Flaschenpost als Fake?

(erst. 03.06.2026)

SPEKULATIONEN UM GORCH FOCK BEFEUERT
Kürzlich ist eine Flaschenpost von 2023 aufgetaucht, welche die Spekulationen um die verschollene Gorch Fock neu entfacht hat. Auch wir fragen uns: «Quo Vadis Gorch Fock?», denn es grenzt schon an ein Wunder, dass im Müll der Weltmeere, eine als Flasche getarnt maritime Nachricht, gefunden wurde. Der Inhalt der Einwegflasche lautete wie folgt:
27.02.2024 GF Südatlantik
Pos. 8°42’29.6″S 5°10’38.1″E
Kurs S-N, 0,0kn bei Flaute
Stimmung unter Niveau Tiefgang, gefangen in den Doldrums, seit Tagen keine Etmale, Nach Äquator Überquerung Zeus und Neptun an Bord, Crew erschöpft & verwirrt, Funker verschwunden, noch kein SOS abgesetzt.
Eine herzzerreissende, dramatische Nachricht! Experten sind sich uneinig:
Die Einen „Es kann sich nur um die Gorch Fock handeln!“
Die Anderen „Einwegflaschen gehörten nicht zum Bordproviant!“
Die Identität des Verfassers bleibt jedoch im Dunkel, vermutlich ein Bottle-Blower. Wir erinnern uns, die Mission stand ja unter erhöhten Sicherheitskriterien.
Um die Fakten aus der «fast Vergessenheit» in Erinnerung zu rufen, ein Spoiler mit Nachtrag der Geschehnisse:

KOMMUNIQUE von 2023
Deutschland schickt Gorch Fock ins Rote Meer, um Huthi-Miliz zu bekämpfen!
Berlin
20.12.2023 (dpo)
Nach zahlreichen Angriffen auf Fracht- und Handelsschiffe durch jemenitische Huthi-Milizen reagiert nun auch Deutschland. Die Bundeswehr soll die von den USA geschmiedete Militärkoalition im Roten Meer mit dem Dreimaster Gorch Fock unterstützen.
Wir schicken damit den Stolz unserer Marine„, verkündete Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). „Die Gorch Fock wird deutsche Frachtschiffe eskortieren, Aufklärungsfahrten betreiben und angegriffenen Schiffen anderer Staaten tat-kräftig beistehen!
Dazu wird das erst vor wenigen Jahren rundumsanierte Schulschiff unter anderem mit jeweils drei Kanonen an jeder Seite ausgestattet. Ein Krähennest auf einem der drei Maste dient der Seeüberwachung.
Dem Kommuniqué war zu ent-nehmen: Die Gorch Fock und nicht etwa eine moderne Fregatte ist entsendet worden. Grund sei nicht nur aktueller Treibstoffman-gel, sondern vor allem dem Um-stand geschuldet, dass alle ande-ren Schiffe der Dt. Marine derzeit defekt seien. Lediglich ein Tretboot habe neben der Gorch Fock noch zur Verfügung gestanden. Am Ende fiel die Wahl dann auf das schnellere Segelschiff.
Kurz nach Weinachten sei die Gorch Fock von Kiel aus in Richtung Rotes Meer aufgebrochen und wird nach einer Umrundung des Kaps der guten Hoffnung spätestens Mitte nächsten Jahres (2024) im Roten Meer erwartet. Aus Sicher-heitsgründen wird die Kommunikation stark eingeschränkt.
BLUE WHALE’s ANALYSE
Blue Whale’s Intellekt auf abschätzigen Tripp: «In dieser Zeit-spanne hätte ich den Golf von Aden auch ohne Segel erreicht!»
Die Gorch Fock ist seit bald zwei Jahren verschollen. Könnte Sie unterwegs im Sturm gesunken, an unbekannten Ufern gestrandet oder gar einem schlimmeren Schicksal unterlegen sein?
BW wagt den Seemannsgarn nicht weiter zu spinnen, aber eine letzte Vermutung streift und lässt sie erschauern:

HAT SIE SICH ETWA DER FLOTILLE DES FLIEGENDEN HOLLÄNDERS ANGESCHLOSSEN?

