Sommertörn mit AS Juni&Juli

(rev. 01.12.2022)

Nach den stressigen Tagen verursacht durch PW-Vorführung und plötzliche Absage des Hinfluges von AS durch die Airlines musste schleunigst improvisiert werden. Zum Glück war noch ein Platz auf der Fähre von Bari nach Igoumenitsa zu kriegen und so konnte die gemeinsame Hinreise beginnen.
<< Übersichtskarte Segeltörn mit AS
Nach kurzer Erholung wurde Blue Whale Seeklar gemacht. Die Route war bis auf das Törnziel Süd noch ungewiss, jedoch wollten wir uns eher dem „Easy Live“ (Speis, Trank und Baden) widmen als kopflos (resp. windlos) herum zu irren. Die Dieselkosten wie auch die Tagestempera-turen stiegen unaufhörlich und so war auch des Nachts endloses schwitzen angesagt.
Wir kreuzten zwischen den nördlichen Ionischen Inseln herum und unter-brachen die Tour mit längeren Pausen in Buchten und Häfen. Die Zeit verstrich wie im Zeitraffer und so musste schon bald die Heimreise mit Fähre & PW angetreten werden.
Ungeachtet der Fahrpläne hatten wir noch mehr Verspätung als bei der Hinreise. Dieses Mal konnten wir uns in einer Kabine zurückziehen und die Ankunft in Ancona abwarten. Einzig eine Bora über Kroatien löste heftigen Wellengang und Böen aus welche auch auf der Fähre zu spüren waren. Erschöpft aber frohen Mutes kamen wir weit nach Mitternacht in der Heimat an und glaubten den heissen Sommertemperaturen entronnen zu sein, aber in den kommenden Wochen sollten wir eines besseren Belehrt werden. Die Schweiz machte gerade einen „Jahrhundertsommer“ mit nie dagewesener Trockenperiode durch.
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LINK> zu Kartenübersicht Hin- und Rückreise

Der Törnbericht ist in drei Hauptteile gegliedert um bessere Übersicht zu gewährleisten. Mit Mausklick auf einen der Balken öffnen sich die gewünschten Logbucheinträge.

Hinreise und Vorbereitungen Sommertörn
Donnerstag 16. Juni 2022 Vorbereitungen CH
Den Tracker habe ich umprogrammiert um den Sommertörn mit AS zu dokumentieren. Zeitgleich wurde ich von der Fluggesellschaft schockiert, denn der Flug von AS wurde annulliert. Zum Glück wurde versprochen uns die Unkosten zu erstatten, aber glauben darf man das erst wenn das Geld im Haben gebucht ist. Wir haben schnell umgeplant und fahren nun gemeinsam mit dem PW nach Griechenland. Ein „Glücksfall“ das ich in die Schweiz kommen musste um den Volvo vorzuführen.

Freitag 17. Juni 2022 Vorbereitungen CH
Die letzten Vorbereitungen wie Packen laufen auf Hochtouren. Fähre & Hotel wurde auch für AS gebucht. Gemäss Navi soll die Distanz nach Bari 1180 km betragen = reine Fahrzeit ca. 11,5 Std.
Wenn wir Morgens spätestens um 0530 losfahren müssten wir mit 2 Std Reserve um ca. 1900 ankommen, also bei Tageslicht. Leider werden Temperaturen bis ca. 35°C wegen der Hitzeglocke über Europa erwartet, aber es sollte trocken bleiben. Fast „beste“ Aussichten für eine erfolgreiche Reise.

Samstag 18. Juni 2022 Bitetto ITA (Hinreise 1. Etappe)
Wir fahren schon um 0515 ab und erreichen Bari mit ca. 3h Stauverzögerung hundemüde und genervt erst um 1900. Da spielt der Ort resp. der Zustand der Absteige keine Rolle. € 50 für zwei Personen mit Frühstückbuffet sind kein überrissener Preis. In einem nahen Restaurant speisen wir ohne Appetit eine Pizza und gehen schon zeitig schlafen. Nur AS seine Schnarch-Attacken stören meinen traumlosen Schlaf.

