Fliegende Fische

(erst. 28.02.2026)

EGO COGITO, ERGO SUM
Dieser Aufsatz soll dem Denken gewidmet sein. «Ego cogito, ergo sum» was so viel heisst wie – «Ich denke, also bin ich». Der be-rühmte Spruch des Philosophen, Rene Descartes, einer der Beg-ründer der Aufklärungsphase soll als Leitfaden des Artikels dienen.
Die lange Wartezeit bis zum Saisonstart 2025 verbrachte ich unter anderem mit viel Lesen. Im letzten Volumen «The King’s Own» von Captain Frederick Marryad bin ich auf ein Kapitel gestossen, dass mich ins Grü-beln versetzt hat. Der Autor beschreibt auf der Heimreise nach England eine Diskussion während des «Kapitän’s Din-ner», wie die Gesellschaft im aufgeklärten England mit ge-schichtlichen News, neuzeitlichen Entdeckungen und veröffent-lichten Reise Erlebnissen umgeht.
Nach der kurzen Einleitung möchte uns Blue Whale nun zu den «fliegenden Fischen» entführen. Die Story zeigt nach 200 Jahren, Parallelen zu unsrem Ver-ständnis mit Umgang und Wahrheitsfindung auf. Diese Anekdote passt gut in die Rubrik «Ad Absurdum», aber Erlaubt mir, zum Ver-ständnis, noch drei Synonyme aufzuführen: «Soziale Medien, Fake News und KI» welche sich erst in unserem Jahrhundert voll entfal-tet haben und wegweisend sind.

THE STORY 1830
……..der Erste Leutnant erzählte dann mit viel Humor folgende Geschichte:
Ein Junge, der einige Jahre zur See gefahren war, kehrte zu seiner betagten Großmutter zurück, die natürlich neugierig auf seine Erlebnisse war.
Nun, Jack“ sagte die alte Frau, „erzähl mir alles, was du gesehen hast, aber erzähl mir zuerst die wundervollsten Erlebnisse.
Also, Großmutter, als wir im Roten Meer waren, ankerten wir dicht am Ufer, und als wir den Anker lichteten, hing ein Streitwagen daran.
Oh! Jack wie wundervoll, weißt du, dass der Pharao und sein Heer im Roten Meer ertrunken sind? Das beweist, dass die Bibel wahr ist! Nun, Jack, und was hast du sonst noch gesehen?
Also, Großmutter, als ich in Westindien war, sah ich ganze Berge aus Zuckerrohr, und die Flüsse dazwischen waren voller Rum
Stimmt, stimmt“ sagte die alte Frau schmatzend. „Du weißt ja, wir beziehen den ganzen Zucker und Rum von dort.
Sag mal, Jack, hast du jemals eine Meerjungfrau gesehen?“ fragte sie mit einem Augenzwinkern. „Nein, aber ich habe einen Meermann gesehen.“ „Also, lass hören, Jack.
Wir ankerten nördlich von St. Kitts, da rief uns Sonntagmorgens eine Stimme von der Seite des Schiffes, wir schauten her-unter und da schwamm ein Meermann. Er war gerade an die Wasseroberfläche ge-kommen und sagte dem Kapitän, er sei ihm sehr verbunden, wenn er seinen Anker lichten würde, da er direkt vor seiner Haustüre geworfen sei. Er könne sie nicht öffnen, wodurch seine Frau zu spät in die Kirche kommen würde.
Gott segne mich!“, sagt die alte Frau. „Die Meerbewohner sind doch Christen, das erklärt mir alles! Und nun, Jack, erzähl mir noch etwas“
Jack, dessen Erfindungsgabe wahrscheinlich erschöpft war, erzählte ihr dann, er habe hunderte von Fischen in der Luft fliegen sehen.
Na, na, Jack“, sagte die alte Frau, „jetzt verarschst du mich aber – versuch nicht, deiner alten Oma solche Geschichten aufzutischen. Das Wagenrad kann ich glauben, weil es wahr-scheinlich ist; den Zucker und Rum weiß ich, dass es wahr ist; und auch der Wassermann, denn ich habe Bilder davon gese-hen. Aber was die Fische betrifft, die in der Luft fliegen? Jack – das ist wahrlich eine Lüge!
EPILOG
„Ausgezeichnet“, sagte der Kapitän. „Dann verwarf die Gross-mutter den einzig wahren Teil der Geschichte und glaubte all die ungeheuerlichen Lügen, die er erfunden und ihr aufge-tischt hatte.“
Wenn irgendein Unbekannter“, bemerkte ein Schiffkamerad,
„und nicht Kapitän Cook, die Existenz eines Tieres wie das des Schnabeltiers (Ornithorynchus) gemel-det hätte, ohne ein Exem-plar als Beweis mit nach Hause zu bringen, wer hätte seiner Aussage Glauben geschenkt?“
Nachdenkliche Mienen säumten die Runde bis der Kapitän sich räuspert und die Stille unterbrach:
„Niemand! Der Skeptizismus unserer Zeit ist so groß, dass Reisende sich damit zufriedengeben müssen, dass ihnen erst nach ihrem Tod Gerechtigkeit widerfährt.“
„Das ist nur ein schwacher Trost, Sir,“ erwiderte der Erste „Lasst unsere Anekdoten mit Bedacht zum Besten geben!“

