Pegelalarm Bodensee

(publ. 14.06.2026)

BODENSEE (bald) ein BODEN ohne SEE?
Das Kunstwerk „El Nino“ des Bildhauers Ubbo Enninga steht an der Radolfzeller Hafenmole normalerweise im Wasser. El Nino wird von vielen Einheimischen und Besuchern auch zur Optischen Wasserspiegel Anzeige genutzt, denn je nach Wasserstand, sieht man mal mehr und mal weniger von der Statue.
Kaum haben wir unser Heim Revier am Bodensee bezogen, häufen sich schon die negati-ven Schlagzeilen über besorg-niserregende Wasserstände. Schon öfters der vergangenen Jahren schmückten Pegel Nachrichten die Headlines. Dieses Mal aber steht «El-Nino» troc-kenen Fusses am Ufer. Besser so, denn Wassertemperaturen von über 23°C (zuz. Rekordniveau) würden ihm im Sommer «harte Eier» bescheren. Die bis zur Unkenntlichkeit abgetauten Alpen Gletscher, nur noch Rinnsale und keine Zuflüsse mehr, prophezeien Ungemach. Obschon Zur Zeit der Pegel verharrt, resp leicht steigt stellt sich die Frage: Wann erfolgt der PEGELALARM?
Bild Erklärung: >>
Beschönigte, als Durch-schnittswert ausgewiesene Wasserbilanz der letzten 20 Jahre führen zu Irrglau-ben, alles sei im Lot. Gefehlt, denn die inten-siven Niederschläge der letzten Jahrtausendwende verfälschen die Statistik. Auch beruht die Verdunstung auf eher tiefere Durchschnittstemperaturen. Diesen Mai registrierten wir Temperaturen um 30°C.
Global liegt das aktuelle Klimamittel bereits über 1,3 °C, in der Schweiz sogar 3,0 °C über dem vorindustriellen Durchschnitt der Jahre 1871-1900.
Blue Whale rät: «Lass uns den Kiel vorsorglich um min. 50cm stutzen, sonst stecken wir in Kressbronn fest!» Ich beschwichtige sie: «Wir wollen nicht den Teufel an die Wand malen und werden noch vor der trockenen Sommerzeit nach Romanshorn übersetzten. Den Göttern haben wir den Obolus zeitig gespendet!

Der nachfolgender Spoiler-Rückblick soll die Vorkommnisse der letzten Dürre am Bodensee des Jahres 2025 in Erinnerung rufen:

BODENSEEDRAMA SPITZTE SICH SCHON 2025 ZU
Bodenseeschifffahrtsbetriebe befördern Passagiere nur noch, wenn sie Eimer mit Wasser mitbringen
Lindau (dpo) 11.04.2025
Aufgrund des Niedrigwassers im Bodensee greifen die dort ansässigen Schifffahrtsbetriebe seit dieser Woche zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Nur Fahrgäste, die mindestens einen Eimer Wasser von zu Hause mitbringen, werden noch befördert.Auch das noch! Durstige Kuh säuft Bodensee leer
Radolfzell (dpo) 08.05.2025
Drama um den schwer von Niedrigwasser gebeutelten Bodensee! Eine durstige Kuh hat heute bei Radolfzell den ehemals größten See Deutschlands leergetrunken. Die An-wohner stehen vor dem Zusammenbruch des Tourismus Geschäfts. Wie die Behörden in Radolfzell mitteilten, lief das Tier – eine vierjährige Kuh namens Elsa – heute gegen 14 Uhr zum bereits schwer ausgetrockneten Ufer des Sees hinab, um zu trinken.
Augenzeugen berichten, wie daraufhin innerhalb von Minuten die letzten Reste des einst stolzen Bodensees im Inneren der Kuh verschwanden.
Elsas Besitzer gibt sich zerknirscht, weist aber jede Schuld von sich. „Ich lass meine Viecher schon seit Jahrzehnten aus dem Bodensee saufen, das war noch nie ein Problem„, erklärt er. „Okay, die Elsa hat vielleicht heute ein bisschen mehr ge-soffen als sonst, aber dass der See das nicht aushält, konnte ich nicht ahnen.
Sämtliche Schifffahrt auf dem See ist 2025 völlig zum Erlie-gen gekommen – wo einst die Autofähre Meersburg-Konstanz verkehrte, rollt seit dem frühen Nachmittag ein Konvoi von Autos über den trockenen Seegrund. Bayern und Baden-Würt-temberg rechnen mit astronomischen Einbußen beim Touris-mus. Anrainer bemerken: „Niemand fährt hierher, um zu Fuß durch eine Steppe zu spazieren„.
Eine Hoffnung gibt es aller-dings noch: Die Seepolizei hat den Kuhbesitzer ange-wiesen, seine Elsa vorerst am Seeufer an Ort und Stel-le anzubinden.
Die Hoffnung: Sobald die Kuh uriniert, könnte sich der See zumindest zu einem Teil wieder füllen und eine partielle Nutzung für Wassersport und Transport erlauben.
(Wenn wir «Freund, Helfer & Retter» auf dem Boden-see nicht hätten, wo wären wir?)

