Schneller als der Wind

(erst. 10.05.2026)

EIN TRAUM WIRD IN WINDESEILE WAHR
Segelbooten, die das mehrfache der wahren Windgeschwindigkeit erreichen, prägen heute die Regattasport Szene. Der Geschwindig-keit Weltrekord durch die Foiler liegt heute bei über 103 km/h und ein Ende ist nicht abzusehen. Das untere Bild (Sail GP 2026) sym-bolisiert den Stand der Technik.
Die Geschichte des Foilens ist eng mit dem Fliegen verbunden. Beides hat mit physikalischen Kräften der Hydromechanik zu tun, nur das Medium ist der Unterschied, Wasser oder Luft!
Die Fliegerei hat sich aufgrund kommerzieller Faktoren wesentlich schneller entwickelt wie das Foilen über einer Wasseroberfläche. Erst die Entwicklung von motorisierten Schiffen verhalf ab dem 20-Jahrhundert zum Durchbruch der Tragflügelboote, welche sich aber erst ab Mitte des letzten Jahrhunderts, vorwiegend als Fähren kommerzieller Anwen-dung, empfahlen.
Wind angetriebenen Booten ver-half erst die zielgerichtete Weiter-entwicklung der in Betrieb befind-lichen Tragflügelboote. Der Einsatz von innovativen Produkten, Mate-rialien und Konstruktionen brachte den ersehnten Erfolg. Die letzte Hürde, die Software gesteuerte Steuerung der Foils führte zum heutigen Standard. Diese komp-lexe technische Evolution, wie schon in der Raumfahrt beobachtet, bescherte der Segelszene einen Quantensprung! Die Boote lernten zu fliegen.

Geschichte der Tragflügelboote
Dieser Spoiler ist der geschichtlichen Entwicklung der motor-angetriebenen Tragflügelboote gewidmet. Nachstehend ein paar Meilensteine im Zeitraffer ohne Anrecht auf Vollständig-keit:

Enrico Forlanini war Spross einer berühmten italienischen Familie. Er beschäftigte sich zur Jahrhundertwende (1900) mit Luftschiffkonstruktionen und der Entwicklung von Flugbooten. Daraus entstand das erste einsatzfähige Tragflügelboot, ge-baut 1906, als dessen Erfinder er allgemein gilt (siehe Bild oben).
Der amerikanische Erfinder A.G. Bell beschäftigte sich ab 1908 ebenfalls mit dieser Technologie und stellte 1919 nach mehreren Versuchsbooten ein erstes verwendbares Tragflü-gelboot (Bell HD-4, siehe Bild unten) vor.
Vorreiter der Technologie in Deutschland war Fritz von Opel 1927, der mit über 100 km/h auf der Seine einen Wettbewerb gewann.
– Hanns Schertel von Burtenbach entwickelte mit Silbervogel 1934 ein Boot mit 50 PS Leistung und erreichte eine Geschwindigkeit von 55 km/h. Sieben Passagiere erfreuten sich der rasanten Fahrt von Mainz nach Köln und zurück.
Ab 1940 gingen mit den Gebr. Sachsenberg in der Schloss-werft in Hamburg-Harburg die Tragflügelboote in Serie.
Karl Johann Büller, führte diese Entwicklungen nach dem Krieg in der Schweiz als Supramar AG weiter, was zur Ent-wicklung des ersten kommerziellen Tragflügelbootes PT-10 (siehe Bild oben) führte, das 1953 auf dem Lago Maggiore in Dienst gestellt wurde.
Zwischen 1974 und 1985 stellte Boeing etwa 30 Passagier-schiffe vom Typ Boeing 929 her, die auf Tragflügeln eine Reisegeschwindigkeit von 80 km/h erreichten.

Verschiedene Neuentwicklungen führten zu den Tragflächen-booten wie wir sie heute kennen. Heute tüftelt man an der Antriebsart. Im Bestreben der Nachhaltigkeit und CO2-Neut-ralität wird die Innovation Elektromotor den nächsten Sprung geben.