Blue Whale’s Nachtrag
Werden wir auf intelligente und witzige Weise zum Denken ange-regt, kommt uns das, wie auch früheren Generationen entgegen?
«De facto» =
«Ego cogito, ergo sum».
Lasst uns zum Schluss einen kreativen Spruch des Francis-Marie Martinez Picabia hinzufügen:

«Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann!»

 

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Ad Absurdum

(publ. 28.02.2026)

Etwas ins «ad absurdum» führen bedeutet, das Widersinnige, die Sinnlosigkeit einer Sache bis zur Absurdität nachweisen. Der Be-griff stammt aus dem lateinischen und hat Zugang in unseren Sprachgebrauch gefunden. Nun stellt sich die ketzerische Frage, wo ist der Zusammenhang mit dieser Webseite zu suchen?
Ein Interpretationsversuch, ohne im «ad absurdum» enden zu wollen:
Matrosen und Seeleute wurden im-mer schon als abergläubisches Völk-chen belächelt. Oft wurden Fakts mit Fakes verwechselt, paranormale Er-scheinungen verklärt, diese dann gemixt weitererzählt, häufig zur Dra-maturgie stilisiert um emotionale Be-troffenheit zu ernten. Heute kennen wir die Erzählungen als «Seemanns-garn» oder Anekdoten und belächeln sie.
Im digitalen Zeitalter ist die Sache etwas komplizierter geworden und die Vertreter der Geschichten Erzähler übertrumpfen sich in öffentlichen und sozialen Medien mit kontroversen Thesen. Die geführte Argumentation endet vielfach in «ad absurdum». Tragisch ist, dass die Agitatoren z.B. in den TV Shows, den Faden verlieren, Argumente gebetsmühleartig wiederholen müssen und langweilen. Erlöst werden die Zuhörer durch die Sendezeit resp. die Fernbe-dienung. Damals brachten langweilige Seemannsgeschichten das Supplement von Grog zum versiegen.
Heute werden Erzählkünstler auch als Satiriker bezeichnet und unentwegt mit Munition aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft versorgt. Die Satire geht einher mit Humor, bagatellisiert bewusst und führt unentwegt ins Lächerliche oder Absurde.
Diese Rubrik soll mit Blue Whale’s Engagement Anekdoten auf-greifen, teils ergänzen, ja auskleiden und den Seemannsgarn mit Humor aufpeppen.
Lasst uns die Begriffe definieren:
Fakt ist:
Fakt oder Faktum ist eine Tatsache, die je nach Auffassung ein wirklicher, nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt ist.
Fake ist:
Fake oder Fälschung (auch Falsifikat) bezeichnet man in Täuschungsabsicht hergestellte oder bearbeitete Objekte, Texte und Informationen.
Humor ist:
Die Begabung des Menschen, den alltäglichen Unzulänglichkeiten, den Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen und darüber lachen zu können.

LEGENDE INHALTE & THEMEN

1.)  Fliegende Fische  Link
2.)  Der Doktorfisch-Rapport (wurde umplatziert)  Link
3.)    
4.)    

Quellenhinweis:
Wir haben externe Quellen beiziehen müssen, denn Anekdoten, gleichermassen fiktiv oder real, entstanden durch Überlieferung oder wurden vom Leben gekleckst.

