Der Meltemi

(rev. 21.05.2020)

Der trockene Sommerwind der Ägäis

Es ist kein Märchen, aber es geschah vor langer Zeit und ist in meiner Erinnerung eingraviert. Die Irrfahrt von Mykonos nach Kea mit einer Charteryacht. Ein Höllenritt dem Meltemi gegenan! Bei tief blauem Himmel quälten uns zunehmende Windböen von bis zu 40 kn aus Nord und es baute sich ein gigantischer Wellengang auf. Die Jacht und wir wurden auf eine harte Bewäh-rungsprobe gestellt, denn es dauerte den ganzen Tag, bis die sichere Bucht von Kea, völlig erschöpft und durchnässt, erreicht hatten. Damals schwor ich mir, alles zu unternehmen, um nicht noch einmal in eine solche Situation zu geraten. Nun will ich das berüchtigte Hoheitsgebiet des Meltemi, die Kykladen, während der 3. Etappe meiner Segel-saison 2020 kreuzen. Aus allen möglichen Quellen bereite ich mich theoretisch auf eine sichere Fahrt vor. Dazu gehört zweifelsfrei eine „Meltemi-Lage“ rechtzeitig zu erkennen und die richtige Taktik anzuwenden. Die Infos und Daten, die für mich als „Eselsleiter“ oder Vorhersage-Checkliste dienen sollen, möchte ich auch mit anderen Seglern teilen. Eventuell hilft‘s beim nächsten Törn in der Ägäis, darum dieser Aufsatz.
Ich war recht erstaunt, aber einer der ersten Infos die mir über den Meltemi aufgefallen sind, war der Meltemi Ouzo <Infos über Link auf Flasche>. Unter Einfluss dieses Flaschengeistes wäre der beschrieben Törn womöglich in wesentlich entspannter Atmos-phäre verlaufen, oder auch nicht, wer weiß das schon!

schiffe-0106.gif von 123gif.de

<<  Meltemi ist kein Gewitter!
Für bessere Übersicht habe ich den Aufsatz in Themen unterteilt, die in den nachstehenden 5 Spoilern abgespeichert sind, mit Mausklick öffnet sich der gewünschte Inhalt.

1. Charakteristiken des Meltemi
Die wichtigsten Merkmale des Meltemi;

Wirkungsgebiet Frühling bis Herbst
Aktivität ganze Ägäis
Windgeschwindikeit 12-21 kn, in Böen bis zu 47 kn
Beaufort Skala 4- 5, in Böen bis zu  9 Bf
Dynamik tagsüber zunehmend, abends abflauend
Dauer 2– 4 Tage in Ausnahmefällen bis 12 Tage

Abb. 1 Darstellung einer stabilen Druckverteilung (Isobarenkarte) im Sommerhalbjahr Zur Erläuterung der H (Hoch)= Azorenhoch & T (Tief ) = Monsuntief
In den Sommermonaten wird meistens eine Druckverteilung wie oben abgebildet angetroffen, wodurch sich die vorherr-schende Windrichtung im ägäischen Seegebiet aus Nord bis Nord-West einpendelt. Dieser Wind, weht regelmäßig mit Windstärken von 2-4 Beaufort. Natürlich beflügelt er des Seglers Herz und sorgt für einen flotten Törn. Im Sommer-halbjahr wird er Meltemi genannt. Die Griechen nannten ihn Etesien (kommt von „etos“ = jährlich) oder im Türkischen bedeutet es „sanfter Wind“). Er pustet vorwiegend mit 4-7 Bf, kann aber innert Tagesfrist auch auf Sturmstärke zulegen.
Die meisten werden sich heute mittels Wetterkanal übers Handy oder einer Wind-APP informieren. Es gehört aber zur guten Seemanschaft, auch andere Quellen anzuzapfen. Es könnte ja sein, dass man, aus welchen Gründen auch immer, auf die Naturzeichen der Umgebung oder auf das Studium einer Wetterkarte mit Isobaren angewiesen sein sollte. In den nachstehenden Untertiteln werden diese Alternativen näher erörtert und sind mit viel nützlichem Wissen gespickt.

