ES BRODELT IN DER WETTERKÜCHE
Im September 2020 habe ich nicht schlecht gestaunt, als die Schlagzeilen von einem Medicane im Mittelmeer berichteten.
Ich will ehrlich sein, nachdem ich die Schlagzeilen verdaut habe, hat mich die Bezeichnung „Medicane“ etwas irritiert, denn ich wusste nicht wo ich den Begriff einstufen sollte. Als ich aber die verheerenden Bilder sah und die zugehörigen Berichte las, ging mir das berüchtigte Licht auf! Den Betroffenen im südionischen Griechenland hingegen gingen die Lichter sprichwörtlich aus!
Nach den Aufsätzen über den Meltemi und die Isobaren ist dieser Bericht nur eine logische Ergänzung der vorgängigen Themen.
Was war geschehen? Ein kleiner Rückblick mit recherchierten Fakten der Geschehnisse soll helfen dieses Phänomen einzuordnen und die Wassersportfreunde im Mittelmeer aufzurütteln. Nur zu leicht geraten Tragödien dieser Art in Vergessenheit und könnten nebst materiellem Schaden fürs Schiff auch grosses Leid für die Crew bedeuten.
Wie sich meteorologisch ein Medicane entwickelt kann auf dem nachstehenden <Videolink des SRF> beobachtet werden! Wichtiger Hinweis; Erst Video starten, dann Wiederholungstaste
links unten drücken.
In den folgenden 4 Spoilern werden die Merkmale eines Medicane aufgearbeitet;
Blue Whale hatte in Bari zum Glück ca. 450 km Abstand zum Zentrum des Wirbelsturmes. Auch hier machte den Menschen heftige Windböen zu schaffen. Blue Whales Abdeckplane wurde in Mitleidenschaft gezogen und so kann man erahnen, welche Kräfte in unmittelbarer Nähe gewirkt haben müssen.
Ältere Griechen versicherten, dass es solche schweren Stürme in dieser Regelmäßigkeit früher nicht gegeben habe. „Ich stand bis zu den Hüften im Wasser“, sagte eine 86-Jährige am Samstag dem örtlichen Fernsehsender in einem stark betroffenen Dörfchen. „Wir hatten auch früher mal Stürme, aber nie so gewaltig.“
Uns Skippern könnte trotz regelmässiger Wetterbeobachtung ein solches saisonales Unwetter ereilen, denn mit der Geschwindigkeit wie sich diese Ungeheuer entwickeln und herumziehen ist atemberaubend und kein Kraut gwachsen.
Blue Whale und ich bleiben den Lesern einen „guten Ratschlag“ schuldig. Wir sind beide froh, diesem Drama dank „Corona“ entkommen und nicht ausgesetzt gewesen zu sein.
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An der Vor-derseite be-sorgt dies heiße Luft aus der Sahara, die von einem 






In unserem Fall ist mir aufgefallen, dass sich die Italiener wohl geirrt ha-ben, denn es war ein männ-liches Orkantief und hätte einen würdigen Namen ver-dient, wie peinlich. Die Griechen haben dies bemerkt und hielten es für erforderlich den Irrtum zu korrigieren. So ist aus der Udine der Ianos geworden, was heute im Trend liegt.
Die Griechen wollten den Italienern in keiner Weise nachstehen und suchten nach einem tiefsinnigen Namen. In der Namens-gebung verbirgt sich ver-mutlich die Mentalität der Hellenen, die schon immer den Hang zur Dramaturgie und Mythologie hatten. Mit „Ianos“, auch „Ianus“ geschrieben, haben sie sprichwörtlich „den Nagel auf den Kopf“ getroffen. Janus ist in der ursprüng-lichen römischen Mythologie beheimatet und weist mit dem Namen Janus (lateinisch Ianus) auf die römische „Gottheit des Anfangs und des Endes“ hin. Er gehört zu den ältesten römi-schen Göttern (Bild s. oben)

Auch Blue Whale wurde ein Opfer dieser Pandemie und musste die Saison 2020 in der Ranieri-Werft von Bari, im Trockenlager, fristen. Vermutlich wird sie sich mit unzähligen Rostflecken revanchieren und so den langersehnten Saisonstart im Frühling 2021 mit harter, mühevoller Vorbereitungs-arbeit verzögern. Gerne hätte ich in diesem Kapitel neue interessante Segelerlebnisse und Törnberichte präsentiert aber auch ich musste mich den Umstän-den beugen. Die Zeit nutzte ich mit diversen fälligen Gesundheits-Updates und als Ausgleich „Gartenarbeiten“. Ich war da in guter Gesellschaft, denn vielen Segel-Leidens-Genossen ist es ähnlich ergangen, respektive durften sich nur über einer kurze Segel-saison erfreuen.
Wollen wir doch zu-versichtlich in die Zukunft blicken, ob-schon die momen-tane Lage noch chaotischer wirkt wie letztes Jahr und die Prophezeiungen der Wissenschaftler (auf Politiker hören wir ja schon lange nicht mehr) alles andere als Rosig erscheinen lässt. Wir sind in der zweiten Welle gefangen, die wir als Skipper auf See mühelos aussteuern würden, denn uns macht meist nur die 5. und 6. Welle zu schaffen.
Hast du schon mal daran gedacht die Segelfläche mit neuen oder gebrauchten Hygienemasken zu vergrössern? Eine weitere Hilfe wäre die seit kurzem programmierbare Corona-Warn-App. Diese könnte nämlich die Wetter-App bestens ergänzen. Bemerkenswert ist auch, dass niemand zugeben, würde, welche Manöver in der Badewanne geübt wurden. Eigentlich schade, denn so wird der übliche Erfahrungsaustausch verhindert. Jeder hat das Bedürfnis
Die restliche Zeit bis zum Saisonstart lässt sich mit beiliegender Bildanleitung nicht besser überbrücken. Dieser „Work Out“ braucht bestimmt keine Motivation und dürfte bei regelmässiger Anwendung nicht nur für die eigene Konsti-tution sondern auch zur empfohlenen Desinfektion beitragen.