Flaschenpost

(rev. 03.06.2026)

Ein ausgedientes Aufgabemodel?
Was ist eine Flaschenpost?
Eine Flaschenpost diente oft als stilistisches Mittel, um den bislang unbeteiligten Finder in ein Abenteuer zu verstricken. Der Volks-mund verbindet mit der Flaschenpost hauptsächlich Hilferufe von Schiffbrüchigen, denen keine andere Möglichkeit bleibt, Rettung zu erbitten.
Der Sender hat dabei die Hoffnung, dass die Strömung die Botschaft an einem anderen Ort an Land spült, wo sie dann von einem Finder entdeckt werden kann.
In der „modernen“ Zeit hat die Flaschenpost mit dem vielen Müll, der in den Weltmeeren treibt und angeschwemmt wird, wohl wegen Unauffindbarkeit, ausgedient.
Das Tracking gibt Anlass zur Hoffnung, dass diese seit dem 18ten Jahrhundert praktizierte Postzusendung auch der «Gene-ration Z» und der «Generation Alpha« erhalten bleiben könnte.

Blue Whale und ich sammeln die letzten und eindrücklichsten „Flaschen-Nachrichten“ ein. Diese werden dann auf unserer Webseite gespeichert damit sie nicht verlo-rengehen.
Leider können wir für den Wahrheitsgehalt der Flaschenpost nicht einstehen, diese driftet meist sehr lange und ist nicht mehr über-prüfbar.

FLASCHENPOST-SAMMLUNG
Mausklick auf Datum /Link öffnet den Beitrag)

Beitrag & Titel Veröffentlicht & Link
01 Überleben dank Jeans! 19.03.2019
02 Piraterie in der Adria? 22.03.2020
03 Italien ist weg 03.06.2021
04 Innovation in der Kreuzfahrt 08.06.2021
05 Rätselhaftes Schiffswrack 20.04.2026
06 Flaschenpost als Fake? 03.06.2026

weitere Themen werden laufend ergänzt!

<Back to Start>                      <Back to Seemannsgarn>

Letzter Winter in Arbon

BLUE WHALE’s WINTERGEDANKEN

Die letzte Winterzeit im Hafen von Arbon ist doch noch ange-brochen. Wegen der zermürbenden Refit Arbeiten ist mir fast entgangen, dass Vater Frost zugeschlagen hat und ich musste meine Blue Whale wegen Kälteeinbruchs fluchtartig verlassen.

Bei einer späteren Beobachtung durch die Hafen-Webcam präsentierte sich Arbon im Schneegestöber mit der fröstelnden BW. Ein dramatisches Zeit Zeugnis. Es hat mir fast das Herz zerrissen.
Kurzen Phasen des Tageslichts, schleichend vorüberziehend, wechseln Träumereien von windgefüllten Segeln und glitzernder See ab. Unser Gemeinschaftsgefühl wird kurzzeitig neu belebt.
Zum Glück ist dies die letzte Wintersaison in Arbon und gehört bald der Vergangenheit an. Im Frühjahr frohlocken wir dann inbrünstig der Abreise und hören uns das berühmte Mittel-meerlied von Joan Manuel SerratMediterráneo“ von 1971 an.

Einen kurzen poetisch-romantischen Textauszug aus dem spanischen Lied, die als Ode an das Mittelmeer verstanden wird, möchte ich euch nicht vorenthalten:
….vielleicht weil meine Kindheit
weiterhin an deinem Strand spielt..
Ich bin Barde, ich bin Schwindler,
ich mag das Spiel und den Wein,
ich habe die Seele eines Seemanns,
aber was soll ich machen?
Ich wurde am Mittelmeer geboren!

Bildrechts: Serrat als 27-Jähriger auf dem Cover der LP „Mediterraneo“
Nachstehend zwei Gedichte welche das Webcam Bild der Blue Whale im winterlichen Hafen in geeigneter Form poetisch umhüllt:

Ein Wintergedicht
Ihr Fische, wo seid ihr mit schimmernden Flossen?
Wer hat den Nebel, das Eis beschossen?
Ein Regen aus Pfeilen, ins Eis gesplittert,
so steht DAS SCHIFF und klirrt und zittert.
Autor unbekannt

Wind und Schnee
Frischer Schnee bedeckt die ruhige See,
nur noch Stille, in Luv und Lee.
von Nord und Ost, ihr eis‘gen Winde!
ich bitt‘ euch, leise! linde!
Lasst es gut sein, schnell gelinde.
Alles auf Erden hat seine Zeit,
Frühling und Winter, Freude und Leid

Autor unbekannt

<Back to MSY Blue Whale>       <Back to Refit Arbeiten>

 

Hasardeure des Atlantik

(rev. 26.10.2024)

IRRSINN oder WAHNSINN?