2. Kurzfristige Voraussagen 24 - 36 Stunden
Ein Wetter-Quiz an Bord ist nicht nur ein Zeitvertreib für län-gere Etmale sondern kann nebst Spaß auch viel Wissen bei-steuern. Sollte der Törn im Einflussgebiet des Meltemi statt-finden, lässt sich ein Quiz mit den aufgeführten Parametern durchführen. Durch regelmäßige Beobachtungen kann ein große Lerneffekt erreicht werden und zu einem sicheren Törn beitragen. Beherzigt das Sprichwort – „Übung macht den Meister“-, denn vermehrte optische Beobachtungen schärfen nicht nur die Sinne sondern ermöglichen als persönliches Rüstzeug kurzfristige lokale Vorhersagen. Als Belohnung für den Sieger eines Vorhersage-Wettbewerbs könnte ein Schluck aus der Ouzo-Meltemi Flasche winken. Nachstehend einige der wichtigsten Parameter;

Eigenschaften zunehmend trockener, kühler N–NW-Wind, ver-besserte Weitsicht, vorausgehende klare Nacht (viele Sterne) keine Taubildung an Deck
Barometer steigender Luftdruck, min. 3 bis 4 hPa in 12h
Optische Merkmale tagsüber Bildung von Cirrocumulus-Wolken, (Schäfchenwolken) aus SW bis W über das Firmament verstreut. Schon morgens über dem Festland Blumenkohlwolken und nachts zuvor kann man auch Wetter-Leuchten beobachten
Achtung Wenn der Luftdruck in der Region schnell und überdurchschnittlich Hoch ansteigt, muss mit einer längeren Starkwind Phase gerechnet werden!

Mit dem Meltemi und entsprechenden Windböen und Wellen-gang ist nicht zu spaßen

3. Übersicht berüchtigte Meltemi-Hotspots
Aus beiliegender Ägäis-Karte sind die Haupt-Windrichtung des Meltemi und seine Wirkungsweise optisch dargestellt.
Abb. 2, mit Mausklick öffnet sich die Karte
Markierte „Hotspots“ wie Düsenwirkung zwischen den Inseln und Fallwinde resp. Fallböen, je nach Topografie von Inseln und Buchten wie auch Kapwinde sind in der Meltemi-Hoch-saison mit größter Vorsicht zu begegnen.
Süd-Nord
öffnenden Buchten sollten grundsätzlich vermieden, spätestens bei aufkommen des Meltemi rechtzeitig verlassen, werden. Es droht Gefahr „eingeweht“ zu werden. Dies kann schwerwiegende Folgen haben wie Havarien oder sogar zum Schiffsverlust führen.

4. Verhaltensregeln bei Meltemi-Alarm
Sollte es der Terminplan erlauben, ist es das sicherste bei aufkommendem oder bereits aktivem Meltemi ein Auslaufen zu verschieben. Auch am Anleger oder in der Ankerbucht müssen Massnahmen zur Sicherheit getroffen werden. Nicht nur das Ankergeschirrs sollte überprüft sondern auch Belegeleinen verstärkt werden. Wo heftige Fallböen zu erwarten sind empfiehlt es sich, den Luftwiderstand des Schiffes (lose Segel, Bimini-Verdeck, Dingi etc.) zu ver-mindern. Lose Fallen sind festzuzurren oder zu spannen, denn diese sind nicht nur für die eigene Crew Nervtötend sondern auch für Nachbarschiffe ein graus!
Wenn ein Auslaufen nicht aufge-schoben werden kann, sollten nachstehende Verhaltensregeln beachtet werden;
1.) Im Aussenbereich alles fest-zurren und das laufende Gut kontrollieren.
2.) Im Innenbereich der Jacht alles Sturmfest verstauen und sichern.
3.) vorteilhaft Reff ins Segel einbinden (Hinweis unten).
4.) entsprechende Kleidung (Ölzeug) anziehen.
5.) Sicherheitsausrüstung (Weste & Lifeline) anziehen.
6.) Mahlzeit (Snacks) & warme Getränke vorbereiten.
7.) Reiseroute überprüfen & Plan B ausarbeiten.
8.) Wetterbericht nochmals prüfen!
Unterwegs ist immer mit unvorhersehbaren Ereignissen zu rechnen. Ein „Plan B“ sollte mit der Crew abgesprochen und ausgearbeitet werden. Daraus resultiert das abstecken von Nothäfen und sicheren Ankerbuchten. Bitte den Metemi-Ouzo erst nach anlegen im Zielhafen auspacken!
Hinweis zu Pos. 3: Ein zu viel eingebundenes Reff ist einfacher auszuschütten als eins einzubinden!
5. Meltemi und die Klimaerwärmung
Veränderungen durch die Klimaerwärmung sind allgegen-wärtig und können mannigfaltig beobachtet werden.