Sonntag 19. Juni 2022 Fähre Bari – Igoumenitsa
(Hinreise 2. Etappe)
Am Morgen fahren wir nach Bari und stehen nach unseren Besorgungen in der Warteschlange der Fähre an. Fast Pünktlich um 1330 legt sie ab und mit voller Tourenzahl geht’s nach Igoumenitsa (GRE) rüber. Die Fahrt dauert ca. 8,5 Stunden und wegen des Zeitverlustes von 1 Std ist es bereits kurz vor Mitternacht als wir endlich anlegen.

Montag 20. Juni 2022 PW-Fahrt Igoumenitsa – Preveza
(Hinreise 3. Etappe)
Es dauert bis 0030 Uhr bis unser PW endlich aus dem Schiffs-bauch befreit ist. Die PW-Fahrt nach Preveza wird zum Abenteuer. Fliegende Ungeheuer (Käfer & Mücken) sowie Nebelschwaden (es muss am Abend geregnet haben) erschweren die Fahrt. Um 0200 entern wir Blue Whale im schlafenden Hafen und begeben uns gleich in die Kojen. Auch dieser Reisetag fordert seinen Tribut.

Montag 20. Juni 2022 Cleopatra Marina (Klarschiff 1.Tag)
Gleich nach dem Aufstehen stürzen wir uns in die Vorbereitungen für den Törn. Blue Whale muss wieder auf Vordermann gebracht werden um sicher ablegen zu können. Leider klappt es mit dem NMEA-Netzwerk der Bord-Elektronik nicht. Die Störung des Autopiloten und die flackernden Bildschirme kann ich nicht beheben. Ärgerlich aber wir lassen uns nicht unterkriegen.

Dienstag 21. Juni 2022 CM (Klarschiff 2.Tag)
Weil die Arbeiten an BW zu zweit gut vorange-kommen sind fahren wir nach Preveza rüber um zu baden und Einkäufe zu tätigen.
Die Fluten sind herrlich erfrischend und heben unsere Stimmung zusehends. Als wir den Rückweg in die CM antreten sind wir für den Segeltörn gut gerüstet. Dies feiern wir bei einem ausgiebigen Abendessen.

Das Logbuch geht in der letzten Rubrik weiter.

Logbucheinträge Etappen 1 - 6

Mittwoch 22. Juni 2022 Preveza – Nidry (Levkada)
(1. Etappe 14,5nm)

Eine schwache und ungünstige Briese zwingt uns die erste Etappe mit Motor Antrieb abzuspulen. Nach der Durchfahrt der Levkas-Brücke und des Levkada-Kanals legen wir bereits um 1330 beim Pontoon Skorpios (Conny) in Nirdy an. Den Tag verbringen wir mit flanieren auf der Promenade. Bei einem Apero beobachten wir das Touristengewimmel  bis zum späteren Nachmittag. Anschliessend füllen wir mit leckeren Speisen unsere Mägen. Nach obligaten Sundowner auf BW geht‘s schon bald in die Kojen. Die vorgängigen Reisetage nagen noch immer an unserer Kondition.

Donnerstag 23.Juni 2022 Nidry – Atherinos (Meganisi)
(2. Etappe 6,5nm)
Wir müssen den Touristen Strömen entfliehen und legen schon zeitig in Nidry ab. Hohe Tem-peraturen, Feuchtigkeit und Lärm haben die Nacht geprägt. In der Atherinos Bucht auf Meganisi erhoffen wir Linderung. Wir legen röm.-kath. am öffentlichen Pier an. Bei Kostas feiern wir mit einem Apero wiedersehen mit M&B.
Als sich der Tag dem Abend ergibt brechen wir zur Taverna Niagas auf um uns zu verköstigen. Später auf Blue Whale und nach obligater Mückenjagt geht’s gut gelaunt in die Kojen. AS gefällt es in der Bucht und wir beschliessen noch etwas länger im Paradies zu bleiben!

Freitag 24. Juni 2022 Atherinos (1. Ruhetag)
Den ersten Ruhetag geniessen wir in vollen Zügen. Erst spät aufstehen, gemütliches Frühstück, ausgedehnter Badeplausch an der Fanari Beach und zum Abschluss des Tages kulinarische Freuden in der Taverna Niagas. Das Schlafen bereitet wegen der Hitze nach wie vor Mühe und ist nicht besonders erholsam.

