in grossen Gruppen zu mehreren hundert Tieren zusammen, sind sehr Aktiv und springen oft hoch aus dem Wasser. Sie gelten als die Wasserakrobaten der Meere. Rundkopfdelfine kommen in tropischen und gemäßigten Gewässern vor und sind weitverbreitet. Sie bevorzugen tiefes Wasser, an einigen Orten findet man sie aber auch näher an der Küste, wo es steile Abhänge und genügend Nahrung gibt. Diese Delfinart wir von der Jagd (Japan) und von Meeresverschmutzung (Plastik) und Unterwasserlärm bedroht.

MERKMALE  
Wissenschaftlicher Name; GRAMPUS GRISEUS
Grösse: 2,6 – 3,8 m
Gewicht: 300 – 500 Kilo
Nahrung: Tintenfische & Fische
Tauchgänge: bis 10 min, meist 10 – 30m tief
Geschwindigkeit: bis 30 km/h (Kurzstrecke)
GROSSER TÜMMLER
Der grosser Tümmler (engl. Common bottlenose dolphin) ge-hört zur Ordnung der rund 40 Delfinarten, ist aktiv, kräftig, neugierig und sehr verspielt. Sie sind in allen Ozeanen ver-breitet und leben in geselligen Schulen zusammen. Delfin ist nicht gleich Delfin. Sie unterscheiden sich nicht nur in Größe, Gewicht, Ernährung, Verhalten, sondern auch in ihrem Aus-sehen und der Farbe. Die Tiere jagen koordiniert, sogar in Mischverbänden mit Grind- und Kleinen Schwertwalen. Sie werden bevorzugt in Delfinarien (meist nicht Artgerecht) gehalten. Zu ihren Feinden zählen vor allem die Schwertwale die sie regelrecht bejagen.

MERKMALE  
Wissenschaftlicher Name; TURSIOPS TRUNCATUS
Grösse: bis 7 m
Gewicht: 150 – 650 Kilo
Nahrung: Tintenfische & Fische
Tauchgänge: bis 3 – 4 min, um 30m aber
auch bis 600m tief
Geschwindigkeit: bis 25 km/h (Kurzstrecke)
BLAU-WEISSER DELFIN
Der Blau-Weisse Delfin (engl. Striped dolphin) hat einen sehr schlanken Körper sowie eine schmale, kurze Schnauze. Die Melone, also die Rundung der Stirn, ist deutlich ausgeprägt. Sie zählen zu den intelligentesten Tieren im Tierreich. Als eine der wenigen Tiere erkennen Delfine sich selbst im Spiegel was sonst nur Schimpansen, Orang-Utans, Elefanten und Elstern können. Die Tiere besitzen je 36 bis 45 Paar Zähne in Ober- und Unterkiefer. Die Art ist weltweit in allen wärmeren Meeren anzutreffen, führt ein gesellig Leben in grossen Gruppen zu mehreren hundert Tieren. Er ist wie andere Delfine sehr aktiv, springt oft hoch aus dem Wasser, ist verspielt und ausgespro-chen neugierig. Diese Art ist zurzeit nicht gefährdet, weil die Tiere die Bejagt werden, dies durch erhöhte Geburtenraten ausgleichen. Handelsschiffe jagten sie mit Harpunen um ihren Frischfleischbedarf zu decken.

MERKMALE  
Wissenschaftlicher Name; STENELLA COERULEOALBA
Grösse: 1,8 – 2,5 m (Weibchen kleiner)
Gewicht: 90 – 150 Kilo
Nahrung: Tintenfische, Fische & Krebstiere
Tauchgänge: bis 15 min, um 30m aber auch
bis 600m tief
Geschwindigkeit: bis 80 km/h (Kurzstrecke)
GEWÖHNLICHER DELFIN
Der Gewöhnliche Delfin (engl. Common dolphin) weist alle Eigenschaften des Blau-Weissen Delfins auf. Um nicht zu ertrinken, schlafen Delfine abwechselnd mit je einer Gehirn-hälfte. Delfine unterhalten sich im Wasser über schrille Pfeif-töne. Forscher konnten sogar herausfinden, dass die Delfin-sprache einer eigenen Grammatik folgt. Die Sprache zu ent-schlüsseln ist bisher allerdings nicht gelungen. Im Vergleich zum Menschen dauern Schwangerschaften beim Delfin mit 13 Monaten deutlich länger. Ursache: Delfine müssen bei ihrer Geburt bereits selbstständig schwimmen können. Andernfalls würden sie in kürzester Zeit von Raubfischen erbeutet. Abge-sehen vom Mensch müssen Delfine nur noch den Schwertwal (Orca) fürchten. Die Tiere sind nicht gefährdet und weisen einen Bestand mehrere Millionen Exemplaren auf.

MERKMALE  
Wissenschaftlicher Name; DELPHINUS DELPHIS
Grösse: 1,7 – 2,4 m (Weibchen kleiner)
Gewicht: 70 – 110 Kilo
Nahrung: Tintenfische & Fische
Tauchgänge: bis 8 min, um 20m aber auch
bis 280m tief
Geschwindigkeit: bis 80 km/h (Kurzstrecke)
SCHWEINSWAL

Die Schweinswale (engl. Vaquita und Harbour porpoise) sind nur auf der nördlichen Erdhalbkugel anzutreffen. Sie bevor-zugen küstennahe, ruhige Gewässer, wie Fjorde, Buchten, flache Meere, Sunde und Flussmündungen. Man kann sie in zwei Hauptgruppen unterteilen, den Kalifornischen und den Gewöhnlichen Schweiswal.
Die erstere Gruppe wurde bis 1980 pro Jahr mit über 100 Tieren dezimiert. Sie ertranken unbeabsichtigt in Reusen Netzen. Obschon grösste Anstrengungen unternommen werden umfasst ihr heutiger Bestand nur noch 100 Tiere und ist zum Aussterben verurteilt.
Der zweiten Gruppe geht’s nicht viel besser. Die Bedrohung durch Umweltzerstörung, hemmungslose Überfischung der Meere und hohe Todesraten im Beutegeschirr der Fischerei gefährden die Art zunehmen. Alle Populationen sind dramatisch gefährdet.