Ich möchte Blue Whale’s Vermutung verifizieren:
Parallelen zu Gorch Focks Schicksal und dem Abenteuer Roman von Frederick Marryat «Der fliegende Holländer» sind offensichtlich und können nicht ohne weiteres von der Hand gewiesen werden. Nach lesen dieses Buches (Übersetzung ins Deutsche empfohlen) wirst du auf Ewigkeit dem Seemannsgarn verfallen!

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Das „Ever Given“ Desaster

SUEZKANAL ERLEIDET VERSTOPFUNG

Ein Malheur sorgte diesen Frühling weltweit für Schlagzeilen. Das von der chinesischen Evergreen Line betriebene Containerschiff „Ever Given“ war von China auf dem Weg nach Rotterdam. Gemäss Berichten zufolge geriet das Schiff im Suezkanal in einen Sandsturm, kam wegen Abdrift (seitliche Winde) vom Kurs ab und bohrte sich in die Uferböschung. Für mehrere Tage war eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt blockiert.

Dann wurde sie befreit, nur um gleich wieder festgesetzt zu wer-den. Wegen der Auseinandersetzung um Schadenersatz wurde die Weiterfahrt des Containerschiffs im Suezkanal weiter verzögert.
Als wenn diese Nachrichten nicht schon tragisch genug währen, stürmen neue Gerüchte die Schlagzeilen-Hitparade. Wir wollen die Blue Whale Tradition fortsetzen und die weniger beachteten „Head Lines“, welche nicht minder interessant sind, in den Focus rücken;

Penis-Kurs der Ever Given?
Die Cruising Branche fragt sich; „Hat der „Ever Given-Kapitän“ zuvor einen Penis ins Meer gemalt?“
Mit <Klick> aufs Bild öffnet sich das Tracking-Video 36s.
Die Simulation des „Trackingportals „vesselfinder.com“ zeigt: Vor der Ein-fahrt in den Kanal ist der Frachter im Roten Meer eine äußerst ungewöhnliche Route gefahren. Das zeigen die Trackingdaten. Zunächst wirkt es noch wie sinn-freies Gekritzel, dann braucht es nicht viel Fantasie und das Bild fügt sich zu einem Penis und zwei Hoden zusammen. 

Auf der Plattform „Online Focus“ wird die Frage aufgeworfen; Ein Versehen? Ja, wenn es nach einem Sprecher des Schiffsunternehmens geht. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schiffe, die auf die Einfahrt warten, vorher ein kurven-reiches, verschlungenes Muster aufweisen“. Das Penis-Bild sei vermutlich „purer Zufall“.
Blue Whale meint; Selig, die nicht sehen und doch glauben! (ein Zitat aus der Apostelgeschichte 2/42-47). Wenn man bedenkt, dass der Containerfrachter dieses Typs zu den größten der Welt zählt, ist es verwunderlich wenn nicht merkwürdig, dass nach so einem gelungenen Penismanöver das Schiff auf geradem Kurs in der Böschung donnert.