Samstag 25. Juni 2022 Atherinos (2. Ruhetag)
Wegen einer angekündigten mässiger N-Briese verlängern wir unseren Aufenthalt um einen weiteren Tag. Ein Nachbarschiff (türk. Dschunke) reisst fast meinen Anker aus. Später geht’s nochmals zum Strand zur Erholung. Am Abend spazieren wir mit M&B auf den Hügel nach Katomeri und essen in der Taverna Toboles heimische Spezialitäten. Diese Nacht wird etwas angenehmer weil die einschlafenden Briese Blue Whale belüftet. Nur gelegentliche Katzenbesuche stören unseren Schlaf.

Sonntag 26. Juni 2022 Atherinos – Sivota (Levkada)
(3. Etappe 10,0nm)
Erst nach entflechten des Ankersalates können wir die 3. Etappe nach Sivota in Angriff nehmen. Ich konnte am Stavros Steg einen Platz reservieren. So ist keine Eile von Nöten und wir setzten mit gemütlicher Fahrt über.
Morgen will die SY Beatriz uns folgen. Nachdem wir fest vertäut sind erkunden wir die Promenade von Sivota. Gegen Abend überquellen die Tavernen vor hungrigen Touristen und so flüchten wir uns in die Stavros Taverna wo ein reservierter Tisch auf uns wartet. Dort geniessen wir Meeres Spezialitäten bis zum Abwinken. Mit einem abendlichen Absacker spülen die Meeresungeheuer herunter und schlafen zufrieden ein.

Montag 27. Juni 2022 Sivota (Ruhetag)
Wir schlendern zum einzig übrig gebliebenen Strand der Bucht zu schwimmen. Als die SY Beatriz in der Bucht einläuft eilen wir zum Stavros Pontoon zurück. Kurze darauf begiessen wir unser Revenue. Erst gegen Abend, bei moderaten Temperaturen, dinieren wir wieder bei Stavros. Ein Spaziergang bis zum Liotrivi Café und der obligate Absacker fördert die Verdauung. Hier wird die Nachtruhe nur noch von der Barmusik unterbrochen. Es ist ein lauwarmer Abend der uns träumen lässt. Morgen soll‘s wieder nach Meganisi rüber gehen wo ich in der Spartochorio Bucht bei Babis einen Platz buchen konnte.

Dienstag 28. Juni 2022 Sivota – Spartochorio (Meganisi)
(4. Etappe 6,5nm)
Weil wir am Liegeplatz eingeschlossen sind, wird es 1100 Uhr bis wir nach Spartochorio übersetzten können. Dort werden wir von Babis in Porto Spilia eingewiesen. Wir können noch einen Ruhetag anhängen und so nehmen wir es gemütlich. Mit Baden und Lesen verbringen wir die Zeit bis zum frühen Abend. Wegen des kostenlosen Anlegeplatzes „müssen“ wir in der Hafentaverne speisen. Kein Nachtteil, es schmeckt vorzüglich und gespült wird reichlich mit gutem Landwein. Mit vollen Mägen wälzen wir uns in den Kojen bis das Sandmännchen endlich kommt.

Mittwoch 29. Juni 2022 Spartochori (Ruhetag)
An diesem Ruhetag nutzen wir noch den Morgen um den Berg mit Aussichtspunkt von Spartochorio zu erklimmen. Das Dorf ist nichts Besonderes aber die Aussicht ist fantastisch. Nach einem Frühschoppen geht’s wieder runter zur Bucht wo wir ausgiebig baden und relaxen. Das Dinner bestehend aus gut mundenden Vorspeisen welche den Tag harmonisch beenden. So könnte man es länger aushalten. AS gefällt diese Bucht fast besser wie die von Atherinos. Ich pflichte ihm bei und werde die Bucht bestimmt wieder besuchen.

Donnerstag 30. Juni 2022 Spartochori – Vathy (Meganisi)
(5. Etappe 2,0nm)
Wegen des sehr beliebten öffentlichen Stadt Piers in Vathy legen wir schon recht früh ab. Wir wollen zeitig dort ankommen um einen Anlegeplatz zu ergattern. Es klappt gut und erst jetzt genehmigen wir uns das Frühstück. Ärgerlich, dass BW mehrmals von unfähigen Skippern attackiert wird, die versuchen seitlich von uns anzulegen. Dabei versenken Sie uns fast. Den Schreck müssen wir mit einem guten kühlen Bier wegspülen. Der Rest des Tages verläuft ereignislos bis auf das Geschrei vom nahen Kinder Spielplatz und der zunehmenden Hitze. Wir erleiden Höllen Qualen welche erst in den Morgenstunden nachlassen.