Wie lange noch?

Wie wird sich der Meltemi verhalten? Eine nicht leichte Antwort, den sie lässt sich vermutlich nur durch lang-fristige Beobachtungen und Analysen erfassen, die Klima-tologen arbeiten daran. Prog-nosen ohne Klimaerwärmung sind schon schwierig genug. Wenn die Zweifler und Igno-ranten nicht in so grosser Zahl wären, würde die Aus-wirkungen eher in den Griff zu bekommen sein. Nachstehende Punkte sind einer Überlegung wert und mahnen zur Vorsicht.

1.) Veränderungen durch Energiezufuhr
Energie durch Sonneneinstrahlung ist der Treibstoff der phy-sikalischen Abläufe in der Atmosphäre. Die Luftdrücke (H & T) sind eines der wichtigsten Merkmale in den Prozessen. Der Unterschied zwischen den Luftdrücken bewirkt Luftmassen-ströme vom Hoch zum Tief, welchen wir als Wind wahrneh-men. Die Atmosphäre ist bemüht einen Ausgleich zu schaffen. So bewirken höhere Druckdifferenzen heftigere Luftbewegun-gen welche durch die steigende Temperatur noch weiter verstärkt wird.
Ein Link öffnet die bildliche Darstellung der globalen Windsysteme, aus Klima der Erde.de

2.) Dynamische Atmosphäre
Durch die grössere Energiezufuhr werden in der Atmosphäre die Abläufe zusehends beschleunigt. Wetterfronten wechseln sich häufiger und intensiver ab. Dadurch werden Wettervor-hersagen problematischer. Das bemerkt man an den Wetter- und Wind-Apps. Die Fehlerquote steigt und die Unsicherheit der Nutzer nimmt zu. Zum dynamischen Wettermix kommt noch die Häufigkeit von außerordentlichen Ereignissen wie heftigen Stürmen, sintflutartigen Regenfälle und Hitzephasen hinzu. Durch die gestiegenen Wassertemperaturen treten immer häufiger Windhosen auf. Wann wird der erste Hurri-kane im Mittelmeer zu verbuchen sein? Die Aussichten sind getrübt und so müssen wir uns auch mit der optischen Wetterbeobachtung Vorort vermehrt auseinander setzten um besser gewappnet zu sein.

3.) Zukunft 2020
Im Jahr 2019 war das Wetter schon außergewöhnlich. Die Windvorhersagen spielten verrückt und Hitzephasen raubten die Lebenslust. Der Versuch, denn veränderten Rahmenbe-dingungen mit intensiverer Reisevorbereitung entgegen zu wirken ist gerechtfertigt. Dazu gehört auch das Studium resp. sammeln von Informationsmaterial über den Meltemi. Ich hoffe, im Sommer nicht allzu viele unvorbereitete Begegnun-gen mit ihm erleben zu müssen, wenn ja, dann nicht unvor-bereitet. Der nachstehende Aufsatz „Die Isobaren“ enthält alle wichtigen Informationen über die Möglichkeit anhand der Druckkurven die Windstärke zu berechnen. Erfahrungen mit dem Meltemi werden in den Törnberichten 2020 Einzug halten.