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Epilog Vorschau 2026

(Edit 15.02.2026)

2026 Saison OHNE BLUE WHALE!

Weil Blue Whale die Umstände nicht begreift droht sie mit Konse-quenzen. Alles Gute zureden und betteln um Kompromisse haben bei den allmächtigen Bodensee-Werften nicht den erhofften Durch-bruch gebracht! «Sie und ihr Schiff müssen sich hinten anstellen» hiess es, «und frühestens ab Anfang Sommer dürfen sie guter Hoffnung sein, erste Arbeiten ausgeführt zu bekommen». Blue Whale ist masslos enttäuscht, läuft im Trockendock AMOK und will abtauchen!
Bildinfo >>
Bildliche Illus-tration BW’s Gemütsver-fassung. Erin-nerungen an ihre Alptraum Phase 24/25 werden wach! <LINK> für Beitrag „Alb- oder Alptraum“
Zusätzliche Probleme offenbaren behördliche und bürokratische Hindernisse. Der Amtsschimmel wiehert „Blue Whale war zu lange weg!» Wir müssen diverse Zeugnisse vorweisen (Elektro Attest, Motorprüfung etc.). Ich wage nicht nachzuhaken, ob ein Beweis der Schwimmfähigkeit auch verlangt wird! Blue Whale knurrt mich erneut an und droht erneut mit abtauchen. Vorsorglich erstehe ich eine neue Rettungsweste, was besseres fällt mir nicht ein. Verschärfte Vorschriften pochen unmissverständlich bei erneuter Schiffsregistrierung auf eine Deadline von maximal 14 Tage bis Vorführdatum Schifffahrtskontrolle!?! Dies bedeutet zusätzliche organisatorische „Klimmzüge“.
<<< Bildinfo
Blue Whale im Kressbronner Trockenlager.
Die Aufnahme entstand noch
vor ihrem Amok Lauf.

Vorgängige Abklärungen spiegeln das Worst-Case-Szenario für 2026 wie folgt:
– Erste Arbeiten vor & zum Einwassern im Mai
– Überfahrt nach Romanshorn zur Pro Nautik Werft. Die Masten
   «Huckepack» mitgeführt.
– Arbeiten an Unterwasser, Aussenbord sowie vorschriftsmässiges
   Refit (z.T. in Eigenregie), Malerarbeiten durch Werft
– Stellen der Masten und technische Vorbereitung «Lift in 2027»
– Abschlussarbeiten inkl. NMEA 2000
– Eindecken mit Winterplane und Frostfest «einmotten».
– 2027 „Lift in“ mit Motorservice und Abnahme Schifffahrtsamt
Dieser Schnappschuss vom Januar 2027 zeigt eine triste Saison 2026 und verdeutlicht unsere negative Stimmung! Nur ein Licht-streifen am Horizont weckt so was wie Zuversicht. Dies wird ver-mutlich durch die Refit Kosten getrübt, welche nach wie vor eine «Büchse der Pandora» symbolisieren.
Eines ist klar, Blue Whale und ich wollen 2027 in gewohnter Ein-tracht segeln gehen und geben unser Bestes. Ich hoffe, dass Blue Whale ihren Narzissmus überwindet und einsichtig wird.
Ihr rostiges Äusseres ist eines der Hauptprobleme mit denen ich zu kämpfen habe. Sie verspricht, den Amoklauf einzustellen und nicht mehr abtauchen zu wollen.

Blue Whale’s Sarkasmus:
Als die Schiffe noch aus Holz waren, waren die Seeleute aus Eisen!
Als die Schiffe aus Stahl gebaut wurden, aus was waren dann die Seeleute?

Epilog Vorschau 2026:
Führen die aufgezählten Umstände nicht vorzeitig ins feuchte Seemannsgrab, so leben und segeln wir bis an unser Ende in Eintracht, Halleluja!