Freitag 01. Juli 2022 Vathy (Ruhetag)
Ein wunderschöner Tag erwartet uns. Wir entschliessen uns einen kleinen Ausflug in die nahe Karnagio Bucht zu unternehmen.
Die Bucht wird von einer Taverne und einer kleinen privaten Marina für Charter umsäumt. Nach dem Spaziergang erfrischt uns ein Bad am kleinen Strand, ein kühles Bier sorgt für gute Stimmung. Die Marina ist nur wochentags eine Alternative wegen des Charterbetriebs. Der Rest des Tages ist schnell erzählt: herumhängen, dinieren und sich dem Treiben auf dem Spielplatz und der Hitze ergeben. Vathy ist schön aber sehr anstrengend. In Atherinos haben wir gute Chancen auf einen freien Platz weil am Wochenende Crewwechsel in der Charterbasis angesagt ist.

Samstag 02. Juli 2022 Vathy – Atherinos (Meganisi)
(6. Etappe 3,0nm)
In der Bucht von Atherinos legen wir am öffentlichen Pier mit 60m Kette an. Nachdem alles befestigt ist geht’s zur Fanari Beach um uns abzukühlen.
Später am Nachmittag treffen wir FW von der SY Fago. Sie ankert im Buchtbecken in der Nähe wo es für Sie ruhiger ist wie am Pier. Nach einem Apero verabreden wir uns für später. Wir dinieren dieses Mal in der Taverne Kostas und beobachten wie sich die kühlende Brise ausbläst. Unsere Vorahnung, dass die Nacht zum Abwinken wird und Bäche von Schweiss fliessen werden, bewahrheitet sich leider. Das erwartet jeden in Griechenland im Sommer!

Sonntag 03. Juli 2022 Atherinos (Ruhetag 1)
Unser erster Ruhetag beginnt entspannt. Die Luft steht in der Bucht und wird von Minute zu Minute heisser. Gegen Mittag kommt eine kräftige Brise auf die mit bis zu 25kn an Blue Whale rüttelt. Die 60m Kette, gut eingegraben und straff, bewährt sich. Leider können wir die Crew der SY Fago nicht zum Abendessen treffen weil es für sie mit dem Dingi zu mühsam wäre an Land zu rudern. Notgedrungen dinieren wir bei Kostas und beobachten BW’s Bewegungen bei stürmischem Wind.

Montag 04. Juli 2022 Atherinos (Letzter Tag)
Die Fago verabschiedet sich und setzt über nach Nidry. Wir beschliessen die Ankunft in der CM um einen Tag vorzuverlegen um in Ruhe packen zu können. So bleibt uns noch dieser letzte Ruhetag den wir in der nahen Badebucht verbringen. Bis zum Dinner ist lesen und relaxen angesagt. Zum Abschied speisen wir nochmals bei Kostas. Die Winde haben sich im Laufe des Tages gelegt und die Kojen winken schon. AS schläft natürlich wie den ganzen Törn über an Deck und verscheucht den ungebetenen Katzenbesuch.

Schlussetappe und Rückreise in die CH
Dienstag 05. Juli 2022 Atherinos – Preveza (CM)
(Schluss-Etappe 20,0nm)
Schon sehr früh legen wir ab und Motoren in der Flaute nach Norden. Ca. 2 Std später erreichen wir die Brücke von Levkas und schlüpfen in die Bucht von Preveza. Dort angekommen Tanken wir erst in der Marina BW voll bevor wir an unserem Sommerplatz in der Cleopatra Marina (CM) anlegen. Nach einem Snack machen wir uns an die Arbeiten um Blue Whale herzurichten und zu packen. Bäche von Schweiss hemmen unseren Elan dermassen, dass wir am Nachmittag die Aktivitäten wegen Erschöpfung einstellen müssen. In der Heckkabine steht förmlich die schwüle Luft. Der Schiffsventilator soll Linderung bringen. Wir sind froh einen Tag früher angekommen zu sein, denn die „to do“-Liste ist recht umfangreich.