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Maritimes Kaleidoskop

(rev. 16.04.2025)Das Kaleidoskop aus dem englischen Sprachgebrauch übernom-men heißt so viel wie – Schönbildschauen -. Der schottischen Physiker  David Brewster hat das Kaleidoskop erst 1816,  zuvor eine griechische Errungenschaft der Antike,  wieder  entdeckt.  Aus dem griechischen lässt sich auch der Name ableiten;
kalós      = schön
eĩdos      = Gestalt, Bild und
skopeĩn  = betrachten, schauen

Das Koleidoskop ist eine optische Konstruktion, das in seiner Form an ein Fernrohr erinnert, bei dem durch mehrfache Spiegelung von bunten Glassteinchen im Innern, die sich durch Drehen jeweils anders zusammenfügen und wechselnde geometrische Bilder und Muster erscheinen.
Die Reflexion der Themen, betrachtet durchs maritime Kaleidos-kop, offenbart dem Betrachter verborgenes, was vermutlich über-sehen worden wäre, dabei wurden die farbigen Glassteinchen lediglich durch Themen der Seefahrt ersetzt.
Legende & Links zu Themen

  1. Der Meltemi
    (Mausklick auf Titel öffnet Beitrag)
  2. Die Isobaren
  3. Mann über Bord
  4. Vendée Globe 2020/2021
  5. Medicane
  6. Wellenberge im Pazifik
  7. Extremwetter
  8. weitere Themen werden nach Aktualität ergänzt!


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Sundowner & Absacker

(rev. 21.05.2020)

Des Seglers Sundowner oder Dämmerschoppen

Bei einem Sundowner (englisch für etwa Sonnensenker) oder Dämmerschoppen handelt es sich um ein alkoholisches Getränk, das zum Sonnenuntergang getrunken wird.  Man kommt in der Re-gel für etwa eine halbe Stunde zusam-men und meistens bleibt es bei einem, höchstens zwei resp. allerhöchstens drei bis vier alkoholischen Getränken.
Zur Geschichte; In Englisch geprägten südlichen Ländern wird der Sundowner heute noch gerne von den Reiseunter-nehmen gepflegt. Hierzu trifft man sich innerhalb der Reisegruppe zur gemeinsamen Beobachtung des Sonnenunterganges mit einem Getränk. Auch unter Privatleuten in tropisch-exotischen Ländern ist die Einladung „zum Sundowner“ eine häufige Praxis und unter Seglern praktizierte Tradition!

Die Evolution des Segel-Menschen

Eine These lautet, dass der Sundowner bei der Britischen Marine eingeführt worden sei:  Da sich die Offiziere eines Schiffes auf-grund der zeitlich versetzten Wachdienste nur selten vollzählig trafen, haben Kapitäne das Ritual des Sundowners eingeführt, damit wenigstens einmal am Tag eine Zusammenkunft aller statt-findet. (Welche Weitsicht!)

Sundowner ist nicht zu verwechseln mit dem ABSACKER;

Die Evolution des Absackers!

der in der Umgangsspracheletztes Glas“ eines alkoholischen Ge-tränks, das im Anschluss an ein Beisammensein (oder vor dem Schlafen gehen) zu sich genommen wird. Es steht auch nirgends geschrieben, dass nach dem Genuss eines oder mehrer Sundow-ner, der Absackers nicht munden soll! Ob er „bekommt“ muss jeder für sich entscheiden.

