Hinfahrt nach Süden Mai

(rev. 03.12.2025)

Abbruch Südtörn ohne Reue
Am 5. Mai war es endlich so-weit und der Südtörn mit MM konnte beginnen. Die Wetter Langzeitprognose verheissen vermehrt Südwinde, die zu unbeständige Wetter mit Ge-witterpotenzial führen könn-ten. Wir bezeichnen uns als erfahrene «Matrosen» und würden tragbare Risiken im Griff haben.
Die Erste Etappe führte nach Sivota, wo wir in am Stavros Pier erwartet wurden. Trotz Gegenwind erreichten wir am frühen Nachmittag unser Ziel. Dort schmiedeten wir Pläne für die Süd Etappen unter Einbezug der aktuellen Wetterprognosen. Im Süden braute sich etwas zusammen liess uns aber genügend Zeit ohne Sorgen weitersegeln zu können.
Wir beschliessen Orte und Häfen anzulaufen, die wir noch nicht oder nur selten auf unseren früheren Südfahrten frequentierten. So führt die zweite Etappe mit Motorkraft erst nach Frikes (Ithaka) und danach die Dritte nach Astakos (Festland). Für den dritten Stopp waren die Erwartungen etwas zu hochgesteckt, denn wir lagen an einem lauten, unruhigen Pier und wurden vom Russ eines benachbarten Fischerbootes bis in die späten Nachtstunden einge-deckt. Auf diesen weiten Abstecher hätten wir getrost verzichten können.
Wir flüchten zurück nach Ithaka. MM will eine Geheimbucht an-laufen. Diese paradiesische Bucht, hinter der vorgelagerten Insel Pigadhi versteckt, ist das krasse Gegenteil des Vortages. Dort liegen wir gebannt bei absoluter, gespenstischer «Todesstille».
Das günstige Wetterfenster scheint sich in Sami (Kefalonia), unse-rem fünften Stopp, zu schliessen. Wegen einer Kaltfront legen wir einen Ruhetag ein und fahren tags darauf nach Poros. Das Wetter wird immer unbeständiger und es werden erste Starkwindphasen aus SE mit Sturmwarnung prognostiziert. Die nach Südost offenen Buchten von Agios Nikolaos und Zakynthos sind diesen Unwettern leider voll ausgesetzt und demzufolge unsicher. Wir wollen Blue Whale und uns keiner Gefahr aussetzten.
So fügt sich in Poros ein Ruhetag an den nächsten, welche zu einer aufgezwun-genen Zwangspause mutiert. Nach drei Tagen des Wartens beschliessen wir den Törns abzubrechen!
Natürlich war es ärgerlich, dass wir unser Törnziel nicht erreichen konnten. «Sicherheit» ist unser Leit-satz und geht vor. MM will mit der Fähre zurück nach Meganisi und so fahren ich ihn mit einem Mietwagen nach Sami wo wir uns ver-abschieden. Ich verbringe noch ein paar gemütliche Tage in Poros. Blue Whale und ich erwarten unseren neuen Gast mit dem wir die Rückreise als Nordtörn antreten wollen. Ich beschwöre die Götter, uns keine Gegenwinde aus Nord zu senden. Unsere Törndauer ist beschränkt und segeln wäre zur Abwechslung auch mal schön!
Für die Tagesjournale möchte ich auf die Webseite „Aktueller Standort“ ver-weisen. Dort sind die besonderen Vor-kommnisse in gewohnter Manier dem Journal anvertraut und mit Bildern er-gänzt. Dieser «Link» führt dich direkt auf die jeweilige Webseite.

Die Bildergalerie kann über diesen Link geöffnet werden:
Bilder Hinfahrt nach Süden Mai

 

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Kapitel 2 & 3 April – Mai

(publ. 24.11.2025)
Gewohnte Prozedur als Routine
Die Kapitel der Törnberichte 2 & 3 wurden in einem Bericht zu-
sammengefasst. Die unten Geführten Titel beinhalten nur noch Vorkomm-nisse, welche von der gewohnten Routine der letzten Jahre abweichen.
Die Tagesjournale geben Aufschluss über die täglichen Vorkommnisse in gewohnter Manier. Diese werden auch mit Bildern ergänzt. Mit «klick» auf den Untertitel kannst du direkt auf die jeweilige Webseite wechseln.

Hinreise & Vorbereitungen April
Zum letzten Mal machte ich mich mit dem PW auf die langwierige Reise zu Blue Whale nach GRE. Geplant war, um Stress zu vermeiden, in Ancona zu übernachten und am Folgetag die Fähre nach Igoumenitsa zu besteigen. Diese hatte wieder mal so viel Verspätung, dass ich ohne Übernachtung hätte reisen können.
Nach herzlicher Reunion mit BW wollte ich mich tags da-rauf gleich in die Vorberei-tungen stürzen. Die «To-Do» Liste war lang und das Wet-ter durchzogen. So musste ich auf diverse Arbeiten ver-zichten und mich aufs wich-tigste konzentrieren. Schnell war die Phase vorüber und dank meiner routinemässigen Vorbereitungen Blue Whale zum Lift-In bereit.
Um einen Hafentag in der Cleopatra Marina zu vermeiden, konnte ich Behörden und letzte Einkäufe bereits am 30. April durchführen und den 1. Mai, in der GRE ein strenger Feiertag, Entspannt mit einem „Protest“-Bier mitfeiern.