Mittwoch 06. Juli 2022 CM Preveza (Packtag)
Weil man nur die Morgenstunden zum Arbeiten nutzen kann beeilen wir uns zum Abschluss zu kommen. Nach Organisation mit der Hafen- & Werftverwaltung fahren wir an die Beach von Preveza rüber und erholen uns mit baden & chillen.
Nach der Rückkehr sichern wir noch letzte Ausrüstung die vergessen wurden. Schlechte Nachricht; die Abfahrtszeit der Fähre wurde zum zweiten Mal verschoben. Unseren Frust ertränken und ersticken wir in der Taverna „Food & More“ wo ein fulminantes Abendessen genossen wird. Morgen können wir es gemütlich nehmen weil die Fähre bis zu 6 Stunden Verspätung haben wird.

Donnerstag 07. Juli 2022 CM Preveza – Igoumenitsa
(1. Etappe Rückreise)
Der erste Reisetag gestaltet sich wie folgt: Letzte Arbeiten an BW beendet, Auto bepackt und mit schweren Herzens nach Igoumenitsa gefahren. Dort fängt das Drama „WARTEN“ an. Nachdem wir die Tickets um 1400 Uhr abgeholt haben verbringen wir die Zeit bis 0130 Uhr mit essen , lesen, warten, ärgern und nochmals ärgern. Die Abreise wurde 2x verschoben, das wussten wir, aber zum Schluss legt die Fähre mit weiteren 90 Minuten Verspätung an. Endlich um 0230 können wir unsere Kabine beziehen und fallen unmittelbar danach ins Koma. Ein Tag der viel Geduld und Sitzfleisch abverlangt hat.

Freitag 08. Juli 2022 Igoumenitsa GRE – Ancona ITA
(2. Etappe Rückreise)
Wer behauptet eine Seefahrt geniessen zu können hat nicht alle Tassen im Schrank. Übermüdet müssen wir unser Frühstück schon früh einnehmen. Wegen der vielen Touristen & Schulklassen ist an Bord Chaos und der Teufel los. In der Kabine nutzen wir die lange Fahrt um noch eine Kappe voll schlaf zu kriegen. Ein fürchterliches Schaukeln weckt uns. Nach Regen geraten wir nun in eine Bora-Lage welche das Vorankommen wegen Wind & Welle erschwert. So legen wir erst um 1800 Uhr in Ancona an und es dauert eine Ewigkeit bis wir mit dem PW dem Parkdeck der Fähre entfliehen können.

(3. Etappe Rückreise)
Mit ca. 150 Sachen poltern wir Richtung CH. Die tiefliegende Sonne macht mir zu schaffen. Um Zeit zu sparen halten wir nur für Toilette, einen starken Espresso zu trinken & zum tanken. Die Fahrt verläuft zum Glück ereignislos. Unsere Nerven werden in der Schweiz wieder Mal wegen der vielen Baustellen getestet. Endlich um 0200 ist AS in Kloten zuhause. Wie im Alptraum fahre ich nach Hause und falle nach kurzer Begrüssung in einen verdienten Schlaf.

Samstag 09. Juli 2022 Heimatort CH
NACHWORT
Das Ende des Sommertörns mit AS ist Tatsache. Rückblickend trauern wir der „ungünstigen“ Wind-Situation nach. Das Segeln ist wieder Mal zu kurz gekommen. Aber an erster Stelle war AS Erholung gesichert. Weil die Dichte der Highlights im Ionischen Meer gross ist haben wir mit wenig Seemeilen doch vieles gesehen und trotzdem eine Menge baden und relaxen können. AS hat die Vorzüge eines bootsfreundlichen Reviers schätzen gelernt und möchte am liebsten fürs nächste Jahr wieder anheuern. Wie dieses aussieht steht noch in den Sternen, aber die Planung ist in der Pipeline.