Welcher Begriff (Zustand) trifft auf einen Hasardeur zu? „Stark beeinträchtigter Geisteszustand“ für Irrsinn oder „Psychische Störung, die von Wahn begleitet wird“ für Wahnsinn“? Nein, so
einfach ist die Antwort nicht, denn das Gegenteil eines Hasardeurs wird mit Angsthase & Feigling bezeichnet. Interessant wird es, wenn das Gegenteil von Feigling gegoogelt wird. Da erscheint auf dem Bildschirm Haudegen, Adrenalinjunkie, Superheld und Hasar-deur wie auch Draufgänger und Teufelskerl.
Die Hasardeure träumen wohl eher von den „positiven“ Synony-men. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie wollen aus dem Alltag ausbrechen und sich auf die Suche nach der ganz großen Freiheit begeben.
In der Segelszene und den sozialen Medien tauchen auch abschätzende Bezeichnungen für Hasardeure auf; Fakir der See, Survival-Guru, Trans-atlantik Masochist, Steinzeit Segler, Sailing Freak und vieles mehr.
Mit keinem Wort wird Irrsinnige(r), Wahnsinnige(r), Lebensmüde(r) oder Verrückte(r) erwähnt (beachte die Genderkonformen Bezeichnungen!), denn Grundgenommen sind sie das, was die folgenden Geschichten nachweisen werden.

Der Begriff HASARDEUR

Wikipedia charakterisiert den Hasardeur wie folgt;
Der Hasardeur gilt als ein Draufgänger mit wenig Verant-wortungsbewusstsein. Er liebt das Risiko als Selbstzweck und ist nicht bestrebt, Werte über das Risiko hinaus zu verwirk-lichen.
Er ist ein Glücksspieler, der das waghalsige Abenteuer zu seiner Lebensmaxime macht und dabei wenig Rücksicht auf eigenes und fremdes Leben nimmt.
Hasardeure finden sich in so unterschiedlichen Lebensbe-reichen wie dem Glücksspiel, im Finanz- und Bankenwesen, in der Politik, beim Militär oder im Extremsport. Diktatoren, aber auch geldgierige Manager, reißen bisweilen ihre Völker oder Firmen mit dieser Charaktereigen-schaft in den Ruin. Der Strudel unüberlegten, von Ehrgeiz, Geld- oder Machtgier getriebenen gefährlichen Handelns,
endet meist in Chaos, Staats- und Firmen-pleiten und der Ver-nichtung vieler Existenzen.
Wahrlich „starker Tobak“ der uns im alltäglich geregelten Lebensdasein nicht bewusst wird.

Historische Boots-Reisen
Mehr als 80 «große Schläge in kleinen Booten» über den Atlantik, den Pazifik oder die Tasmanische See wurden bis heute dokumentiert. Vom kommoden 20-Fuß-Pionier im Jahre 1876 bis zum 1,64m messenden «Schuhkarton» 1992 wurde allein auf dem Nordatlantik viele faszinierende «Geschichten der kurzen Boote» gelebt. Aus naheliegenden Gründen segelten die Protagonisten
meist allein und verarbei-teten ihre extreme physi-sche und psychische Be-lastung nach dem Törn in Büchern oder bei Vor-tragsreisen, aber auch bei einem weiteren Kurztrip der gleichen oder anderen Art!
Fünf erklärte Mikrosegler ließen bei ihren Abenteuern auf See ihr Leben. Zwei Boote wurden – intakt – ohne Skipper an Land gespült, andere verschwanden spurlos auf Nimmerwiedersehen in den Weltmeeren.
Nachstehend eine kleine Auswahl von „Hasardeuren“, die zu Ihrer Zeit die Schlagzeilen dominierten;