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Walfang 2024

(publ. 12.02.2026)

Kommerz vs. Vernunft, eine leidliche Geschichte
Weil sich in der Zwischenzeit, in Bezug auf Walfang, nichts Neues zugetragen hat, greifen wir auf ältere gefestigte Publikationen zu-rück. Wir möchten mit diesem Beitrag auf eine bestehende unhaltbare Misere hinweisen!
Die NZZ hat im September 2024 einen Artikel über Walfang in Island publiziert. Für Blue Whale und mich kam der Artikel nicht überraschend da uns bekannt war, dass immer noch kein welt-weites Tabu über dieses unrühmliche Verhalten resp. Gebaren verhängt werden konnte.
Die Kehrseite der Medaille: Es ist Juni 2024, Beginn der Touris-mussaison in Island. Im Hafen von Reykjavik fahren im Stunden Takt Schiffe ein und aus. Sie steuern die Bucht von Faxafloi an, den Lebensraum für Buckel- und Zwergwale. An Bord hunderte Reisende, die ungeduldig darauf warten, einen Blick auf eine Schwanzflosse zu erhaschen. Islands Wale sind vermeintlich nicht nur eine Delikatesse sondern auch eine Touristen Attraktion.
Neben Norwegen und Japan ist Island das einzige Land weltweit, das noch kommerziel-len Walfang betreibt. Hier, Anfang August, werden zwei Finnwale Richtung Küste ge-schleppt. In Midsandur, 70 Kilometer von Reykjavik entfernt, werden die Tiere dann ge-schlachtet. Das alles läuft unter dem Deckmantel «Zu Forschungs-zwecken». Wird etwa der Gesundheitszustand der Wale resp. die Lebenserwartung der walfleischessenden Bevölkerung erforscht? Dazu drei Spoiler, der diese Thematik vertiefen und das Gebaren des ICW hinterfragen soll.
Die NZZ zitiert Gunnar Bergmann Jonsson’s Meinung: «Wale sind grosse Fische, die man fängt und in dünnen Scheiben auf den Grill legt.» Da kann man nur «Guten Appetit» wünschen.
An dieser Stelle möchte Blue Whale auf den 2024 veröffentlichten Artikel über die geschichtlich umstrittene Waljagd verweisen, unter «Blue Whale’s Verwandtschaft» letzter Spoiler «DIE GESCHICHTE DER WALJAGT» kann der Beitrag nachgelesen werden.
Nun zu den angekündigten Thema «Kontamination von Walfleisch und Auswirkungen auf die Gesundheit der Verbraucher»

IWC TAGUNG 2024
Am 23. September wurde die 69-ste Tagung der Internatio-nalen Walfangkommission (IWC) in Lima, Peru, abgehalten.
Einige Länder drängen dabei auf die Schaffung eines neuen Walschutzgebiets, andere auf die Rückkehr zum kommer-ziellen Walfang. Wie erwartet verlief die Tagung für den Wal-schutz «ergebnislos», ja, deprimierend. Dazu ein paar abgelehnte Traktanden:
⊗ Walfangverbotszone im Pazifik; fehlendes Interesse der Mitglieder
⊗ Eindämmung des Walfanges und deren Industrie
⊗ Der Antrag der seashepherd als IWC-Beobachter akkre-ditiert zu werden, Begründung: Keine konstruktiven Aktivi-täten des Antragstellers im Interesse des IWC.
Dafür konnten Einigung über folgende Punkte erzielt werden:
⊗ Die Statuten der IWC gelten auch für die Antarktis
⊗ Zusammenarbeit mit der Kunming-Montreal Biodiversitätsvereinbarung
⊗ «Fundraising» vermehrt aktivieren
⊗ Unzählige unwichtige (Schein)Traktanden genehmigt
Viel Tohuwabohu, vergleichbar mit dem Blue Whale Artikel IMO „Hochseeschifffahrt“ (Link) wo die Schornsteine nach wie vor ohne Resultat weiterrauchen! Die IWC scheint auch im Internet sehr zurückhaltend zu sein. Sie rangiert erst im hinteren Feld der Google-Ranking.
TOXIC MENUE
ICW Gesundheitsagenda!
Die IWC wurde 1981 von Wissenschaftlern aufgerufen, das Thema „Kontamination von Walfleisch“ auf die Agenda zu setzten und explizit auf die potenzielle Bedrohung der Wale (insbesondere Pottwale), verursacht durch Schwermetalle, PCB’s und andere Organochlor (R. 1981-App.7) hinzuweisen.
Es dauerte bis 1985, um die Resolution zu verabschieden. Die Bemühungen, halbherzig ins Szene gesetzt, zeigten jedoch wenig Konkretheit, insbesondere keine Ergeb-nisse über Aspekte der menschlichen Gesundheit. Erst Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre wurden zaghaft erste wissenschaftliche Untersuchungen veröffent-licht.
Bemerkenswert ist, dass es eine juristische Analyse von Prof. Wold (2000) bedurfte, um die Kompetenz der IWC für den Aspekt der menschlichen Gesundheit nachzuweisen. Einige IWC-Parteien hatten zuvor die Zuständigkeit der Vereinigung in Frage gestellt. Erst danach, 2012 wurde erstmals in einer Resolution gewarnt, dass Gesundheitsrisiken durch den Ver-zehr kontaminierter Walprodukte erhöht seien. Ein Meilenstein der Jahrzehnte brauchte!
EMPFEHLUNGEN DES IWC