Geschichte der Foil-Segelboote
Die eindrückliche Geschichte des Foil-Segelns reicht über 100 Jahre zurück, wobei frühe Experimente meist kläglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit endeten und nur spärlich doku-mentiert wurden. Das Interesse der Öffentlichkeit schlummer-te, weil sich das Foilen auf Solo-Protagonisten beschränkte.
Der eigentliche Durch-bruch gelang erst durch den America’s Cup 2013 (siehe Bild links). Hier wurde erstmals innovativ Technik & Material ziel-gerichtet angewendet und ermöglichte die weltweite Verbrei-tung im Segelsport, gefolgt vom Wingfoilen
Die Technik katapultierte sich von Nischenexperimenten zu einer flächendeckenden Technologie, welche die Boote sprich-wörtlich fliegen lässt. Nicht mehr konventionelle Segel, son-dern Tragflügel-Segel und Foils müssen getrimmt werden. 
Um die Komplexität zu ver-deutlichen eine Darstellung der beim Foilen wirkenden Kräfte (siehe Bild rechts).
Noch ein paar geschichtliche Meilensteine:
Frühe Segelversuche, 1938 entwickelt durch Robert Gilruth und William Carlergab, führen in der Chesapeake Bay zu ersten halbwegs funktio-nierenden Segel-Tragflügelboote.
– Erste Erfolge durch das Boot „Monitor“ zeichneten sich in den1950er bis -80er Jahre aus. Erst 1956 wurde die 30 kn Marke geknackte.
Eric Tabarly überquerte 1987 als Erster mit einem Foiler den Atlantik (Bild oben). Kenner der Segelszene horchten auf und Revolutionäre Materialkomponenten wie Kohlenstofffaser beschleunigten die neue Ansätze.
Im America’s Cup 2013 wurde das Foilen im Regatta Sport etabliert. An der Vendée Globe 2016 erreichte man durchs
Foilen auf der Langstrecke um den Globus historische Rekor-de, die im 4 jg. Wettkampf Rythmus immer wieder unter-boten werden. Moderne Trends wie Wingfoilen, basierend auf Ideen der 1980er Jg., welche sich aus dem Wellensurfen entwickelt und seit etwa 2019 zu einer populären Trendsport-art entwickelt haben.

FAZIT
W
ollen wir ein kurzes Fazit ziehen, so lässt sich zusammenfas-send festhalten, dass Foilen die Zukunft des Wassersports dar-stellt. Es ermöglicht effizientes Fahren bei wenig Wind und ein völlig neues Gefühl von Freiheit. Adrenalinjunkie frönen dem neue Speed-Glücksgefühl auf dem Wasser.
Wir Segler der älteren Gene-ration, wollen es doch ein biss-chen Gemütlicher mit der Fort-bewegung angehen. Ich bin überzeugt, dass eine Mehrheit der Salzbuckel, sich einer Mit-fahrtgelegenheit, auf einem dieser höllischen Segelraketen, nicht erwehren könnte, ich auch nicht!
Blue Whale fragt: «Bekomme ich auch bald Foils

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Rätselhaftes Schiffswrack

(erst. 20.04.2026)

SPÄKTAKULÄRER FUND IM ATLANTIK
Im Winterlager ist uns eine liegenge-bliebene Flaschen Post in die Hände gefallen. Besser wir hätten sie übersehen. Dabei stiessen wir auf einen Artikel des Postillion, der uns erst zu einem schmunzeln bewegte, danach aber eine Debatte über deren Wahr-heitsgehalt entfachte.
Letztendlich entschieden wir uns, euch als historisch fachkundige und 😁(aufgeschlossene) Leserschaft, ebenfalls am Artikel laben zu lassen. Ihr sollt entscheiden, wieviel «Fake Sedimente» an einem archäoloischen Schiffswrack haften können. Leider konnten wir den Zeitpunkt der Publikation dieser historischen Enthüllung nicht mehr in Erfahrung bringen.