1870 Die erste offizielle „Ost-West-Atlantiküberquerung in einem „kleinen Boot“ schafften der Amerikaner Buckley und der Österreicher Primorac. Sie brauchten in einem offenen(!) 6-Meter-Dinghi 84 Tagen von Cork (IRL) nach Boston (USA).
1880/81 segelten die Briten Norman und Thomas in einem 4,90-Meter-Boot gleich zwei Mal die Atlantik-Route – mit einem Jahr Landgang dazwischen. Ihre Abfahrt wurde von 30.000 Menschen gefeiert.
1892 besiegte William Andrews in einem 3,90 m kurzen Boot den „grossen Teich“, nachdem er vier Jahre zuvor gescheitert war.
1939 driftete Harry Young in 39 Tagen von New York zu den Azoren auf einer ebenfalls 3,90 Meter kurzen, offenen Sloop.
1963 segelt Fran Dye (s. Bild links) die 4,90 Meter kurze „Wayfarer“ von Schottland nach Island.
Ab 1965 schipperte Robin Leen Graham als 16 jähriger, bis dahin jüngste Person überhaupt, in mehreren Jahren und Etappen auf einem 6-Meter-Boot um die Welt.
Hugo Vihlen segelte 1968 auf der „Aprilscherz“, einer 1,83 m-Sperrholzkiste, von Casablanca nach Miami.
Erst 1982 wird dieser „Kürze-Rekord“ gebro-chen: Tom McNally (s. Bild rechts) braucht nur 1,64 m LüWl, um mit seinem an ein Rettung-sboot erinnernden Gefährt auf die andere Seite des Atlantiks zu gelangen.
Tom McLean trieb 1982 auf seiner „Giltspur“ (2,97 m) von West nach Ost über den Atlantik.
1982 strandete die 2,72 m kurze „God’s Tear“ von Wayne Dickinson kurz vor Erreichen des Ziels an der irischen Küste. Der Segler wird von einem Leuchtturmwärter gerettet.
Ab 1983 benötigte der französischstämmige Australier Testa 500 Tage um mit einer selbstgebauten ALU-Yacht von 3,60 Metern Kürze die Welt zu umsegeln.
Im gleichen Jahr 1983 sägt Tom McLean (s. Bild oben) spektakulär mit der Kettensäge ein Stück seiner „Giltspur“ ab und segelt mit dem reduzierten, 2,41 m kurzen Teil über den Nordatlantik. Bericht über Tom McClean siehe auch Webseite „Blue Whale’s Schwesterschiff?
Im gleichen Jahr 1983 nimmt ihm Tom McNally mit seinem 2,06 m kurzen Gefährt den Rekord wieder ab.
1993 setzt Hugo Vihlen (der Aprilscherzbold von 1968) mit seiner „Vatertag“ einen Atlantik-Nordroutenrekord, der bis heute gültig ist: 1,63 Meter reduziert auf ein Maximum!

Hasardeure mit höheren Zielen
Dieser Spoiler möchte die Hasardeure ehren, die im Grunde genommen keine waren und auf Ihre Art Geschichte schrie-ben, weil sie einem höheren Ziel gedient haben. Die Berichte umspannen das Geschehen der Jahre 1956 bis 2018. Leider sprengen die „Laudatio“ den Rahmen dieser Web-Seite und so mussten die Beiträge in separaten Links abgelegt werden (mit Klick auf die Jahreszahl öffnet sich der Beitrag). Blue Whale empfiehlt die Links als Schlechtwetter-Lektüre, wenn es denn ein Schlechtwetter für Salzbuckel überhaupt gibt.
Die Liste der ausgewählten Protagonisten
1956 Hannes Lindemann
1968 Hugo Vihlen (1993 & 2008 weitere Abenteuer)
1979 Gerry Spiess (1981 Pazifikabenteuer)
1988 Rüdiger Nehberg (2001 neues Abenteuer)
1992 Evgeny Gvozdev
2011 Sven Yrvind
2017 Matthew Kent
2018 Jean-Jacques Savin

Hinweise
– Matthew Kent habe ich nur mit einem Kurzbericht gewürdigt, weil es bis heute beim Versuch geblieben ist und später gar verboten wurde. Er ist der Inbegriff des Hasardeurs!