Die Bildergalerie kann über diesen Link unter Galerie geöffnet werden:
Bilder Sommertörn mit AS Juni & Juli

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Törn-Intermezzo Mai & Juni

(rev. 01.12.2022)

Die Pause zwischen den Gästetörns (18.05 bis 20.06) hätte für nützliches auf BW genutzt werden können, aber die Organisation von Arbeiten durch griechischen „Spezialisten“ ist gewöhnungs-bedürftig. So musste ich zwangsgedungen Improvisieren und trotzdem blieb einiges liegen. „C’est la vie“ sagen die nerven-starken Schiffeigner, „merde“ die Anderen, zu denen zähle auch ich!
<< Übersichtskarte der Intermezzo-Aktivitäten

Zu allem Ungemach kommt die alltägliche Hitzewelle hin-zu. Obschon sich die Nächte als Erholsam empfinden, ist die hohen Luftfeuchtigkeit & Meerwassertemperatur in Buchten und Häfen als recht unangenehm zu beklagen. Diese wirken wie eine Boden-heizung im Saunabetrieb und so kann sich die Kabinentemperatur im Schiff kaum unter die der Wassertemperatur senken. Zurzeit messe ich zwischen 25 – 27°C mit steigender Tendenz. Diese nähren meine Befürchtungen für den Sommertörn mit AS auf schlimmeres gefasst zu sein.

Wie sich im Laufe des Frühlings bestätigte hing der Termin der PW-Vorführung wie ein „Damokles Schwert“ über mir. Weil die letzte, ultimative Frist der Behörde nun auf Mitte Juni angesetzt wurde, musste ich das Intermezzo bis zum Törnbeginn mit AS, durch eine ungeplante Heimreise unterbrechen. Eine solche Reise ist nicht nur kostspielig sondern auch recht mühselig. Die Karte der Heimroute öffnet sich mit diesem <LINK>

Genug der Klagen. Die Törnberichte sind in drei Hauptrubriken aufgeteilt um eine bessere Übersicht zu gewährleisten. Diese lassen sich mittels Mausklick öffen.

1. Intermezzo Teil 1 & Installation Sonnenkollektoren Link
2. Intermezzo Teil 2 & mit Heimreise Link
3. Intermezzo & Motorbootausflug in CH Link

Die Bildergalerie kann über diesen Link unter Galerie geöffnet werden:
Bilder Intermezzo Mai & Juni

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Törnberichte 2022

(rev. 25.01.2023)

DAS FÜNFTE SEGELJAHR ALS HOFFNUNG
Bevor das fünfte Segeljahr beginnen kann, müssen Altlasten bereinigt werden. Unser Rechtsstreit in Spanien ist mit vielen Emotionen verbunden und ist das Erste „Event“ in der Reihe. 
Nach sieben Jahre spanischer Win-kel Advokatie und rechtlicher Zer-mürbungstaktik, unter Anderem versuchter Rufmord, lassen auf ein versöhnliches Ende hoffen. Es wäre eine Genugtuung die Statistik des „Verflixten siebten Jahres“ lügen zu strafen.
Erst danach können Blue Whale und ich, in dieses fünfte, hoffnungsvolle Segeljahr starten. BW muss sich zu-erst einem „Facelifting“ und auch „Upgrades“ unterwerfen. Mich stimmen nur schon die zu erwarten-den Aktivitäten bis zur Sommerpause positiv. 
Wir hoffen, dass die Törnbe-richte diese Vision bestätigen werden.
Leider muss das Segeljahr mit überaus intensiven Re-fitarbeiten starten. Viel auf-geschobenes ist zu bewälti-gen und wird vermutlich den ganzen April in Anspruch nehmen. Gott bewahre, ich will nicht depressiv erscheinen, aber neben Blue Whale könnte sich nach getaner Arbeit ein ähnlicher Schrotthaufen ansammeln wie auf dem Foto nebenan festgehalten. 
Positive Highlights des ersten Segelhalbjahres werden die beiden Törns mit HD und AS sein. Blue Whale und ich freuen uns riesig wieder Gäste an Bord begrüssen zu dürfen. Zwischen den Gast-törns habe ich ein „Sabbatical“ als Besinnungszeit eingeschaltet. Auch könnten die noch offenen Altlasten abgeschlossen werden.
Ich muss meine Neuan-schaffung, einen 20-jähriger Volvo S40, der heuer als Transportfahr-zeug fugiert, in GRE auf Vordermann trimmen. Die Heimreise zur Sommerpause soll ohne technische Defekte er-folgen, wobei die Überführung und Reparatur des FP-Generators ansteht. Erst nach dessen Einbau im Herbst kann der zweite Teil der Segelreisen unbeschwert in Angriff genommen werden. Wohin aber diese Reisen führen soll steht noch in den Sternen.