DER ARTIKEL (publ. unbekannt)
Spektakulärer Fund! Küstenwache entdeckt bei U-Boot-Bergung riesiges Schiffswrack auf dem Meeresgrund
Neufundland
Unweit der Über-reste des U-Boots Titan hat das Ber-gungsteam ein gi-gantisches Schiffs-wrack aus dem frühen 20. Jahrhundert entdeckt. Der Sensationsfund weist offenbar darauf hin, dass sich einst an der gleichen Stelle des Atlantiks ein noch viel größeres Unglück ereignet hat.
Es ist der absolute Wahnsinn„, berichtet ein Sprecher der
US-Küstenwache. „Das Wrack – vermutlich ein Passagier-Dampfschiff -ist riesig. Wahrschein-lich war es eines der größten Schiffe seiner Zeit, wenn nicht sogar das größte. Jedenfalls ist es titanischen Ausmaßes.
Ersten Analysen zufolge dürfte das Schiff, das in einer Tiefe
von etwa 3800 Metern liegt, über 100 Jahre alt sein. Warum es sank, ist derzeit noch unklar. „Es könnte mit irgendetwas kollidiert sein,“ so ein Ex-perte. „Das würde zumin-dest erklären, dass es in zwei Teile zerbrochen ist.
Da das Schiff in der Nähe des weltbekannten U-Boot-Wracks „Titan“ entdeckt wurde und der eigentliche Name am Bug schon vom Rost zerfressen ist, soll es vorläufig den Namen „Titanic“ tragen.
BLUE WHALES PHILOSOPHIE
Der Artikel soll zum Denken anregen. Umfragen wiesen darauf hin, dass die Mehrheit der Befragten diese Nachricht als «Fake News» zurückwies. Aber wel-cher Part der Geschichte als Fake zu werten sei, ging leider unter!
Im Zeitalter «Tump» oder «Lügenpresse» ist niemand gewillt ei-ner Publikation auf den «Leim» zu gehen. Ergo, gefrevelt wird frisch-fröhlich in den Sozial Medien, welche den wahren Journa-lismus überflügelt haben, also bedenkt:

WER DER HERDE FOLGT, SIEHT NUR ÄRSCHE!

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Refit Arbeiten 2026

(rev. 20.05.2026)

REVERS DER 2015er REFIT GESCHICHTE?

Blue Whale und mir grauts! Trotz intensivster Bemühungen scheinen wir auf dem «Abstellgleis» gelandet zu sein. In den Berichten «Ausblick Saison 2026» und «Epilog Vorschau 2026» haben wir uns schon zu genüge, unserer Enttäuschung Luft gelassen, welche sich ergebnislos wie «Flatulenz im Nebel» verflüchtigt hat!
Wir trotzen der «lange Rede kurzer Sinn» und wollen uns auf die erste Phase der Refit-Arbeiten konzentrieren. Erlaubt mir, zur Er-läuterung der Situation, diese kurze Bemerkung:
Nach endlosen Korrespondenzen, Gesprächen mit der Werft und Einnahme von erregungsdämpfender Valium Kapseln, konnte ein für alle gangbarer Kompromiss getroffen werden.