Und nun zu unseren beliebtesten Getränken;

Cocktail-Liste

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Click für Name - Beschrieb - Rezeptur - Zubereitung


BLUE & GREEN LAGOON
Der Blue Lagoon Sundowner hat ausnahmsweise  keine  legen-denhafte Entstehungsgeschichte zugrunde liegen.  Er wurde in  den 60-er Jahren kreiert  –  so
viel zu den Fakten. Durch den blauen Farbeffekt wurden Erin-nerungen an das blaue Meer und den blauen Karibikhimmel geweckt!
Rezeptur;  3 cl Rum, 2 cl Anisschnaps (Pastis, Küsten-nebel, Ouzo) 2 cl Curaçao blue, 6 cl Zitronenlimonade oder Orangensaft, 4 Stück Eiswürfel, 1 unbehandelte Zitrone
Zubereitung Schritt 1;
Ihr gibt die Eiswürfel in ein Glas. Gießt die Alkoholika und den „Curaçao Blue“ darüber. Füllt das Glas mit Limonade auf und rührt das Ganze vorsichtig um.
Schritt 2 – Finish;
Den Glasrand mit einer Zitronenscheibe dekorieren und den den Cocktail mit Trinkhalm servieren.
Blue Whale’s Tipp;
Der originale Orangenschalenlikör „Curaçao“ stammt von der gleichnamigen Karibik-Insel. Es gibt ihn in blau, grün und orange. Stilvoller geht das mit Zuckerrand am Glas!

SEA BREEZE
Ein Sea Breeze Cocktail enthält Wodka mit Cranberry- und Gra-pefruitsaft. Er wird normaler-weise während der Sommermo-nate getrunken. Das Getränk kann geschüttelt werden, um eine schaumige Oberfläche zu erzeugen.
Rezeptur; 4 cl Wodka, 12 cl Cranberry Juice, 3 cl Grape-fruit Juice & Eiswürfel.
Zubereitung;  1.) Eiswürfel in das Glas geben und mit Wodka & Pastis übergiessen. 2.) Mit Wasser oder Soda,  je nach Geschmack auffüllen. 3.) Mit einem Cocktailstab vorsichtig verrühren und Limone- resp. Limettenschale dazugeben.

LATE MISTRAL
Das erste Mal wurde das Ge-tränk im Jahr 1980 zubereitet. Seinen Ursprung hat der Cock-tail, wie der Name bereits ver-rät,  im Mittelmeerraum.  Die Mischung auf Eis servieren und mit Zitronenschalen garnieren. Stärkere Pastis-Marken wie „51“ oder „Ricard“ bewirken einen intensiveren Anisgeschmack. Rezeptur; 5 cl Wodka, 1-2 cl Pastis oder Ouzo, 6 cl kaltes Wasser zum Auffüllen, 2-3 Eis-würfel, Limone, Limette.   Zubereitung;  1) Eiswürfel in das Glas geben  und  mit Wodka & Pastis  übergießen.  2.) Mit Wasser je nach Geschmack auffüllen. 3.) Mit ei-nem Cocktailstab vorsichtig verrühren und Limone- resp. Limetten- schale dazugeben.
Blue Whale’s Tipp;   Immer den Wetterbericht im Auge behalten, den die Nordwinde können auch in anderen Ge-filden zuschlagen!

HUGO
Der Hugo schmeckt erfrischend, spritzig und leicht. Ein tolles Re-zept für einen Cocktail, der als Sundowner ein Hit ist. Der Hugo ist ein Cocktail, der mit Holunder-blütensirup, Limette, Minze und Prosecco, sehr gut in die warme Jahreszeit passt. Wird er mit Eis zubereitet, ist zu beachten, dass dadurch die Kohlensäure der Zu-taten schneller verschwindet.
Rezeptur;  8 EL Holunderblüten-sirup, 400 ml Prosecco & 400 ml Sodawasser oder Mineralwasser,  1 Stk Zitrone,  8 Minzblätter  und 8 Stk Eiswürfel.
Zubereitung; 1.) 2 Minzblätter in ein Weißweinglas ge-ben.  2.) Die Blätter mit einem Holzstößel leicht andrüc-ken.  3.) Einige Zitronenscheiben (halbiert) und Eiswürfel dazu geben.   4.) Prosecco & Sodawasser  mit Holunder-sirup vermischt umrühren.  5.) Glas mit gemischter Flüs-sigkeit auffüllen.

