(rev. 11.01.2026)
IN EINTRACHT ZU NEUEN UFERN
«Auf jedem Schiff, das schwimmt und schwabbelt,
ist immer einer drauf, der dämlich sabbelt»
Ich erlebte früher Charter-Segeltörns, wo sich dieser Spruch viel-schichtig bewahrheitete. Meine sehr langen Kariere im Mittelmeer ist zum Abschluss gekommen und der Spruch soll als Metapher daran erinnern, dass Gedanken auf langer Fahrt ins fliessen kommen und an Bord herumsabbeln!
Um die „Sabberei“ die wir als Gedanken-ströme einordnen, nicht in Vergessen-heit driften resp. versiegen zu lassen, sei mir gestattet, diese für die Nachwelt zu erhalten.
«IN VINO VERITAS»
meint der Blue Whale Skipper
<<< Bilderklärung:
zu einem realistischen Gedankenerguss ein prosaisches Abschiedsgedicht:
FAREWELL „MARE MEDITERRANEUM“
Der «Mittelmeer» Törn ist zu Ende
Blue Whale und ich vollzieh’n ne Wende
Wieder zurück im schwäbischen Meer
Frönen wir unsrer glücklichen Wiederkehr
Wieder Süsses unterm Schiffsbauch
Angetrieben vom lauen Windhauch
Geniessen faire günstige Winde,
treiben uns voran geschwinde
Liegen Kurs und Segel an,
Fliegt das Ziel rasch heran
Dämmerung bricht herein,
Spiegelt den Abendschein
Nach behänder Hast,
Begehren wir verdienten Rast

Angelehnt an ein Gedicht der
Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916):
HEIMKEHR & SCHIFF
Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen
Wie ein Sturmwind geflogen.
Voll Jubel ertönt’s vom Mast und Kiele:
„Wir nahen unserem Ziele.“
Der Skipper am Steuer spricht freudig und weise:
„Wir segeln nicht mehr im Kreise.“

Poesie auf eine Ortschaft in Montenegro
WILLKOMMEN IN BAR
Sie locken mit dem Namen „Bar“
Überall ne Milch- oder Kaffee-Bar
aber wo ist den die Whiskey Bar?
Auch gibt’s ne Sushi- oder Single-Bar
wo zum Teufel ist die Whiskey-Bar
Endlich da ist ne Whiskey-Bar
Wir sind Bacchus sehr dankbar
Treten ein und rufen laut Akbar
Zum Ende blechen wir in bar
Blue Whale findet das sonderbar
bald geht’s weiter, wie wunderbar!

Blue Whale’s Prosa zu einen Gästetörn:
VENI – VIDI – VICI
Er kam und ging wie der Wind, geschwind
Wir segelten stetig ohne Wind, fast Blind
Stille auf dem Wasser, er wird blass und blasser
säuft Eimer voll Wasser und wirkt stetig krasser
Koste mal den Flachmann, werde ein Seemann
alsdann, als Blue Whale’s Gespann geht’s voran
Wider Leiden, lass uns sein bescheiden
In Harmonie einiggehen, Stürme meiden
Endlich! Gefährte und Meer, vollzie’n ne Wende
Nur schade, bald neigt der Törn sich dem Ende

An ein Gedicht aus dem 18-Jahrhundert angelehnt
BLUE WHALE IN GEDANKEN
Die Gedanken sind frei,
Wer kann sie erraten?
Sie segeln leise vorbei
Wie schwebende Schatten.
Keiner sie einschließen,
Niemand sie schießen.
Es bleibt dabei:
Die Gedanken sind frei.
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