Gleitgel für die Ever Given?
Ein Leitartikel des Postillon lässt uns aufhorchen; „EU schickt 800 Tonnen Gleitgel nach Ägypten“! Die EU, Abt. für Sicher-heit und Zusammenarbeit, kündigt an, in Form von Entwick-lungshilfe dem Ägyptischen Staat mit  800 Tonnen Gleitgel der Marke Durex unter die Arme zu greifen. Die noble Geste erntete weltweiten Applaus!
„Ein befahrbarer Suezkanal ist für Europa von großer Wichtig-keit“, manifestiert EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis. „Wir hoffen, dass unsere Lieferung dazu führt, dass bald alles wieder glitscht und flutscht und ein befriedigender Verkehr möglich ist.“
Der Plan der EU sieht vor, dass künftig vor dem Ein-dringen der Riesen(schiffe) wie die „Ever Given“ diese vor Ort großzügig mit dem Gleitgel eingerieben wer-den. Auch sollen Ufer und Böschung punktuell mit dem Schmiermittel einer Behandlung unterworfen werden. Dies führe dazu, dass es einfacher sein soll, havarierte Schiffe mit Schleppern zu befreien und aus dem Kanal zu ziehen. Auch gute Nachrichten für die Besatzungen; Nach dem Akt dürfen sie sich eine Zigarette und etwas Schlaf gönnen.
Erste Experten fordern inzwischen, zur Sicherheit künftig auch für klei-nere Containerschiffe eine Schmier-kur anzuwenden. Andernfalls dro-hen schmerzhafte Kanalfissuren.
Weltweit unterstützen Skipper Blue Whale’s Initiative nur CE-Zertifi-zierte, umweltschonenden Gleitgels zu verwenden. Auf mikroaktive Kunststoffkügelchen, künst-liche Geschmackverstärker und silikonbasierte Gleitmittel soll der Umwelt zu liebe gänzlich verzichtet werden. Die Meeres-bewohner werden es uns danken.

Eine Leseumfrage zum Thema; „Wie hätte Sie die Rettungs-aktion im Sueskanal beschleunigt?“ hat überaus interessante Antworten zur Folge gehabt;
– Ich bin ja kein Experte, aber hätte es mit drehen nicht besser geklappt?
– Man hätte den italienischen Kapitän Schettino Fragen sollen, der hat Erfahrung.
– Stecken lassen und den Kanal außen rumgraben.
– Mir egal. Suezkanal schau ich nie.
– Das kommt davon, wenn man statt ums Kap der Guten Hoffnung eine Abkürzung nimmt.
– Luft raus, durchziehen und wieder aufblasen. Das mach ich mit meinem Schlauchboot.

Eisberg rammt Ever Given?
Auch das noch! Die Pechsträhne will nicht abreisen. Nachdem das Containerschiff von der Kette gelassen wurde ist sie beim Passieren der nördlichen Etappe des Suezkanals von einem Eisberg gerammt worden und sank in der Mitte des Fahr-wassers. Der plötzliche Temperatursturz hat die Region wie den Kapitän und die Crew überrascht.
„Das darf doch nicht wahr sein!“, schimpft der Kapitän der Ever Given, während im Hintergrund aus Laut-sprechern der TitanicSong „My Heard will Go On“ blärrte. „In dieser Gegend gibt es doch normal gar keine Eisberge! Das ist wie verhext!“ klagte der Kapitän, aber Zuhörer winkten ab. Alle Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme des regulären Schiffs-verkehrs in der international so wichtigen Handelspassage sind erneut zerschlagen. Zwar gibt es Hoffnungen, die „Ever Given“ in den nächsten Monaten zu bergen und den Kanal bis Ende 2021 wieder schiffbar zu machen aber Experten befür-chten, dass das Schiff danach Feuer fangen, explodieren oder von einem Trupp Wüstenpiraten gekapert werden könnte.
Greenpeace ist jedoch hocherfreut und publiziert ein Kom-muniqué; „Endlich eine „Dreckschleuder“ weniger!“

Blue Whale’s Ratschlag
Die Schiffseigner haben sich mit der Namensgebung des Schiffes wohl arg vergriffen. Natürlich ist der Name an die Firmenbezeich-nung „Evergreen“ angelehnt, aber das Omen des Namens triff in diesem Fall mit Umwegen ins Schwarze.
Der Name „Ever Given“ be-deutet übersetzt „Immer Gegeben“. Ja wahrlich, es hat immer schon Unglücke, Haverien, Ungeschick und Unvermögen gegeben!
Darum BW’s Ratschlag;
„Wähle deinen Schiffnamen mit bedacht, um nicht die Götter der Meere heraufzubeschwören.“

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