CUBA LIBRE
Cuba Libre (span. für „Freies Kuba“), umgangssprachlich auch Cubata ist ein Rum-haltiger Longdrink aus Havanna, Cuba. Ein Cuba Libre muss mit Rum aus Kuba hergestellt werden, ansonsten ist es nur ein Rum-Cola.
Rezeptur;  5 cl Rum,  3/8 Li-mette, Cola zum Auffüllen, 2-3 Eiswürfel
Zubereitung; 1.) Limetten-Achtel über dem Glas ausdrüc-ken und hineingeben. 2.) Eis dazugeben und mit Rum & Cola auffüllen. 3.) Cuba Libre Cock-tail mit einer Limette dekorieren.

GIN TONIC or GIN FIZZ
Gin Tonic ist ein klassischer Longdrink aus Gin und Tonic Water. Das Mischverhältnis variiert je nach Geschmack von 1:1 bis 1:3 oder höher. Durch das Sodawasser wird der Gin Fizz zu einem prickelnden süß-sauer Erlebnis.
Rezeptur Gin Tonic;
4 cl Gin, Tonic-Water resp. Sodawasser, Limone, Lim-ette (je nach Geschmack auch Kräuter, Gewürze, Früchte etc.) oder Gurke und immer Eiswürfel.
Zubereitung;  1.) Den Gin in das Glas geben. 2.) An-schließend das Tonic Water öffnen (erst kurz vor Geb-rauch, um die Kohlensäure zu erhalten). Das Tonic Water langsam in das Trinkgefäß füllen, damit möglichst wenig Kohlensäure entweicht.
3.) Nun das Glas langsam bis zum Rand mit Eiswürfeln auffüllen und mit einem Cocktailstab vorsichtig verrühren.
4.) Abschließend den Glasrand mit einer Zitronen- oder Limettenscheibe  garnieren oder  wahlweise die Frucht-scheibe  in  das Glas  geben. Je nach Wunsch kann das Getränk mit Kräutern, Gewürzen oder Früchten verfeinert werden.
Varinate Gin Fizz Rezeptur; 4 cl Gin, Sodawasser, 4 cl Zitronensaft, 2 cl Zuckersirup und div. Eiswürfel
Zubereitung;  1.) Zitronensaft, Zuckersirup und Gin mit 5-6 Eiswürfeln in den Shaker geben, 2.) Verschließen und kräftig schütteln. 3.) Ein Longdrinkglas bereitstellen und den Drink durch ein Barsieb hineingießen. 4.) Mit Soda auffüllen, mit einer Zitronenscheibe am Glasrand garnieren.


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Medizin an Bord

(rev. 21.05.2020)

Vorwort Skipper

Als Vorbereitung auf meinen Mittelmeer Segeltörn habe ich mich entschieden, den Kurs „Medizin an Bord“ nochmals zu besuchen.
Begründung;
– Lebenswichtige Details könnten in Ver-gessenheit geraten und im Ernstfall nicht mehr abrufbar sein.
– auf dem neuesten Stand zu sein kann nie verkehrt sein.
– als Skipper muss man Verantwortung tragen.

Die Schweizerische Segelschule (SSS) bietet solche Kurse in Zu-sammenarbeit mit den „SeaDoc“ an. Die Medizintafeln „Erste Hilfe an Bord“ sind im Ernstfall wirklich eine grosse Hilfe und laden auch sonst ein, darin herum zu stöbern. Leider sind die Tafeln mit vielen praktischen Hinweisen und Zeichnungen urheberrechtlich ge-schützt,  weil heute nur noch der kom-merzielle Aspekt zählt. Gerne hätte ich die Tafeln anhand von Beispielen im Be-richt eingebunden, muss mich aber auf Hinweise beschränken. Das Dokument ist in jeden Fall an Bord jedes See gän-gigen Schiffes unerlässlich und sollte griffbereit sein.
An dieser Stelle möchte ich nicht ver-säumen, auf die Sorgfalt im Umgang mit Medikamenten, hinzuweisen. Es ist zwingend, die Packungsbeilagen der Medikamente sorgfältig zu studieren und die zu behandelnden Personen auf Verträglichkeit zu befragen. Weitere Empfehlungen für „Medikamente an Bord“ über diesen LINK.