REFIT PHASE 1 (D)
In der Zeitspanne von April & Mai darf ich die äusseren Refit-Arbeiten an Blue Whale, in einem eigens dafür abgeschotteten Hallenbereich, ausführen. Mir wird von der Werft ein «Gehilfe» zur Verfügung gestellt um die Rumpfarbeiten speditiv durch-führen zu können.
Die Werftleitung hat mir untersagt, mein Nacht-lager während Arbeiten auf BW aufzuschlagen. Dies, aus an den Haaren herangezogenen versi-cherungstechnischen Gründen. Da nützt alles Jammern nichts!
Nach erster Refit-Phase erfolgt auf Ende Mai das «Lift in» und die Überfahrt auf eigenem Kiel nach Romanshorn. Der magische Kreis nach neun Jahren CH-Abwesenheit schliesst sich.
REFIT PHASE 2 (CH)
Auf dem Areal der Pro Nautik Werft wird das eigentliche Refit im Sommer anlaufen. Der Termin für das Malen von BW ist noch offen.
Ich werde mich mit Masten, Deck und Aufbauten beschäftigen. Innen im Schiff warten Arbeiten wie auf- & ausräumen. Das NMEA 2000 muss auf Vordermann gebracht und getestet werden. Diverse Navi-Geräte werden umplatziert und ver-kabelt. Auch muss ein Elektro-Attest aus-geführt werden. Viele vorgeschriebene, behördliche Auflagen müssen bis zum Vorführtermin erledigt sein.
Nachdem auch die Masten überholt sind, werden diese nach Absprache mit der Marina aufgeriggt.
Ziel ist, auf Ende Sommer das Schiff mit der Winterplane eingedeckt und die Refit-Phase 2 beendet zu haben. Blue Whale wartet ungeduldig auf den Saisonbeginn 2027.
Nach Einwassern und Motorenservice erfolgt der letzte Akt, die Schiff-Vorführung. Nach Überfüh-rung in den Heimathafen Arbon fängt das «grosse» Boden-seeabenteuer an. Die nächste Refit-Phase in der Schweiz wird im Herbst in einen zusätzlichen Bericht dokumentiert.
Blue Whale freut sich riesig auf die zweite Refit-Phase im heimi-schen Revier. Ein Drama das sich zur Zeit in der Ostsee abläuft, überschattet ihre Vorfreude! Gemeint ist Timmy’s Schicksal, dem Buckelwahl. Ein Beitrag ist ihr gewidmet der mit nachstehenden Link geöffnet werden kann:

Timmys Ostsee-Odyssee (link zu Beitrag) 

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Seefahrt und Philatelie

(rev. 14.05.2026)

SYMBOLE SEEFAHRT & PHILATELIE
Nach Entdeckung und Kolonialisierung der «Neuen Welt» wurde
die Kommunikation zwischen Heimat und Ferne essenziell. Die grossen Seefahrer Nationen legten ihr Schwergewicht auf Kriegsschiffe, Transporter und Postschiffe.
So konnte der rege Handel- und Infor-mationsfluss zwischen Nation und Kolonie aufrecht erhalten werden. Dies soll keine Geschichtsstunde der Philatelie werden, sondern ein nostalgischer Nachruf auf das «lange 19. Jahrhundert», die eine Epoche kurz vor der franzö-sischen Revolution bis zum 1.Weltkrieg beinhaltet.
Bild rechts, die seltenste & teuerste Marke der Welt, die       «Blaue Mauritius»      >>>>>
Das System der Frankierung mit Briefmarken wurde auch auf die Seesendungen übernom-men und so ist es nicht verwunderlich, dass die (Brief)-Marken vorwiegend mit Symbolen der Schifffahrt geschmückt wurden.
Die gleiche Zeitspanne wurde auch von etlichen literarischen Pro-tagonisten geprägt, welche Seefahrt und Epoche stilisierten. Die Philatelie würdigte auf eindrucksvollste Weise «Seefahrt & Post-wesen». Aktuelles und wichtige Persönlichkeiten, wie Prominenz und Adel, wurden auf den Marken abgebildet.
Nachstehend haben Blue Whale und ich eine kleine Auswahl selek-tioniert, wo Themen der damaligen zeitgenössisch maritimen Lite-ratur und der Schifffahrt durch das Postwesen gewürdigt wurden.
Die Hürden einer Würdigung durch einen Nobelpreis resp. einer Pulitzer-Auszeichnung sind sehr hoch und begehrt. Die Philatelie hat sich nicht «Lumpen» lassen und das gleichen Fahrwasser ge-wählt. So stellt die Auswahl «Literatur & Seefahrt» eine äusserst beeindruckende und gelungene Kombination dar, man könnte sogar von „kleinen Kunstwerken“ sprechen!