Nachstehend die diesjährigen Etappen;

1. Reisebericht Alicante März Link
2. Refitarbeiten Blue Whale April Link
3. Frühlingstörn mit HD Mai Link
4. Törn-Intermezzo Mai-Juni Link
5. Sommertörn mit AS Juni-Juli Link
6. Herbsttörn mit KS Sept-Okt Link
7. Ausklang Segelsaison 2022 Link
7. Törnplanung 2023 Link

Die detaillierte Berichterstattung über das TravelMap-Journal hat sich bewährt und wird auch dieses Jahr fortgeführt. So können Interessierte praktisch „live“ dabei sein und müssen sich nicht bis zum Törnbericht auf die Folter spannen lassen.
Mehr Bilder mit Beschreibungen sind dann auch in der Galerie zu finden. (Link)

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Törnplanung 2022

 

AUFBRUCHSTIMMUNG IN DIE„POST-CORONA-ZEIT“

Alle reden davon dass die Pandemie überstanden ist und wollen an die „Vor-Corona-Zeit“ anknüpfen. Nur zu gerne würden wir in eine neue Zeit aufbrechen und die Themen und Gedanken der vergan-genen zwei Jahre Ad Acta legen. In vielen Belangen wird es uns gelingen doch aufge-laufene Altlasten müssen gelöst und abgearbeitet werden. Schön wäre es, wenn sich Blue Whale diesem Diktat entziehen könnte, aber es ist absehbar, dass dies den Reiseablauf im 2022 dominieren wird.
Wichtig erscheint mir, die seit zwei Jahren verschobenen Ziele und Erwartungen neu zu definieren und die daraus resultierenden Ent-täuschungen zu verdrängen. Nachstehend ein paar Gedanken-gänge die Blue Whale und mich auch nachts in den Träumen verfolgen;

Reviermüdigkeit
Das Ionische Meer ist wunder-schön aber in der Segelsaison dermassen überlaufen das sich unser Verdruss kaum noch zügeln lässt. Als zeitlich be-grenzten Lichtblick und Highlight für einen Rundtörn könnten sich die Süd-Ionischen Inseln anbieten. Sicherlich ein „must to do“! Diese standen schon seit längerem auf dem Programm.
Die ursprüngliche Idee durch die Ägäis an die türkische Riviera zu segeln lebt weiter.
Eine neue Idee beschäftigt Blue Whale ungemein; In die Adria nach Dalmatien überzuwechseln sofern ein Liegeplatz zu ver-nünftigen Kosten angeboten wird. Auch dort ist der Strom der Charterjachten ungebremst, dafür bietet das zerklüftete mit Inseln gespickte Segelrevier reichlich Ausweichmöglichkeiten.
Reparaturarbeiten
Wer die Törnberichte 2021 gelesen hat weiss, dass viele Arbeiten anstehen und die Hoffnung diese durch die Winter-zeit in den Griff zu bekommen kläglich gescheitert sind. Blue Whale’s grösste Sorge ist die Energieversorgung welche sich durch den defekten Fischer-Panda Generator unweigerlich auf die Reisefreiheit auswirkt. Die Instandstellung wird das gesamte Programm für 2022 bestimmen obschon ein kleiner Ersatzgenerator und Sonnenkollektoren Erleichterung bringen werden.
Havarien wie die verrostete Auspuffanlage sind in der Pipeline und werden im Frühjahr behoben. Alle weiteren Punkte werden im April angegangen und seemännisch, spätestens bis zur Einwasserung erledigt.
Reisepläne
Die Grafik symbolisiert den Gemütszustand von Crew & Schiff auf eindrückliche Weise; „Wohin auch immer du willst, du stösst an imaginäre Grenzen“. Diese zu überwinden ist die eigentliche Herausforderung!
Die grösste Änderung kann in Bezug auf die Hin- und Rück-reise gemeldet werden. Dieses Jahr wird ein alter Volvo-PW die Flugreisen ersetzten. Der Transport von sperrigen Er-satzteilen und umfangreichen Reparaturmaterialien sind Ausschlag gebend. Nicht zu vergessen, der geplante Refit des FP-Generator in der Sommerpause.
Blue Whale ist glücklich wieder Gäste an Bord begrüssen zu dürfen. Der erste Gast (HD) ist ein erfahrener Segelgefährte vom Bodensee mit dem ich schon einige Törns hatte erleben dürfen. Geplant ist den Charm der Südionischen Inseln zu entdecken.
Auch hat sich mein Ältester (AS) zu einer weiteren Segel-partie entschlossen. Wohin wir uns von den Winden entführen lassen ist noch Ungewiss. Gewiss hingegen ist Blue Whale’s und meine Freude über die Abwechslung. Wir sehen den Abenteuern im „Geiste Odysseus“ gespannt entgegen.
Der Herbsttörn ist noch in der Schwebe. Er hängt von der erfolgreichen Reparatur des FP-Generators und des Einbaus zusammen. Unbestimmt ist auch wo Blue Whale die verdiente Winterruhe geniessen darf. Ein Revierwechsel ist in diesem Zusammenhang nicht ausgeschlossen.    
Frühlingsstart