BLUE WHALE SETZT ULTIMATUM
Mein treues geliebtes Schiff gibt mir unmissverständlich zu verstehen: «Wenn sich die Zustände in oder am Bodensee in diesem Jahr wiederholen und ich dies als unzumutbar erachte, werde ich emigrieren!»
Mit einem tiefen Grollen aus ihrem Inneren bekräftigt sie das Ultimatum und die Flosse geht ‘gen Himmel. OH-WEH! Sie wollte vermutlich ihren Entschluss mit gestreckten Mittelfinger untermauern.

<Back to Mainpage Trivialis>   <Back to Wissenswertes>

 

 

Eine unendliche Geschichte

(rev. 26.10.2024)

Fantasie, Mythologie oder nur Seemannsgarn?
Ein Zitat von Albert Einstein;
Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Eine visionäre Aussage für jemanden der unser Dreidimensional System um eine Vierte erweitert hat. Vermutlich ahnte er, bezogen auf die Aussage, dass es eine fünfte Dimension geben muss? Raum und Zeit können wir heute nachvollziehen, aber könnte die fünfte Dimension, wie einige proklamieren, ein Bewusstseinszu-stand sein, welcher die Fantasie einschließt? Wer weiß das schon! Eins ist aber sicher. Folgende Geschichte stellt unter Beweis, dass Fantasie wahrhaftig keine Grenzen kennt und Blue Whale’s Fazit dazu ist: „Nur die Unendlichkeit selbst kann sich begrenzen!

Wie alle begann

Fantasie – Mythologie & Glauben,
<< ägypt. Sonnengottheit Re
Bedeuten nicht die drei Begriffe schlussendlich das Gleiche und unterscheiden sich nur von der Epoche ihrer Betrachtungsweise?
Die Fantasie hat von Anbeginn der Menschheit die Kreativität ange-trieben und zum stetigen Fortschritt geführt. 
Die Mythologie könnte als ein Pro-dukt der Fantasie erachtet werden, oder war es mehr als das? Warum entwickelte jede Hochkultur daraus ihren Glauben und verehrte ihre Gottheiten?
Wo lässt sich der Seemannsgarn einordnen? Die Überlieferung der griechischen Mythologie ist uns Seefahrern vermutlich am geläufigsten. Die Argonauten der Antike beteten für eine sichere Überfahrt zu Poseidon. War er gut gelaunt, ließ er neue Inseln entstehen und die See ruhen. War er schlecht gelaunt, stach er mit seinem Dreizack in die Erde und verursachte Erdbeben, Überschwemmungen oder brachte Schiffe zum Sinken.
Es liegt auf der Hand, dass See-mannsgeschichten, der Fantasie, den Mythen und des Glaubens entsprungen sind. Das „dunkle Zeitalter“ der abendländischen Kultur, dass das Mittelalter ge-prägt hat, charakterisierte sich durch Rückständigkeit, Analpha-betismus und zu einem befoh-lenen, bedingungslosen und fanatischen Dogma des einen wahren Glaubens. Das Finale endete in der Inquisition und fraß seine eigenen Kinder auf. Die Fantasie landete auf dem Scheiterhaufen und wurde verbrannt! Erst die  Reformation brachte die Befreiung vom Irrglauben und die Fantasie ent-faltete sich aufs Neue. Das Seemannsgarn blühte auf und entwickelte über die Jahrhunderte eine vielfältige Dynamik bis in unsere Zeit hinein.
Eine Priese Wahrheit steckt in jeder Geschichte oder Anek-dote, wie viel, muss jeder für sich entscheiden. Aber aufge-passte, Zweifler konnten schon des öfteren Belehrt werden. Versuchen wir uns der unendlichen Geschichte in den nächsten Spoilern anzunähern.