HOMER & ODYSSEUS
Der griechische Dichter Homer lebte im achten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Er schrieb die Epen ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘. Die ‚Odyssee‘ beschreibt die zehnjährige Irrfahrt und Heimkehr des Odysseus nach dem Fall von Troja.
Auf der Marke rechts sehen wir Odysseus, der sich selbst an den Mast hat binden lassen um den betörenden Gesang der Sirenen zu hören, ihren Verlockungen aber nicht zu verfallen.
Seiner Mannschaft wurden die Ohren mit Wachs verstopft. So konnten sie die Sirenen sicher passieren.
Sirenen waren in der griechischen Mythologie Vögel mit Frauenköpfen (Marke links oben), die mit ihrem be-zaubernden Gesang vorübersegelnde Seeleute auf die Insel lockten, um sie dann dort zu töten (oben hat man die Sirenen anschaulicher gestaltet). Auf der oberen Marke links erschiesst Odysseus alle Freier seiner ihm treu gebliebenen Penelope.
VICTOR HUGO & GUERNSEY INSELN
Der französische Schriftsteller Victor Hugo lebte von 1802 bis 1885. Er war ein erbitterter Gegner von Napoleon III. und musste daher von 1851 bis 1870 in der Verbannung auf der Insel Guernsey leben. Hugo schrieb Gedichte, Dramen und
Romane, unter de-nen ‚Notre Dame de Paris‘ (Der Glöckner von Notre Dame), ‚Les Miserables‘ (Die Elenden) und ‚Les Travailleurs de la Mer‘ (Die Arbeiter des Meeres) am bekanntesten sind.
Bei den Arbeitern des Meeres leistet Gilliatt eine unglaubliche
Aufgabe bei der Bergung einer Dampfmaschine, kämpft gegen Sturm und den Kraken und scheitert dennoch an der Sprach-losigkeit, Deruchette seine Liebe zu erklären. Während sie mit einem anderen auf dem Schiff am Horizont davonsegelt, lässt Gilliatt sich von der Flut, dem Meer überspülen.
JULES VERNE & DIE NAUTILUS
Der französische Schriftsteller Jules Verne lebte von 1828 bis 1905. Er ist Begründer des uto-pisch-technischen Abenteuer Romans. Viele seiner phantas-tischen Schilderungen wurden später wahr. Rechts Jules Verne mit seinem U-Boot „Nautilus“, dass von einem Riesenkraken angegriffen wird.
Eines seiner bekanntesten Werke, ‚20000 Meilen unter dem Meer‘ sehen wir auf der linken Marke oben. Rechts oben, das Uboot ‚Nautilus‘ wo Kapitän Nemo die Unterwasserwelt beo-bachtet. Der Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ wurde schon mehrfach verfilmt.
ROBERT LOUIS STEVENSON - DIE SCHATZINSEL

Der englische Erzähler Robert Louis Stevenson lebte von 1850 bis 1894. Er schrieb verschiedene schottische Abenteuer Romane, Südsee-Erzäh-lungen und auch kritische Schriften. Weltruhm er-langte er durch seinen Roman ‚Treasure Island‘, die Schatz-insel. Auf den nebenstehenden Marken sind die beiden
Hauptfiguren dieses Romans zu sehen. Der als Koch getarnter, ein-beiniger Pirat Long John Silver mit seinem Papa-gei und der Schiffsjunge Jack Hawkins. Im Hin-tergrund der Schoner ‚Hispaniola‘.
Diese Marken gehören zu einem Satz von vier Marken über die Schatzinsel, British Virgin Island. Die Marshall Inseln haben einen Block mit neun Marken über die Pazifikreisen von Stevenson herausgegeben.