Schon bald wird der Frühling die Hormone in Wallung bringen und uns umschliesst eine wohlige Wärme. Der Drang zum Frühlingsputz erfasst nicht nur die Schiffs-eigner. Die Reisevorbereitungen sind fast abgeschlossen nicht ohne gewissenhafte Prüfung der „to do“ Checklisten und eilig letzte Ideen zu überdenken.Weil Blue Whale’s Instandstellung noch viele Kraftakte erfordert und das Gelingen der Reparaturen sich unmittelbar auf die Törnaktivitäten auswirkt, möchte ich auf die kommenden Einträge der Webseite verweisen. Dort können alle Neuigkeiten quasi „Live“ nachgelesen werden. Dieses Jahr wird die Hoffnung genährt, etwas unbeschwerter das Segeln geniessen zu können, darum haben Blue Whale und ich, uns einem wegweisenden Motto gewidmet;

Manchmal ist es die Hoffnung, die uns lächeln lässt.
Und manchmal ein Lächeln, das uns hoffen lässt.

Mit diesem Link kommst du direkt auf die Webseite <Törnberichte 2022>
der Link wir nach Eintrag des ersten Berichtes aktiviert. 

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Reparaturreise November

DiE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT, ABER SIE STIRBT!

Warum sollen sich die Arbeitsmoral und oder der Eifer der griechischen Werftarbeiter innert zwei Monaten ändern? Ich weiss es nicht, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Die Gründe dieser Reise sind vielfältig und zwingend. Nach dem Saisonabschluss in der Cleopatra Marina wurde mir vieles leichtfertig versprochen, aber zuhause, schon nach kurzer Zeit, wurde ich das Gefühl nicht los, dass sich die Uhren in Griechenland anders drehen wie diesseits der Alpen und Versprechungen nur bei täglicher Ermahnung und persönlicher Präsenz Geltung haben. Bist du Abwesend kommen diese einer „Verarschung“ nahe!
Vorschlag; Dieses Schild beim Eingang zur Marina aufzustellen.
Wir alle Bewundern die lockere, legere Haltung der Südländer und ihre stoische Ruhe. Deshalb reisen wir unter anderem auch gerne in diese Gefilde um Urlaub zu geniessen. Die beruhigende Atmos-phäre wirkt sich positiv auf unsere strapazierte Mentalität aus.
Aber nicht wenn es um wichtige, nicht aufschiebbare Arbeiten auf deinem Segelboot geht.

Das Reisejournal ist mit nachstehenden <Link> zu finden.
So blieb mir nur noch eine Option, eine müh-selige Reise nach GRE anzutreten um persön-liche Präsenz in der Marina zu manifestieren und die verantwortlichen „Manager“ an ihr gege-benes Versprechen zu erinnern.
Und siehe da, welch ein Erfolg! Bis auf die Demontage des defek-ten Generators habe ich nicht viel erreicht und bin wieder mit einem befüllten Sack voll Hoffnung in die Schweiz zurückgereist. Dies habe ich dann spätestens auf dem Flughafen bereut als ich wegen Übergepäcks eine saftige Busse berappen musste.

In der Zwischenzeit ist viel Zeit ver-strichen und alle Bemühungen mit den Stoikern ein Ergebnis zu errei-chen endete fruchtlos.
Als ich mich bemühte diesen Bericht zu formulieren war das Hoffnung Bündel gänzlich geleert. Von der Unmöglichkeit der Törnplanung 2022 wage ich erst gar nicht zu schreiben, diese liegt im Argen.

Die Bildergalerie über diesen Eintrag kann unter Galerie
Bilder Reparaturreise
eingesehen werden.

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