Poseidon der Gottvater der Meere
Poseidons Wiege ist die griechische Mythologie. Wie er zum Meeresgott avancierte bedarf es einem kurzen geschichtlichen Überblick
Die Geschehnisse erfolgten in drei Etappen. Zuerst herrschte das Chaos aus welchem die Titanen als herrschende Gottheit hervorgingen. Kronos der jüngste Sohn der Gaia (Erde) und des Uranos (Himmel), Anführer der Titanen zeugte mit Rhea viele Nachkommen. Um die Macht zu erhalten fraß Kronos seine Kinder auf. Zeus der jüngste Spross widersetzte sich und befreite seine Geschwister.
Hinweis zu den 12 wichtigsten Gottheiten; Der erste Name ist griechisch, der zweite römische(Klick zum öffnen)Nachdem Zeus die Titanen in einem langwährenden Kampf bezwungen hatte, wurde der Olymp begründet. Die überle-benden Titanen wurden in die Unterwelt verbannt. Der Olymp entstand als neues Ordnungsgefüge. Die Aufteilung der Welt in drei Herrschaftsgebiete erfolgte unter den göttlichen Brü-dern mittels Los. Zeus der Jüngste erhielt nebst dem Titel der höchsten olympischen Gottheit auch den Himmel, Hades der Älteste die Unterwelt und Poseidon die Gewalt über die Meere. Die Erde und den Olymp verwalteten sie als gemeinsames Territorium.
Die Menschenkinder respektierten ihre Gottheiten und verehr-ten sie. Die pantheistische Weltanschauung des römischen Folgeimperiums übernahm die griechischen Gottheiten und versah sie mit, für sie, zeitgemäßen Namen. Die Hierarchie der Götter wurde beibehalten und so behielt die oberste Gerichtsbarkeit im Olymp Zeus inne. Die Verwandlung des Poseidons in den römischen Gott Neptun war auch eine Folge des Epochenwechsels. Poseidon war und Neptun blieb der Schutzpatron der Seefahrer.
Hierarchie der Ozeane und Meere
Im Laufe der gött-lichen Unendlichkeit zeugte Poseidon un-zählige Nachfahren. Diese wuchsen zu geachteten Gott-heiten heran und erlangten in Sagen und Erzählungen Berühmtheit. Nur um einige aufzuzählen; Sein erster Sohn Triton war der Wellengott, mit Medusa zeugte er Pegasus, das geflügelte Pferd und aus Liebschaften mit Meeresnymphen entsprangen unzählige Riesenkreaturen und Zyklopen. Die Meeresjungfrauen und Nixen verkörperten seinen Hofstaat und waren treue Untertanen. Poseidon durchstreifte mit dem Streitwagen die Weltmeere und nahm die Huldigungen der Meeresbewohner entgegen. Berüchtigt war sein Auftreten mit Wagen und vorgespannten Zugpferdchen, die Hyppocamp. Alle Bewohner der Meere, auch die Ungeheuer und Fabelwesen achteten ihn. Ein Gerücht besagt, dass er aus dem Wellenschaum der Zugpferde seinen Palast auf dem Grund des Meeres gebaut haben soll. Jede Welle, erzeugt mit Hilfe der Hyppocamp, trug zum sagenumwobenen Palast bei. Die Verehrung für seine Meerpferdchen ging so weit, dass er sich mit dem Beinahmen Hippios schmückte.
Die Meeresungeheuer
Die Meeresungeheuer waren in allen Ozeanen heimisch. Ihnen wurde die Aufgabe zuteil, dem ungezügelten Entdeckungstrieb der Seefahrer Einhalt zu bieten. Sie versetzten die Seeleute in Schrecken woraus der Aberglaube entsprang. Entrichteten die Matrosen Tribut so war die Weiterreise erlaubt, aber immer noch ungewiss. Diese Tradition war im Mittelalter sehr ver-breitet und wurde bis in die heutige Zeit überliefert. Vor jeder Ausfahrt soll der erste schluck Rum, in Gedenken an Neptun, als Tribut ins Fahrwasser geschüttet werden und nur so würden Fürbitten für gute Winde und sichere Fahrt Gehör finden.Eines der gefürchtetsten Ungeheuer war die Midgardschlange. Lautlos und geschmeidig näherte sie sich den Schiffen und umschlang sie mit ihrem langen glitschigen Körper.