Kalifornischer Schweinswal (Phocoena sinus) Sie leben im Golf von Kalifornien und werden ca. 1,2 – 1,5 m gross, haben ein Gewicht von 30-55 kg und ernähren sich von kleineren Fische und Kalmaren. Sie schwimmen unauffällig und springen nicht.

Gewöhnlicher Schweinswal (Phocoena phocoena) sie be-vorzugen gemässigte und kalte Gewässer, werden ca. 1,5-1,7m gross, Gewicht von 40-60 kg und ernährt sich vor wiegend von Schwarmfischen (Hering, Makrele), Bodenfische.

 

DIE GESCHICHTE DER WALJAGT

Die lange Leidensgeschichte der sanften Riesen hat die WWF in einer Kurzform zusammen getragen welche ich mit Bildern und Texten ergänzt habe. Das tragische Ausmass wiederspie-gelt die Historie wenn man Bedenkt, dass über drei Millionen der Meeressäuger allein im zwanzigsten Jahrhundert harpu-niert wurden.
Noch immer können sich die Nationen nicht auf ein „endgül-tiges“ Walfang Verbotsmoratorium einigen obschon Untersu-chungen nahelegen, dass der Walfang momentan wohl eher ein kleines Problem für die Wale ist. Weitaus mehr Wale ster-ben jedes Jahr, weil sie sich in Fischernetzen verheddern und ertrinken, mit Schiffen kollidieren oder stranden. Lärm, Ver-schmutzung, Klimawandel, Plastikmüll im Meer bedrohen den Lebensraum des Superwals und all seiner Bestandteile.

Ein geschichtlicher Abriss des Walfangs
11. Jh. Der Walfang im größeren Stil beginnt
19. Jh. Dampfschiffe und Harpunier Kanonen industrialisieren den Walfang
1925 Fast alle großen Walarten stehen am Rande des Aussterbens
1931-22 Nationen unterzeichnen die erste internationale Vereinbarung zum Walfang
1948 Die Internationale Konvention zur Regulierung des Wal-fangs (ICRW) tritt in Kraft. Ihr ausführendes Organ ist die Internationale Walfangkommission IWC. Sie legt jährlich Fangquoten, Jagdmethoden, Schutzgebiete etc. fest.
1961/62 66.000 Wale werden getötet

Im 18-ten Jahrhundert waren nicht nur die Grönlandwale eine begehrte Beute. Die Männer machen nebenbei auch Jagd auf Eisbären und Robben.

1961 Der neu gegründete WWF fordert Walschutzgebiete und ein Walfangverbot
1979 Die IWC verbietet den Einsatz von Fabrikschiffen bei der Jagd. Der gesamte Indische Ozean wird zum Walschutz-gebiet erklärt. Dort werden erstmals Studien durchgeführt, ohne Wale zu töten.
1982 Deutschland wird IWC-Mitglied. Die Seychellen schlagen erfolgreich den Stopp der kommerziellen Waljagd auf Groß-wale (Moratorium) vor. Japan, Norwegen und die UdSSR er-heben Einspruch, was sie vom Verbot befreit.
1986 Das Moratorium tritt in Kraft.
1987/88 Die UdSSR stellt die Waljagd ein. Japan zieht seinen Einspruch gegen das Verbot zurück, jagt aber zu „wissenschaftlichen Zwecken“ weiter.

1994 Die IWC verständigt sich im Grundsatz auf das Revised Management Procedure (RMP): Höchstens ein Prozent der Bestände darf getötet werden In der Antarktis werden nach einer großen Kampagne des WWF und anderer NGOs 50 Mil. Quadratkilometer zum Walschutzgebiet erklärt. Japan jagt dort dennoch weiter.
1999 Frankreich, Italien und Monaco weisen im Ligurischen Meer das einzige Walschutzgebiet im Mittelmeer aus.
2003 Island beginnt mit dem wissenschaftlichen Walfang, Norwegen und Japan erhöhen ihre Fangquoten Erster IWC-Ausschuss für den Walschutz Im Südwestpazifik entstehen auf 28 Millionen Quadratkilometern Walschutzgebiete.
2004/05 Auf internationalen Druck reduziert Island sein wissenschaftliches Walfangprogramm Japan und Norwegen erhöhen ihre Quoten kontinuierlich, Japan macht zunehmend Jagd auf mehr Walarten, die z.T. bedroht sind WWF/TR.

Die „Never Ending Story“ wird wohl noch viele Jahre fort-gesetzt, welche die Kapitulation des menschlichen Unvermögens manifestiert.

Angesichts des obigen Bildes erübrigen sich weitere Worte zum Thema Walfang welches im Frühjahr 2017 für weltweite Empörung sorgte. Offenbar war der grösste Teil der geschossenen Weibchen trächtig. Ein Genozid an Walen im Namen der Wissenschaft, wozu nur der über allem erhabene Mensch fähig ist!

 

<Back to Mainpage Trivialis>   <Back to Wissenswertes>