DANIEL DEFOE & ROBINSON CRUSOE
Der englische Schriftsteller Daniel Defoe lebte von 1660 bis
1731. Er war Import-Kaufmann und deswegen viel unterwegs. Immer mal wieder „nagte er am Hungertuch“.
Als er 1719 seinen ‚Robinson Crusoe‘ schrieb war er bereits 60 Jahre alt. 1724 erschien in London sein Werk ‚A General History of the Robberies and Murders of the most notorious Pyrates and also their …..‚ von Captain Charles Johnson, dies war sein Pseudonym. Das Buch wurde zum Standardwerk über die Piraterie. Der Erfolg war so groß, daß Defoe 1728 einen Nachfolgeband herausgab.
Ausserdem verfasste er noch verschiedenen andere Schriften über das Piratenwesen. Eine davon über den Piraten John Rackam mit Mary Read und Anne Bonny, welche auf den Marken abgebildet sind.
TEODOR JOSEF CONRAD & LORD JIM
Josef Conrad, genau Teodor Josef Conrad Nalecz Korzeniowski lebte von 1857 bis 1924. Mit 17 Jahren geht der Pole in Marseille an Bord einer Bark, erst als Passagier, dann als Schiffsjunge. 1886 bekommt er das Kapitänspatent. Schon
als Seeoffizier beginnt er zu schreiben und lebt seit 1894 nur als Schriftsteller, allerdings in materieller Not. Er ist einer der bedeu-tendsten Seefahrtsliteraten. Neben vielen Erzählungen sind folgende Werke zu nennen: Lord Jim, Sieg, Die Schattenlinie, Almayers Wahn, Der Verdammte der Inseln, Der Freibeuter, Die Rettung, …… etc.
JAMES FENIMORE COOPER’s SEEGESCHICHTEN
Der amerikanische Schriftsteller James Fenimore Cooper lebte
von 1789 bis 1851. Er war sechs Jahre
Seeoffizier. Er ver-fasste historische Romane, Seege-schichten und viele Indianererzählun-gen. Allen bekannt sind ‚Lederstrumpf‘, ‚Der letzte Mohikaner‘, ‚Die Prärie‘ und ‚Der Pfadfinder‘.
ERNEST HEMINGWAY “DER ALTE MANN & DAS MEER
Der Amerikaner Ernest Hemmingway lebte von 1899 – 1961.
Er arbeitete im Sanitätsdienst, dann bei der Infanterie und wurde schwer verwundet. Später war er Reporter und Aus-landskorrespondent an verschiedenen Kriegsfronten. Er schrieb Romane, Novellen und Kurzgeschichten.
1954 erhielt er den Nobelpreis. Seine bekanntesten Werke sind ‚Wem die Stunde schlägt‘, ‚Inseln im Strom‘, ‚Fiesta‘ und ‚Der alte Mann und das Meer‘. Für diese Novelle bekam er 1953 den Pulitzerpreis. Der Inhalt dieser Erzählung wird auch auf den Marken angedeutet: ein alter Mann in einem kleinen Fischerboot kämpft mit einem riesigen Fisch, besiegt ihn aber verliert ihn auch wieder an die Haie.
DREI DEUTSCHE SEEFAHRER & SCHRIFTSTELLER
1.) Hans Leip (Pseudonym: Li-Shan Pe, 1893 – 1983) war
ein deutscher Schriftsteller. Sein Werk besteht aus Roma-nen, Erzählungen, Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen und Filmdrehbüchern. Vorherrschende Themen sind das Meer und die Seefahrt. Unter den vielen Büchern sind hier nur genannt „Jan Himp und die kleine Brise“, das „Bordbuch des Satans“ und „Am Rande der See“. Die Illustration auf der Marke bezieht sich auf sein Gedicht „Die Brücke Tuledu“, auf der die „leichten Mäd-chen“ zu finden sind.

2. Joachim Ringelnatz (1883 – 1934, eigentlich Hans Gustav Bötticher) war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist
und Maler. Er fuhr zur See, war bei der Marine und veröffentlichte unter verschiedenen Pseudo-nymen in der satirischen Zeitschrift Simplicissimus Gedichte. Lyrik, Prosa, Dramatik und Kinder-bücher umfassen sein Werk. Vor allem ist er für seine humo-ristischen Gedichte um den Seemann Kuttel Daddeldu bekannt.