Ein gefährlicher Zeitgenosse war der Riesenkrake. Mit seinen Saugnäpfen an den acht Tentakeln konnte er sich am Rumpf so festsaugen, dass ein entrinnen fast unmöglich war. Die Seeleute konnten die Krake von der Hydra nicht auseinander halten, es war ihnen auch gleich, denn mit keinem der beiden war zu spaßen. Der Aspidochelone, eine Riesenschildkröte, musste wegen ihrer behäbigen Bewegungen eine spezielle Taktik anwenden. Sie täuschte auf offener See eine üppig bewachsene, fruchtbare Insel vor und lies den ahnungslosen Kapitän auf sie auflaufen, in der Folge war Kenterung und Sinken gewiss. Nur wenige Seeleute entkamen und konnten die Tragödie erzählten. Sie sorgten ungewollt für Angst und Ehrfurcht vor den weiten der offenen See.Es gab auch gute Fabelwesen und Schiffsgeister, welche die Matrosen vor den Schrecken der Meere bewahren wollten. Ein hilfreicher „Blinder Passagier“ war zum Beispiel der Klabauter-mann. Er warnte den Kapitän vor aufziehenden Gefahren und trieb Schabermack mit den Matrosen. Die Sylphen waren die Naturgeister der Lüfte, die Wassergeister, der Gewässer. Nicht zu vergessen die Wasserfrauen, welche gemäß den Mythen Schutz und Segen den Matrosen spendeten.
Ein Paradies am Scheideweg
Poseidons Paradies, welches schon lange keines mehr war, drohte endgültig zerstört zu werden. Die Meeresbewohner beschwerten sich schon seit längerem über die Veränderun-gen im Meer, aber er schenkte ihnen zu wenig Beachtung.
Bild links; Mythische Dar-stellung, der Fall der Titanen
Erst eine Rund-reise brachte die nüchterne Gewiss-heit, dass die Zer-störung schon un-vorstellbare Aus-masse angenom-men hatte. Die angestiegene Meerestemperatur und das übersäuerte Salzwasser nagten an den Riffen, die drastische Verschmutzung durch zersetzenden Plastikmüll, Unrat und ausgelaufenes Öl gefährdeten das maritime Leben. Die Emissionen und Lärm des globalen Schiffsverkehrs fügten nachweislich sehr viel Leid den Meeresbewohnern zu. Eine Emigration, mangels Alternativen, war ausgeschlossen.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, kam noch die Rück-sichtslosigkeit und mangelnder Respekt der Anrainer und Meeresbesucher hinzu. Die Jahrtausende lange Grundlage für ein prosperierendes Leben um und aus dem Meer war aufs äusserste gefährdet. (P.S. Merkwürdig, wie sich Parallelen zu unserer Geschichte ergeben!)
Neptun hatte versucht die Verantwortlichen durch Erdbeben und Tsunamis wach zu rütteln und zur Vernunft zu bringen. Leider vergeblich. Keine Reaktion, das Götzen-bild „Geld“ war wichtiger. Die Meeresungeheuer, welche ihren Dienst über lange Epochen erfolgreich vollführten fanden keine Beachtung mehr, ja sogar Nessie, das letzte aktive Ungeheuer von Loch Ness widerfuhr Verschmähung und Spott. Poseidons Rückfrage bei Zeus ergab; „Bei uns stinkt‘s sogar bis zum Himmel und der Fluglärm raubt unser Gehör! Lieber Bruder, guter Rat ist teuer.“ Auf sich alleine gestellt wendete Poseidon sich an seine Meeresjungfern. Sie kannten die Erdbewohner besser und hatten verschiedentlich für sie ein gutes Wort eingelegt. Nun waren auch ihnen die Argumente ausgegangen. Den Sirenen hat es sogar die Stimme verschlagen! Um Zeit zu gewinnen bat Neptun die chinesische Meeresgöttin Mazu um Hilfe. Mazu freute sich über die Anfrage und sandte daraufhin ein heimtückisches Virus den Erdbewohnern. Dies sollte Neptun zu einer Atem-pause für eine nachhaltige Problemlösung verhelfen.
Schon bald durchzuckt ihn ein Gedankenblitz. Eine neue Sint-flut heraufzubeschwören wäre eine Lösung, aber wie soll ich die göttliche Konkurrenz der Dreifaltigkeit überzeugen? Meine Kraft übersteigt ein solches Unterfangen.
So grübelt er weiter in seinem Schaumschloss, von Plastik-müll mittlerweile zugedeckt und einer nachhaltigen Lösung weit entrückt, ja, schlichtweg überfordert.

Auch der Olymp ist ratlos! Die Götter befürchten, nachdem die Menschen alles Zerstört haben, wird das Chaos wieder ausbrechen. Der Kreis der unendlichen Geschichte schliesst sich. Die Titanen werden aus der Unterwelt hervorgekrochen kommen, wo sie vor Urzeiten verbannt wurden. Ihre Rache-gelüste sind Gigantisch und wollen befriedigt werden. Was wenn Sie den Olymp erklimmen und die Macht ergreifen? Werden Sie das Chaos abwenden oder beenden können? Mit welchen Konsequenzen? Wir wissen es nicht oder werden es nie erfahren, denn dies wird mit tödlicher Sicherheit auch das unsere Schicksal beenden. Unsere Geschichte ist endlich, die der Götter nicht!

Zum Abschluss eine Erkenntnis von Albert Einstein der ein Zitat des Sokrates wie folg formulierte:
Je mehr ich weiß, desto mehr erkenne ich, dass ich nichts weiß.“

<Back to Seemannsgarn>      <Back to Meeresgeflüster>