Noch eine kleine Anmerkung auf Kurs und Inhalt der folgenden Seiten; Der zweitägige Kurs ist nicht gerade Budget freundlich aber entschädigt auch mit praktischen Beispielen und Übungen. In den zwei Tagen lernst du „fast alles“ was du im Notfall benötigst, auch für weltweite Fahrt. Ich habe die Medikamente, die für den ausgedehnten Blauwassertörn erforderlich wären, vorerst über-sprungen. Im Mittelmeer ist die medizinische Versorgungsdichte sehr gut und kann im Notfall innert nützlicher Frist angelaufen werden.
Mit „klick“ auf nachfolgende Rubriken sind die wichtigsten Medi-kamente aufgeführt, welche an Bord jedes längerfristigen Törns, z.B. im Mittelmeer, kühl aufbewahrt werden sollten.


1. Magen & Darm Erkrankungen

Begriffserklärung
Entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Bei den chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verursachen die im Darm angesiedelten Bakterien aus bislang ungeklärten Grün-den eine anhaltende Entzündungsreaktion der Darmschleim-haut, die das Darmgewebe schädigt.
Link zu mehr Informationen
Link zu Medikamentenschrank Teil 1

2. Augenentzündung & Fremdkörperentfernung

Begriffserklärung
Für rote Augen ist meistens eine Bindehautentzündung (Kon-junktivitis) verantwortlich. Ursachen für eine entzündete oder irritierte Bindehaut gibt es viele – sie reichen von Infektionen mit Bakterien oder Viren über Allergien bis hin zu Erkrankun-gen wie Rheuma.
Dass ein Fremdkörper in das Auge gelangt, ist keine Selten-heit. Meist verbleibt dieser oberflächlich und kann zu Schmer-zen, Rötung und tränendem Auge führen. Durch Entfernung des Objektes ist das Problem häufig behoben. Bei tiefem Ein-dringen in das Auge und bei starker Entzündung kann es je-doch auch zu einer Augenschädigung kommen.
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Link zu Medikamentenschrank Teil 2