3. Felix Graf von Luckner (1881 – 1966) war Seeoffizier, 
Kaperfahrer, Schriftsteller und ein Botschafter der „Völkerver-ständigung“ auf vielen Vortragsreisen weltweit. Im 1. Welt-krieg 1916 wurde er Kommandant des Hilfskreuzers „See Adler“, einem Segelschiff. Über diese wagemutige und später berühmte Fahrt verfasste er das Buch ‚Seeteufels Weltfahrt‘

Blue Whale’s drei Supplements als Bonmots!

MARK TWAIN & HUCKLEBERRY FINN
Der Amerikaner Samuel Langhorn Clemens lebte von 1835 bis
1910. Seit 1861 nennt er sich selber nur noch Mark Twain. Er war Jour-nalist, Reporter, Sozial-kritiker, Moralist, Silber-gräber, Reiseschriftstel-ler und Lotse.
Er hat das Lotsen-patent auf dem Mississippi erwor-ben und fuhr vier Jahre zwischen New Orleans und St. Louis. Daher kommt auch sein Name.
Wenn beim Loten der Wassertiefe der Decksmann ‚mark twain‚ ausrief (2. Mar-
kierung), dann war immer noch ausreichend Wasser unter dem Kiel. Neben den Kinderbüchern über ‚Tom Sawyer und Huckleberry Finn‘ ist sein ‚Leben auf dem Mississippi‘ als Seefahrtsliteratur zu nennen
HANS CHRISTIAN ANDERSEN & DIE KLINE MEERJUNGFRAU
Hans Christian Andersen (1805 – 1875) ist der bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Berühmt wurde er durch seine zahlreichen Märchen. Seine „kleine Meerjungfrau“ (dänisch Den lille Havfrue) ist ein Kunstmärchen das auf der Sage der Undine basiert.
Die Meerjungfrau rettet den Prinzen, als sein Schiff untergeht. Aber dann nach diversen Verwicklungen endet die große un-erfüllte Liebe der kleinen Meerjungfrau in eine unsterbliche Schaum-Seele umso an dem Glück der Menschen teilzuhaben. Marke rechts: Die kleine Meerjungfrau an der Uferpromenade Langelinie in Kopenhagen.
GORCH FOCK alias JOHANN KINAU
Bild unten: Ewer der Finkenwerder Fischer
Gorch Fock, der eigentlich Johann Kinau hieß wurde 1880 in Hamburg Finken-werder geboren. Er wollte wie sein Vater Fischer wer-den. Weil er zu schmächtig war, beschritt er die Lauf-bahn als Kaufmannsgehilfe und Buchhalter. Früh be-gann er Geschichten und Theaterstücke zu schreiben, fast alle in Niederdeutscher Sprache. 1912 erschien sein Roman ‚See-fahrt ist Not‘ der zu einem Standardwerk der Seefahrtslitera-tur wurde. In dem Roman wird das Le-ben der Nordsee-fischer von Finken-werder heldenhaft, bodenständig und mythisch beschrie-ben. Dann schien sein Seefahrtstraum in Erfüllung zu gehen. Während des ersten Weltkrieges wurde er 1916 zur Marine einberufen. Zwei Monate später starb er in der Schlacht am Skagerrak. Bei der Deutschen Marine wurden bisher zwei Segelschul-schiffe und ein Vorpostenboot nach ihm benannt.