<Back to Seemannsgarn>        <Back to Non Plus Ultra>

 

 

Innovation in der Kreuzfahrt

(rev. 20.10.2024)

NEUES KREUZFAHRTSCHIFF SPRENGT SUPERLATIVE
Dem Corona-Zeitalter erwachsen innovative Schreiberlinge und Posten vermehrt Nachrichten über die Social-Medien-Seite „Flaschenpost“. Blue Whale und ich haben diese driftende Flasche vor dem ertrinken bewahrt und deren Nachricht hat uns in seinen Bann gezogen. Die positiven Argu-mente des Aufsatzes sind nachhaltig in unsere grauen Zellen eingedrungen. Seither beflügeln sie vor allen meine Phantasien. Ich möchte euch auch teilhaben lassen.

DIE FLASCHENNACHRICHT
Neues Riesen-Kreuzfahrtschiff ermöglicht Besuch von 10 Mittelmeer-Häfen, ohne abzulegen

Valencia (dpo) – Auch in Zeiten von Corona hielt der welt-weite Kreuzfahrt-Boom unverändert an. Gleichzeitig wurden die schwimmenden Hotels immer gigantischer. Im spanischen Valencia lief dieser Tage das bislang größte Kreuzfahrtschiff aller Zeiten vom Stapel: Die „Emperor of the Universe“ ist so riesig, dass sie 10 Häfen in drei Mittelmeerländern erreicht, ohne überhaupt auszulaufen.
Während das Schiff, das feierlich mit einem Sektlastwagen getauft wurde, im Heimathafen vertäut bleibt, können die Gäste Ausflüge in die beliebtesten Küstenstädte Spaniens, Italiens und Frankreichs machen.
Der riesige Luxusliner bietet nicht nur Platz für knapp vier Millionen Passagiere, sondern hat mit 3.084.421 Fuß Länge und 306.518 Fuß Breite auch schier unglaubliche Ausmaße. Während der Bug im Hafen von Valencia festgemacht ist, befindet sich das Heck nur weniger Hundert Meter vor Genua in Norditalien.
Backbordseitig längs des Ozeanriesen liegen Ibiza, Mallorca und Korsika auf der einen und steuerbordseitig Barcelona, Nizza, Marseille, Monte Carlo und Livorno auf der anderen.
„Unsere Gäste können sich daher ein individuelles Ausflugs-programm zusammenstellen“, erzählt General Manager José Lopez vom Reiseveranstalter MTI, der das Mega-Schiff be-treibt. „Innerhalb des Schiffs verkehren Schnellzüge zu den 30 Ausgängen, von denen Shuttle-Beiboote die Urlauber je-weils wie gewohnt an Land bringen. So können einige Passa-giere Palma de Mallorca besuchen, während andere zur gleichen Zeit in Monaco einen Landgang absolvieren und eine dritte Gruppe Nizza besichtigt.“
Praktisch: Passagiere auf Landgang müssen keine Sorge haben, dass ihr Schiff plötzlich ablegt und davonfährt: „Das wäre auch unmöglich, weil sie hoffnungslos zwischen Mittelmeerinseln und dem Festland verkeilt ist“, sagt Herr Lopez schmunzelnd.
Auf den kreuz-fahrttypischen Abgasgestank müssen die Passagiere aber trotzdem nicht verzichten. Dafür sorgen 40 schiffseigene Kohlekraftwerke auf dem Wellness-deck, durch die der nötige Strom für den täglichen Betrieb und die Klima-anlagen erzeugt wird.
Blue Whales Vorbehalte über den Artikel treiben mich noch in den Wahnsinn, obschon ich ihr gut zurede, dass sie nicht alles für „bare Münze“ nehmen soll. Sie ist wohl eifersüchtig das ich ihr „Fremdgehen“ könnte.
Auf meine Frage was ihr den nicht passe seufzte sie herzerschütternd; „Zum Glück sind wir an der Adria gestrandet und müssen nicht befürchten zwischen der „Emperor of Universe“ und dem Festland einge-keilt zu werden.“
In dieser Hinsicht teile ich ihre Meinung und werde versuchen den 11-ten östlich Längengrad nach Westen nicht zu kreuzen.

Erlaubt mir eine kurzes Resümee: Wenn ich gedanklich Corona mit der Innovation der Schifffahrt in Verbindung bringe, lässt ein zeit-gemässes Sprichwort die Fakts unter einem gemeinsamen Nenner erscheinen;
„Innovationen müssen wie Infektionen wirken, sonst sind sie bald tot.“

<Back to Seemannsgarn>             <Back to Flaschenpost>

 

 

Italien ist weg

(rev. 20.10.2024)

ALLUCINATIONI ITALIANA?