Zwei Jahrzehnte beschäftigte sich die IWC gelegentlich mit der Frage der Gesundheitsrisiken sowohl für Wale als auch für menschliche Verbraucher durch giftige Substanzen.
Veröffentlichungen wurden aber vernachlässigt, weil die Agenda zunehmend mit Missbrauch von ICRW-Lücken durch ihre Mitglie-der beschäftigt war. Dadurch gerieten einige Walfangnationen in den Fokus der Debatten. Dennoch sind die jüngsten wissen-schaftlichen Erkenntnisse besorgniserregende Entwicklungen. Trotz dieser Entwicklung haben einige Walfangnationen ihre Walfangaktivitäten ausgeweitet und setzten die Verbraucher bewusst gesundheitlichen Risiken aus.
Ein Beispiel als Exempel für die Ignoranz der Walfangnationen:
In Japan wurde eine groß angelegte Ver-Teilung von Walpro-dukten an Schulkan-tinen und Kranken-häuser ins Leben ge-rufen, um die steigen-den Lagerbestände von Walfleisch zu reduzieren. Diese Vorräte resultierten aus der politisch motivierten Expansion der japanischen Walfang-industrie, welche mit Walforschungsprogrammen gestützt durch Sondergenehmigungen in der Antarktis und im west-lichen Nordpazifik legalisiert wurden. Die Reaktion der ICW an der Tagung 2024? Gute Miene zum Spiel und erfolgreiches Fundraising in Jen.

Blue Whales Engagement:
Zum Abschluss darf Blue Whale’s Engagement nicht unerwähnt bleiben. Sie war die Initiatorin dieses Aufsatzes und hat mich lange terrorisiert aktiv zu werden. Sie rüstet sich, um an der nächs-ten ICW-Tagung, aktiv zum Wal-fleisch Boykott aufzurufen. Die letzte Information über Island und Norwegen hat sie in Rage versetzt! Diese ICW-Mitglieder und aktive Walfangnationen versuchen den geringen nationalen Konsum von Walprodukten künstlich anzukurbeln. Durch Werbung, Verbreitung von Koch-rezepten oder Bild Kampagnen wird propagiert, dass Walprodukte gesund und stilvolles Essen wären.

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Wal Manie in Europa

(publ. 13.01.2026)

Blue Whale – Ursprung eine Hype?
Was ist geschehen? Seit Publik wurde, dass Blue Whale 2025 an den Bodensee zurückkehren wird, mehren sich Walsichtungen und alle spielen verrückt. Walkadaver in europäischen Städten tauchen auf und verunsichern die Bevölkerung.
Häufig begleitet ein Aufschrei die Szene: «Ist das der Blaue Wal?» Kann die Euphorie mit Taylor Swift verglichen werden? Hoffentlich nicht, aber BW ist gerührt und unschlüssig, wie sie der Hype be-gegnen soll.
Aber nun Mal der Reihe nach. Wegen der umfangreichen Informa-tionen wurde der Beitrag in Spoiler aufgeteilt. 