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Der Wal und das Meer

(erst. 18.03.2026)

ANEKDOTE MIT TIEFGANG
Im 18. bis 19. Jh. waren Hafenkneipen raue, düstere Orte für ar-beitslose Seeleute und diente Matrosen als erste Anlaufstelle nach langen entbehrlichen Reisen. Die Kneipen waren geprägt von billi-
gem, gepanschtem Alkohol, lauten Seemannsliedern und dichten Rauchschwaden. Die Einrichtung war simpel, funk-tional und oft schmutzig.
Die Spelunken waren der Schmelztiegel lichtscheuer Gestalten, kriminellen Zeit-genossen und des horizontalen Gewerbes. Gern gesehen waren abgetakelte Seeleute die sich als Geschichtenerzähler berufen fühlten und für ein Glas Grog ihren Seemannsgarn zum Besten gaben.
Unsere Geschichte beginnt mit der Aufforderung an einen dieser Urge-steine der Seefahrt, der in der Ha-fenkneipe einen guten Ruf als cha-rismatischer Anekdoten Erzähler innehatte. Schnell war die nächste Runde bestellt, die durstigen, rauen Kehlen befeuchtet und der Tisch bis auf den letzten Platz mit Zuhörern belegt. Dann gab der alte Salzbuc-kel mit fester Stimme seinen Garn vom Wal und das Meer zum Besten.

DIE GESCHICHTE VOM WAL UND DAS MEER
Einst lebte ein Wal im Meer, wo das Wasser so sanft, so klar und so durchsichtig war, dass er sich nicht daran stieß. Eines Tages begann der «Fisch» zu denken: „Was für ein Wunder. Ich kann mich im leeren Raum bewegen, ja schweben.“ Das Phänomen beschäftigte ihn zusehends, wie er sich bewegte und geriet darüber in Schrecken und Angst.
Ein Blick in die Tiefe lähmte ihn förm-lich: „Ich könnte vergessen wie man schwimmt!“ dachte er. Panik ergriff den Wal, da er befürchtete, er könne lautlos in die Tiefe sinken. Doch dann kam ihm ein rettender Ge-danke: „Ich nehme meine Fluke ins Maul und halte mich daran fest.
Er versuchte nach seiner Caudale (Pinna caudalis) zu schnappen, doch er schaffte es nicht. Je mehr er sich darum bemühte, umso gefährlicher erschien ihm die Tiefe des Ab-grunds. Die Angst wuchs ins unermessliche und nahm Besitz von ihm.
Das Meer schaute dem Trei-ben eine Weile zu. Dann fragte es den verzweifelten Wal: „Was tust du da?“ Dieser erwiderte: „Ich habe Angst, in die Tiefe zu fallen, und versuche daher, mich an meiner Flosse festzuhal-ten.“ Das Meer erwiderte: „Du hast es schon seit einige Zeit vergeblich versucht und bist doch nicht abgestürzt. Was ist wohl der Grund dafür?Der Wal überlegte kurz und antwor-tete: „Ich bin tatsächlich nicht in die Tiefe gestürzt.“ Danach realisierte er: „Weil ich schwimme.
Das Meer bestärkte ihn: „Du hast es erkannt„, sagte er: „Ich bin das weite Meer, dein Lebensraum in dem du existierst. Wenn du schwimmst, trage und beschütze ich dich, du sollst mich ehren und mich in alle Richtungen erkunden. Aber was tust du? Du ängstigst dich und vergeudest deine Zeit damit, nach deiner Fluke zu schnappen!

Der Fisch begriff, es fiel ihm wie Korallenstaub von den Augen. Er ließ von seinen vergeblichen Versuchen ab und machte sich an das große Abenteuer, das weite endlose Meer zu erkunden.

BLUE WHAL'S EPILOG
Eine ergreifend tiefgründige Geschichte «Aber hat auch nur einer der Zuhörer den Kontext begriffen?» fragt Blue Whale stirnrunzelnd. Vermutlich ist die Botschaft im Grog Dunst versunken. Spielt keine Rolle, dem Einen oder Anderen See-mann wird auf der Freiwache die Geschichte eine Reflexion auslösen. Die Erkenntnis der Botschaft bereichert dann das Seemannsgarns mit Lebensweisheit!
Dem pflichte ich bei und bemerke: «Ein hitverdächtiger Walgesang!».

 

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