Solotörn nach Meganisi Mai
Am 2. Mai hatte ich in dreierlei Hinsicht Glück.
1. Das Wetter war gut.
2. Der Lift-In Termin fand früher statt.
3. Die neue 2-stündige Interwall-Öffnungszeit der Kanalbrücke in Levkada konnte ohne Verzögerung passieren.
Wegen der nicht getesteten Ankeraus-rüstung musste ich in Nidry einen Tag für den Test einlegen. Ohne Anker am Gäste Pier in Vathy anzulegen ist ein „no go“. Dort wartete bereits MM auf uns. Wir waren immer noch unbestän-digem und kühlem Wetter ausgeliefert und wollten das erste günstige Wetter Fenster für den bevorstehenden Süd Törn nutzen. Die Tage bis zur Abreise vergingen rasant trotzdem konnten wir witterungs-angepasste Tourenvarianten ausarbeiten um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.
Die ganze Zeit schlummerte Blue Whale an der Pier und ärgerte sich über die neu erhobene Liegegebühr und die funktionsuntüch-tige Infrastruktur von Wasser & Strom. Griechenland wie es «leibt und lebt».

Für die Kapitel 2 & 3 wurde keine Bildergalerie erstellt, da die spärlichen Fotos in die Journale integriert wurden.

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Südtörn mit MM

(erst. 19.11.2025)

Segelfreund als Gast auf Blue Whale
Wir haben uns im Jahr 2018 im Ionischen Meer kennengelernt. Es stellte sich heraus, dass nicht nur die CH-Flagge an unserer Yacht eine Gemeinsamkeit war. Wie sich Mittelmeer Segelfreundschaften entwickeln, hängt weitgehendst von den Protagonisten ab. Unsere Bekanntschaft konnte im Laufe der Jahre vertieft und mit vielen reviertreuen, interessanten Seglern, aus allen Herren Länder, ergänzt werden.
MM und BM haben nach 10 Jahren Segelplausch 2024 ihr Segelschiff verkauft. Sie wollten sich auf den Ionischen Inseln nieder-lassen und ihren Lebens-abend geniessen.
Schweren Herzens beo-bachtet MM die Segel-schiffe aus der Ferne und ergreift ergebende Gelegenheiten um mit langjährigen Freunden an Segeltouren teilzunehmen. Als erfahrener Segler, der das Revier wie seine Hosentasche kennt, ist er ein gern gesehenes Crewmitglied und Guide. Wir wollten schon seit längerem einen gemeinsamen Männertörn in den Süden des Ionischen Meeres unternehmen, welches wir dann im Frühjahr 2025 umsetzten.
Leider hatten wir nicht damit gerechnet, dass ein sehr kalter Mai mit unbeständiger Witterung auf uns warten würde. Nach anfäng-lich flottem Start blieben wir immer wieder wegen südlicher Winde in Häfen oder Buchten hängen. Wenn du mit einem älteren Schiff wie Blue Whale gegen Wind und Welle ankämpfen musst, nützt die besten Segeltaktik und Routenwahl nichts. Aufkommende Gewitter vom Süden verunmöglichten unser angepeiltes Etappenziel, die Insel Zakythos, in der veranschlagten Zeit zu erreichen. Wir fügten uns unserem Schicksal und brachen den Törn widerwillig in Poros (Kefalonia) ab.
Rückblickend betrachtet, hatten wir trotzdem eine erlebnisreiche Zeit, von welcher die zahlreichen Bilder in der Galerie zeugen. Leider wird sich das Unterfangen nicht mehr wiederholen können, da Blue Whale und ich ab Spätsommer dieses Segelrevier nach über 8 Jahren verlassen werden um den Rückführungstörn in die Schweiz anzutreten.
Erwähnenswert ist unsere Deckungsgleiche Einschätzung und Analyse der vorgefundenen Wetterkapriolen im Mittelmeer. Im Zeitalter der Klima Erwärmung ist stehts mit nicht vorhergesagten Starkwinden und plötzlichem Wetterumschwung zu rechnen.
So hat unser Slogan «Safety First» in der Bewältigung von maritimen Situation und Entscheidungen zu einem entspannten und harmonischen Törn beigetragen.
Im Journal und der Fotogalerie ist der Segeltörn bestens Dokumentiert.
Blue Whale würde sich freuen ihn als Gast zu einem Bodenseetörn begrüssen zu dürfen.

Nachstehende Links führen direkt zu Detail Infos des Segeltörns, das «Logbuch-Journal» wie die Bildergalerie „Hinfahrt nach Süden“. Klicke auf den jeweiligen markierten Bereich.

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