LETZTE WALSICHTUNGEN
Schon 2024, als Blue Wale’s erste Rückkehrgerüchte im Um-lauf waren, tauchte ein Wal am Zürichsee auf. Der Pottwal Kadaver stank dezent nach Verwesung, ähnlich wie auf einem Fisch Markt am Meer. Sicherheitskräfte spritzen ihn regel-mässig mit einem Wasserschlauch ab, vermassen ihn und nahmen Blutproben vom Boden.
Ein beeindruckter Zuschauer fragte seinen Nachbarn:
«Ist der Wal über den Rhein, die Aare und die Limmat hoch-geschwommen?» Eine plausible Antwort gab aber schon bald der Wissenschaftler Vorort: «Möglicherweise sei der Wal über Millionen von Jahren in einem Gletscher eingefroren gewesen. Wegen der Klimaerwärmung und der Gletscherschmelze habe er nun in den Zürichsee hinab schwimmen können, sei aber vermutlich wegen mangelnden Salzwassers eingegangen.»
Wir wechseln den Tatort. Wir befinden uns in Hamburg am Jungfernstieg. Es ist Anfang April 2025. Die gleiche Szenerie bewegt die Gemüter. Dort argumentiert ein Wissenschaftler wie folgt: «Gestrandete Wale hätten Menschen immer bewegt »meint der Biologe «wo es geschehe, seien ganze Dörfer durcheinander.»
Man spricht auch von einem magischen Moment, in dem das Meer den Menschen ein Zeichen gebe!
Die verängstigten Schaulustigen schauen sich hilfesuchend um und zucken mit den Achseln. Die Verantwortlichen wollen die Zuschauer nicht länger auf die Folter spannen. Eine Presse-sprecherin des Institutes ergreift das Wort:
«Unser Kollektiv wollte die weltweiten Geschehnisse der Wal-strandungen nachstellen, um ihnen dieses Drama zu verdeut-lichen. Es sei eine Metapher für die Zerstörung des ökologi-schen Gleichgewichts. Mit dem Spiel zwischen Fiktion und Realität wollten wir diese emotionale Erfahrung imitieren.»
«Die inszenierte Aktion» hat wie schon zuvor in Zürich, Paris, London, Warschau und Madrid für viel Aufsehen gesorgt und ähnliches bewirkt.

BW ist der Meinung, obwohl die Schweiz ein Binnenland ist, trage auch sie eine Mitverantwortung für den Schutz der Meere. Meeresbiologen monieren, dass trotz Kläranlagen von uns verbrauchte Chemikalien, PFAS, Pestizide und Mikroplas-tik in die Flüsse und damit bis ins Meer gelangen. Auch für die Erderwärmung sind wir mitverantwortlich!

WALFAHRT ANNO 1952 (Historischer Rückblick)
Besonderes Aufsehen erregte im März 1952 «Mrs Haroy», ein Finnwal, der in Zürich, Winterthur, Rorschach und St. Gallen zu bewundern war. Das Besondere: «Mrs Haroy», benannt nach dem Ort in Norwegen, wo sie harpuniert wurde, reiste nicht auf einem Lastwagen, sondern mit dem Zug durch die Schweiz. Halt machte das tote Tier auch am Zürcher Sihlquai.
Die Tageszeitung «Die Ostschweiz» berichtete von einem «Prachtexemplar eines Monstrum Fisches». In der NZZ hiess es: «Da liegt das Ungetüm des Meeres!»
Die nächste Bemerkung des Pressechefs würde heute nur Kopfschütteln auslösen: «Der Einbau einer Kühlanlage könnte das Kadaverdasein dieser Kreatur verlängern!»

WALTRANSPORTE ANNO 2024 & 2025
Es ist davon auszugehen, dass es sich beim Waltransport von 2024 um jene Attrappe handelt, die bereits früher an den Schauplätzen gesichtet worden war.
Schon früher wurden präparierte Wale durch die Schweiz resp. Europaweit transportiert, um die hiesigen Menschen-massen mit Wal Shows zu beglücken. Die Tiere wurden meist auf Sattelschleppern transportiert. Ausnahme 1952, dazumal wurde ein Finnwal mit dem Zug in die Städte transportiert.

Der letzte Waltransport durch Europa führte Blue Whale zurück an den Bodensee.
Das Foto zeigt BW kurz nach dem Umladen auf den Werft-Trailer im Hafengelände der Bodan-Werft. Sie hatte die Reise glücklich, ohne Auflauf von Men-schenmassen überstanden. Auch wurden keine Sensations-Artikel in der Boulevard Presse veröffentlicht. Es ist abzu-warten wie sie auf dem Bodensee aufgenommen wird. Zum Glück wird sie mit Masten weniger an die Walkadaver in unserem Bericht erinnern.

NACHWORT

Blue Whale’s anfängliche Be-geisterung, über die Wal Hype früherer Jahre, hat depressive Züge angenommen. Sie hatte mich vor der Rückfahrt innigst gebeten, im Winter dafür zu sorgen, dass sie nicht als Ka-daver am Bodensee endet.
Aus Angst, dass sie mir auf der Rückfahrt aus dem Ruder läuft, musste ich ihr alles unter „Eid“ mit „Ehrenwort“ versprechen!

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