3. Erkältung

Begriffserklärung
Erkältung und grippaler Infekt sind alltagssprachliche, medi-zinisch nicht scharf definierte Bezeichnungen für eine akute Infektionskrankheit der Schleimhaut von Nase (einschließlich der Nebenhöhlen), Hals oder Bronchien.
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Link zu Medikamentenschrank Teil 3
4. Schmerz
Schmerzen sind eine Sinneswahrnehmung – ähnlich wie der Mensch Hitze, Kälte oder Berührungen empfindet, nimmt er auch Schmerzen wahr. Akuter Schmerz ist ein Hinweis des Körpers, dass im Moment irgendetwas nicht stimmt.
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Link zu Medikamentenschrank Teil 4
5. Juckreiz, Entzündung, Allergie
Juckreiz ist eine unangenehme Empfindung der Haut, die ein Kratzen, also Reiben, Scheuern usw. der Haut mit den Enden der Fingernägel oder anderen geeigneten Materialien oder mechanischen Hilfsmitteln (z. B. Rückenkratzer) provoziert.
Link zu mehr Informationen
Link zu Medikamentenschrank Teil 5a
Entzündung ist eine körpereigene Reaktion auf schädliche Reize, die sich klassischerweise durch die Entzündungszeichen Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz und funktionelle Einschränkung äußert.
Link zu mehr Informationen
Link zu Medikamentenschrank Teil 5b
Als Allergie wird eine überschießende krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet.
Link zu mehr Informationen
Link zu Medikamentenschrank Teil 5c
6. Übelkeit, Erbrechen, Seekrankheit
Übelkeit ist eine Befindlichkeitsstörung, die umgangssprach-lich auch als flaues  Gefühl in der  Magengegend bezeichnet wird.  Häufig ist die Übelkeit ein  Vorbote von Erbrechen, sie kann aber auch auftreten, ohne dass der Betroffene sich über-geben muss.
Link zu mehr Informationen
Link zu Medikamentenschrank Teil 6a
Erbrechen ist die schwallartige Entleerung des Magen- oder Speiseröhreninhaltes entgegen der natürlichen Richtung durch die Speiseröhre und den Mund. Erbrechen ist ein natürlicher Reflex zur Vermeidung von Vergiftungen bei der Nahrungsauf-nahme.
Link zu mehr Informationen
Link zu Medikamentenschrank Teil 6b
Seekrankheit, Luftkrankheit,Raumkrankheit oder die Land-krankheit von Seeleuten auf Landgang sind bekannte Varian-ten. Passive Bewegung in Reisebussen, Autos,Zügen mit Nei-getechnik,  Flugzeugen,  Achterbahnen   kann ebenfalls  die Symptome hervorrufen.
Link zu mehr Informationen
Link zu Medikamentenschrank Teil 6c
7. Antibiotika
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezieht sich die Bezeichnung Antibiotika meistens auf Arzneistoffe oder Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten. Nicht jede Infektion wird durch Bakterien verursacht. So können auch Pilze und Viren zu Infektionen führen. Gegen diese Erreger sind Antibiotika wirkungslos. Um einer sogenannten Antibio-tikaresistenz vorzubeugen, müssen bei der Anwendung von Antibiotika bestimmte Richtlinien eingehalten werden.
Link zu mehr Informationen
Link zu Medikamentenschrank Teil 7
8. Notfall Medikamente
Notfallmedikamente sind Arzneimittel, die im Rahmen eines medizinischen Notfalls zum Einsatz kommen. Sie dienen vor allem der medikamentösen Therapie akuter, lebensbedroh-licher Gesundheitsstörungen. Ein umschriebener Bestand an Notfallmedikamenten gehört zur Ausstattung eines Notfall-koffers. Art und Auswahl der Notfallmedikamente sind abhän-gig vom Einsatzgebiet z.B. Seefahrt.
Link zu mehr Informationen
Link zu Medikamentenschrank Teil 8
9. Sonstige Medikamente
Unter die Rubrik „sonstige Medikamente“ fallen alle Arzneimit-tel, die für die Behandlung von äusseren resp.  inneren Unan-nehmlichkeiten und Blessuren eingesetzt werden. Die Medika-mente sind meist Rezeptfrei zu beziehen. Anwendungsbereiche wie der Befall von Ungeziefer (aussen im Kopfbereich resp. innen im Darmbereich), äussere Haut-verletzungen und Schürfungen, Magen- resp. Sodbrennen, Erkältung der Atemwege zum Inhalieren und Durchblutungs-störungen wie Thrombosen.
Link zu Medikamentenschrank Teil 9a (äußere Anwen.)
Link zu Medikamentenschrank Teil 9b (innere  Anwen.)

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Blue Whale’s Schatztruhe

(publ. 27.03.2026)

Eine Schatztruhe die nicht verschlossen ist? Wann gab es das schon? Truhen hatte es schon seit Menschengedenken gegeben und dienten vorwiegend der Lagerung und Transport aller Arten von Besitztümern, letztlich auch Wertgegenständen. Die Seeleute welche auf Schiffen anheuerten durften eine Truhe mit persönli-chen Belangen mit an Bord nehmen. Berüchtigt wurden die Holz-kisten weil Piraten ihr Diebesgut darin verstauten und später vergruben.
Blue Whale’s Schatztruhe dient der Ablage von Beiträge und Anek-doten die in keine andere Rubrik oder Hauptseite passen wollen und hier veröffentlicht werden. Lassen wir uns überraschen wie Wertvoll resp. Interessant die Beiträge sind und ob es nicht ratsam gewesen wäre die Schatztruhe zu verschließen. Wie vieles im Leben ist dies auch eine subjektive Wahrnehmung.

Legende & Links zu Themen

  1. Medizin an Bord
    (Mausklick auf Titel öffnet Beitrag)
  2. Sundowner & Absacker
  3. Die besten Segelfilme
  4. Symbole der Seefahrt & Literatur


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