Ein Zitat des Henri Miller, berühmter amerikanischer Schriftsteller, trifft den berühmten Nagel auf den Kopf; „One’s destination is never a place, but a new way of seeing things.“ (Übersetzt heisst das so viel wie; „Das Ziel ist nie ein Ort, sondern eine neue Sichtweise.“
Nicht die Corona-Impfungen haben bei mir Halluzinationen resp. Wahnvorstellungen ausgelöst, sondern eine Flaschenpost, über den ich wieder Mal rein Zufällig gestolpert bin.
Italien ist weg! Die Froggies würden sagen; „Merde!“ die Krauts stöhnen ein ungläubiges; „Hhäää…?“ und die Itaker; „Fanculo“, aber die sind ja weg und so können wir sie nicht hören.
Ja Italien, dort wollte ich nächste Woche hin. Blue Whale erwartet mich in freudiger Erregung, aber wo ist sie jetzt? Auch weg? Eine rostige Spur wird wohl zu finden sein.
Die Reisevorbereitungen (siehe Bild oben) haben mich nach dem Lock Down dermassen gestresst, dass ich Reales und Fake‘s kaum mehr zu unterscheiden vermag.
Die Schlagzeile; „Italien ist weg!“ hat mich auf dem falschen Fuss erwischt, ja fast aus der Bahn geworfen und trieb kalte Nässe auf die Stirn.
Mein Selbstbewusstsein wehrte sich vehement; “Mit ist alles schnuppe, ICH GEHE!“ war die Trotzreaktion. Die Flugtickets und die Impfungen habe ich, nur der PCR-Test ist noch hängig. Dieser kann zum Glück nur die Corona-Viren nachweisen und der Rest bleibt im Verborgenen, so sagt man uns jedenfalls.
Mehr kann und will ich nicht hinzufügen, sondern bitte euch, nach dem Lesen des Artikels milde zu Urteilen.

NACHRICHT IN DER FLASCHENPOST
ITALIEN IST WEG

Europa und das Mittelmeer als aktueller Print dargestellt.

– Gondoliere, Mafia, Pizza, Dolce Vita – das alles gibt es seit heute nicht mehr, denn in der Nacht von Montag auf Dienstag ist Italien spurlos verschwunden. Warum und wohin der Mittelmeeranrainerstaat verschwunden ist, konnte bislang nicht geklärt werden.
„Italien ist sauber entlang der ehemaligen Landesgrenzen zu Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien abgetrennt“, staunt der Geograf Joseph Steyringer von der nicht weit entfernten Universität Innsbruck. „Auch Sardinien und Sizilien sind einfach weg, das französische Korsika hingegen ist nach wie vor an seinem gewohnten Platz.“

Das plötzliche Ver-schwinden Italiens hat weitreichende Folgen:
Österreich und die Schweiz, die jetzt beide über eine stattliche Alpen-steilküste zum Mittelmeer hin verfügen (siehe Bild oben), haben bereits den Aufbau einer ordentlichen Marine und einer Fischfangflotte angekündigt. Ähnliche Pläne verkündete der Vatikan, der nun eine winzige kleine Insel ist. Aber wo ist den San Marino ge-blieben? Da muss sich wohl ein Fehler eingeschlichen haben.
Glück im Unglück für Urlaubsreisende:
Alle großen Fluglinien haben bereits angekündigt, dass bereits gebuchte Flüge nach Italien bei voller Rückerstattung storniert werden können.
Italien ist bereits das dritte Land, das in diesem Jahr ver-schwunden ist und zugleich das erste in Europa. Bereits Ende Januar hatten sich Usbekistan und Ruanda in Luft aufgelöst.
Für lesefaule Zeitgenossen habe ich eine Sprachversion auf YouTube gefunden. Mit einem Klick aufs Bild öffnet sich der gesprochene Artikel (Werbung kann nach ein paar Sekunden übersprungen werden).

Nachwort
Fata Morgana oder optische Täu-schung. Noch habe ich eine Woche Zeit das Rätsel des „Auallonia Romanum“ (römisches Avalon) zu lüften. Ich bin zuversichtlich, dass sich die Nebelschwaden lichten werden und das „alte Bella Italia“ auf die Weltkarte zurück findet und in alter Pracht wieder aufersteht, natürlich mit Blue Whale im Schlepptau!

<Back to Seemannsgarn>             <Back to Flaschenpost>